Tiroler fand Wanzenart in 45 Mio. Jahre altem Bernstein

Der Tiroler fand die Wanzenart in einem Bernstein.
Der Tiroler fand die Wanzenart in einem Bernstein.
Der Tiroler Entomologe (Insektenforscher, Anm.) Ernst Heiss hat in einem 45 Millionen Jahre alten Bernstein eine neue Wanzenart entdeckt. Das Exemplar ist weiblich und 9,4 Millimeter groß, teilten die Tiroler Landesmuseen in einer Aussendung am Donnerstag mit.

Heiss publizierte seine Forschungsergebnisse im Fachmagazin “Deutsche Entomologische Zeitschrift”.

“Aradus macrosomus”

Die Wanze ist mit langen Antennen ausgestattet und gehört zur Familie der Aradidae, hieß es. Der ihm gegebene wissenschaftliche Name “Aradus macrosomus” leitet sich aus dem Griechischen ab und bezieht sich auf den verhältnismäßig großen Körper (macros: groß; soma: Körper), der sich dadurch von anderen Wanzen dieser Gattung unterscheidet. Auch bisher seien immer wieder in fossilem Harz zahlreiche Wanzenarten entdeckt worden. Da das austretende Harz schnell trocknet, schließt es die kleinen Tiere blitzschnell darin ein und konserviert sie dadurch so, dass sie auch Millionen Jahre später problemlos erforscht werden können.

Bedeutende Rolle für Museen

“Die Naturwissenschaftlichen Sammlungen spielen für die Tiroler Landesmuseen eine bedeutende Rolle. Ich bin sehr stolz, dass wir so erfolgreiche und namhafte Wissenschafter in unserem Team haben und ihre Arbeit international viel Anerkennung findet”, freute sich Direktor Wolfgang Meighörner. Für Heiss sind Wanzen ein faszinierendes Thema. Diese Insekten existieren seit 250 Jahren und waren damit bereits vor den Dinosauriern auf der Welt. Ihren teils schlechten Ruf hätten sie zu Unrecht: “Bis auf die uns bekannte Bettwanze sind sie großteils Pflanzenfresser und harmlos. Außerdem tragen sie zu einem funktionierenden Ökosystem bei”, erklärte Heiss.

250.000 Wanzenbelege

Seine Sammlung umfasse fast 250.000 Wanzen-Belege. Sie befindet sich zum Teil in den Naturwissenschaftlichen Sammlungen der Tiroler Landesmuseen. Heiss gehöre zu den Experten auf seinem Gebiet und erhalte immer wieder wissenschaftliche Anfragen aus China, Korea oder den USA, hieß es. (APA)

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