Tirol: Angriff auf Asylheim

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Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. - © Bilderbox
Im Flüchtlingsheim am Bürglkopf in Fieberbrunn (Bezirk Kitzbühel) soll es in der Nacht auf Mittwoch einen Angriff gegeben haben, berichtete “profil online” Mittwochabend. Verletzt wurde niemand. Das Landesamt für Verfassungsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Bis dato gebe es “keinen konkreten Tatverdacht”, sagte Manfred Dummer, der Sprecher der Landespolizeidirektion Tirol, der APA am Donnerstag.

“Intensive Zeugenbefragung”

Der Verfassungsschutz würde “intensive Zeugenbefragungen” durchführen, zudem setze man auf Spurenauswertungen der beim Heim gefundenen Gegenstände. “Wir konzentrieren uns auch auf Umfelderhebungen”, meinte Dummer. Bei den Gegenständen handle es sich neben der Softgun, die “täuschend ähnlich einer Pumpgun” ausgesehen habe, um Reste von Feuerwerkskörpern. Patronen seien keine gefunden worden, erklärte der Sprecher. Es sei weiter unklar, ob die abgegebenen Schüsse von der Softgun stammten oder von einer anderen Waffe.

Ausländerfeindliche Rufe in der Nacht

Gegen Mitternacht sollen vier oder fünf Männer in schwarzen Kapuzenjacken “Ausländer raus!” und “Wir bringen euch um! Ihr Schweine!” gerufen haben, zitierte “profil online” einen ungenannten Augenzeugen. Einer der Männer habe eine Waffe gehabt und fünf Mal in die Luft geschossen, außerdem hätten die Männer Feuerwerkskörper auf die Fenster geschossen. Die Polizei habe bei der Garage eine Softgun gefunden.

Keine Spur von den Männern

Laut “profil online” bestätigte der Bezirkskommandant von Kitzbühel, Martin Reisenzein, den Vorfall. Von den Männern fehle bisher jede Spur. Das Heim wird nun von der Polizei überwacht. Bestätigt wurde gegenüber der APA auch, dass fünf Jugendliche gegen 0.30 Uhr etwa 35 Meter vor dem abgelegenen Asylheim ausländerfeindliche Parolen geschrien und mit einem Gewehr in die Luft geschossen haben.

Schüsse aus Softgun?

Ob die Schüsse aus der gefundenen Softgun abgegeben wurden, ist noch Gegenstand von Ermittlungen. Zum aktuellen Ermittlungsstand könne aus ermittlungstaktischen Gründen keine nähere Auskunft gegeben werden, erklärte der Sprecher.

Vorwurf gegen Polizei

Den im “profil online”-Artikel erhobenen Vorwurf eines Zeugen, wonach es sehr lange gedauert habe, bis die Polizei gekommen sei, wies der Sprecher zurück: Die zuständige Polizeiinspektion sei erst mehr als eine halbe Stunde nach dem Vorfall informiert worden, nach der Anzeige sei man innerhalb von 25 Minuten vor Ort eingetroffen. Verdächtige konnten da nicht mehr angetroffen werden. (APA)

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