Todesstrafe wegen Mumbai-Anschlägen von 1993

Ein indisches Gericht hat zwei Männer wegen der Bombenanschläge in Mumbai von 1993 zum Tode verurteilt. Zwei weitere müssen lebenslange Haftstrafen verbüßen. Das gab Staatsanwalt Ujjawal Nikam am Donnerstag in Mumbai bekannt.

Am 12. März 1993 waren 257 Menschen getötet und mehr als 700 verletzt worden, als in der Börse, in Hotels und auf Marktplätzen in Mumbai (früher Bombay) etwa ein Dutzend Sprengsätze explodierte.

Der Gangsterboss Abu Salem, der für die Anschläge Waffen besorgt hatte, sei vor zwölf Jahren von Portugal unter der Bedingung ausgeliefert worden, dass er keine Todesstrafe bekomme, sagte Nikam. Daher müsse er nun lebenslänglich ins Gefängnis. Ein weiterer Mittäter wurde zu zehn Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Ein sechster Angeklagter war kurz vor der Urteilsverkündung im Juni gestorben.

Vor Jahren wurden bereits 100 Verdächtige verurteilt. Ein Planer der Anschläge wurde hingerichtet. Die mutmaßlichen Hauptverantwortlichen für die Attacken sind bisher allerdings nicht gefasst worden.

(APA/dpa)

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