Tiroler verursachte Terror-Einsatz in Leipzig – Fordert die Polizei Kostenersatz?

Die Leipziger Polizei im Großeinsatz.
Die Leipziger Polizei im Großeinsatz. - © AP
Nach dem “Scherzanruf” zweier jugendlicher Österreicher, der einen Terror-Einsatz in Leipzig verursachte, prüft die deutsche Polizei Kostenansprüche.

Zwei Jugendliche hatten in der Nacht zu Dienstag per Mobiltelefon aus Österreich in dem Hotel angerufen und mit einem Anschlag gedroht, wie die Polizei mitteilte. Daraufhin sicherten mehr als 100 Beamte Hotel und umliegendes Areal.

Die Polizei ermittelte einen 15 Jahre alten Jugendlichen, der nach Angaben der “Bild” aus Tirol kommt, als Anrufer. Während einer Vernehmung habe er angegeben, in der Nacht mit einem 14-jährigen Freund mehrere Hotels angerufen und Terrordrohungen ausgesprochen zu haben.

Polizei Sachsen on Twitter

Bedrohung #Fürstenhof #Leipzig NICHT BESTÄTIGT. Anrufer wurde ermittelt. Wir beenden unseren Polizeieinsatz und atmen durch.

50.000 Euro Kosten: Haftet der Täter?

Die Anrufe hatten die Beiden offenbar mit dem Handy des Vaters des 15-Jährigen, angeblich ein Professor, getätigt. Das sagte ein Ermittler gegenüber der “Bild”. Demnach war die Polizei zunächst davon ausgegangen, dass dem Professor das Handy gestohlen worden war.

Während der 14-Jährige noch nicht strafmündig ist und somit nach deutschem Gesetz nicht für seine Taten belangt werden kann, könnten auf den 15-Jährigen Strafen und Kosten zukommen. Eine Jugendstrafe sei denkbar, auch das er als Verursacher für die Kosten des Polizeieinsatzes aufkommen muss, sei möglich. Sollte der 15-Jährige noch kein eigenes Einkommen haben, könnten seine Eltern mit diesen Forderungen belangt werden. Dazu muss allerdings eine Verletzung der Aufsichtspflicht nachgewiesen werden.

Über hundert Beamte waren mehrere Stunden im Einsatz, zudem wurde das Gelände mit einem Helikopter mit Wärmebildkamera überflogen. Die Kosten der Polizei betragen angeblich rund 50.000 Euro.

(dpa/Red.)

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