Tiger Laziz hat neues Zuhause in Südafrika

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Tiger Laziz ist in seinem neuen Zuhause angekommen.
Tiger Laziz ist in seinem neuen Zuhause angekommen. - © APA/VIER PFOTEN
Die “gute Nachricht” zum Welttierschutztag: Der aus dem “schlimmsten Zoo der Welt” gerettete Tiger Laziz hat sein neues Refugium in Südafrika bezogen.

Bereits Anfang August rettete die Tierschutzorganisation Vier Pfoten 15 Tiere aus einem Zoo im Gazastreifen. Die Tierschutzorganisation hatte den Zoo als “schlimmsten Zoo der Welt” bezeichnet.

Tiger Laziz jetzt in Südafrika

Nun hat auch Tiger Laziz ein neues Zuhause gefunden. Er hatte zuvor noch einige Wochen in einem Adaptionsgehege verbracht. Nun durfte er im südafrikanischen Großkatzenrefugium Lionsrock sein neues Reich erkunden. Im Zoo im Gazastreifen lebte der Tiger in einem kleinen Betonkäfig unter untragbaren Verhältnissen.

Rettungsaktion verlief ohne Probleme

Die Rettung war nicht einfach: “Besonders herausfordernd war der enge Zeitrahmen, den wir zur Verfügung hatten. Und wir haben uns große Sorgen gemacht, ob Laziz ohne Probleme in die Transportbox hineingehen wird. Wir wollten in jedem Fall vermeiden, ihn unnötig zu anästhesieren. Doch der Tiger ist sofort hineinmarschiert, als ob er genau Bescheid wüsste, dass wir ihn damit in ein schönes Zuhause bringen wollen. Wir waren alle so erleichtert”, berichtet Vier Pfoten-Tierarzt und Missionsleiter Amir Khalil.

Laziz wird nach der Rettung von Tierärzten untersucht. /Foto: APA/AFP/MENAHEM KAHANA Laziz wird nach der Rettung von Tierärzten untersucht. /Foto: APA/AFP/MENAHEM KAHANA ©

Kein Geld für Futter

Der Khan Younis Tiergarten hatte bereits Anfang des Jahres mit Bildern von toten und dahinvegetierenden Tieren bei Tierschützern für Empörung gesorgt. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten konnte der Khan Younis Zoo seine Tiere seit Anfang des Jahres nicht mehr angemessen versorgen und ausreichend Futter für sie bereitstellen. Der Besitzer bat Vier Pfoten bereits im Februar 2016 um Hilfe. Die Tierschutzorganisation organisierte die dringend notwendigen Futterverteilungen.

Zoo endgültig geschlossen

Nun wurde endlich eine nachhaltige Lösung für die überlebenden Zootiere gefunden. “Auch wenn der Abschied von meinen Tieren traurig für mich ist, bin ich unglaublich froh, dass Vier Pfoten ein schönes Zuhause für sie gefunden hat. Ich konnte es kaum ertragen, dass Khan Younis von vielen als ‘schlimmster Zoo der Welt’ bezeichnet wurde”, so der ehemalige Besitzer. Der Zoo im Gazastreifen ist nun endgültig zugesperrt worden. Die anderen geretteten Tiere befinden sich zurzeit noch in Auffangstationen und sollen in das Al Ma’wa Schutzzentrum in Jordanien kommen.

Die Tiere wurden in Transportkäfigen über die Grenze nach Israel gebracht. /Foto: APA/AFP/MOHAMMED ABED Die Tiere wurden in Transportkäfigen über die Grenze nach Israel gebracht. /Foto: APA/AFP/MOHAMMED ABED ©

Spenden finanzierten die Rettung

Um die Kosten für die Rettungsaktion zu decken, sammelte Vier Pfoten unter anderem in den sozialen Medien mit der Aktion “Lemonchallenge” Spenden. Unter dem Hashtag #2sour2ignore konnten Nutzer ihre Solidarität bezeugen und mithelfen. Das taten auch viele. So konnten die vorläufigen Kosten von 40.000 Euro mit Spendengeldern gedeckt werden, sagte Vier Pfoten-Sprecherin Elisabeth Pen.

(SALZBURG24/APA)

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