Tragödie um Katzenbabys im Bezirk Braunau

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Tragödie um Katzenbabys im Bezirk Braunau
© Die geretteten Katzenbabys mit ihrer Amme und ihren Stiefschwestern./Pfotenhilfe/Sonja Müllner
Eine für Tierliebhaber wohl unvorstellbare Tragödie hat sich im grenznahen Bezirk Braunau in Oberösterreich abgespielt. Wie der Tierschutzverein Pfotenhilfe berichtet, soll ein Hund eine Katzenmutter auf einem Hof totgebissen haben. Die drei rund drei Wochen alten Babys blieben damit unversorgt, der Landwirt wollte die Tiere offenbar sterben lassen.

Eine Frau griff ein und rettete den drei Katzenbabys das Leben. Sie brachte die kleinen Samtpfoten in eine Fressnapf-Filiale in Mattighofen und schilderte den Vorfall: Demnach soll der Hund des Bauern die Katzenmutter totgebissen haben. „Ohne menschliche Hilfe hätte das deren sicheren Tod bedeutet. Den Bauern interessierte das laut Aussage der Zeugin jedoch nicht, er hätte sie einfach sterben lassen“, teilt der Verein Pfotenhilfe am Donnerstag in einer Aussendung mit.

Katzenbabys in Tierschutzhof erstversorgt

Die hilflosen und hungernden Babys wurden auf dem schnellsten Weg zur Pfotenhilfe nach Lochen gebracht, wo sie erstversorgt wurden. Eine Katzenmutter, die sich derzeit auf dem Tierschutzhof befindet und sich um drei etwas gleichaltrige Babys kümmert, nahm die Waisen als Amme auf, bot Schutz und Wärme. „Die drei Babys konnten sich zumindest körperlich dadurch rasch erholen. Glück im Unglück also, abgesehen von den traumatischen Erlebnissen, die sie hinter sich haben müssen“, so die Pfotenhilfe.

Die geretteten Katzenbabys mit ihrer Amme und ihren Stiefschwestern./Pfotenhilfe/Sonja Müllner Die geretteten Katzenbabys mit ihrer Amme und ihren Stiefschwestern./Pfotenhilfe/Sonja Müllner ©

Pfotenhilfe übt Kritik an Bauern

Der Tierschutzverein übt aufgrund des aktuellen Falls auch einmal mehr harsche Kritik an den Bauern: “Immer noch ist vielen Bauern Tierleid vollkommen egal, besonders wenn es um Katzen geht. Gemäß der gesetzlichen Kastrationspflicht dürfte es diese Babys schon einmal gar nicht geben. Und wenn er sich schon nicht daran hält, sollte er sich wenigstens um das Wohl seiner Tiere kümmern. Weil aber Katzen nur als Mausefallen gelten, die keine Kosten verursachen dürfen – weder für Kastration noch Futter – wandern diese oft ab, verwildern und vermehren sich. Mit so einer Einstellung wird das Streunerkatzenproblem und das damit verbundene Leid durch todbringende, ansteckende Krankheiten nicht in den Griff zu bekommen sein“, sagt Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler.

Jedes Jahr 200 Streunerkatzen kastriert

Die Pfotenhilfe fängt und kastriert jedes Jahr rund 200 Streunerkatzen. “Die Bemühungen von Tierschutzorganisationen und der Länder, die deren Streunerkastrationsaktionen finanziell unterstützen, werden damit fahrlässig oder gar vorsätzlich bekämpft”, so Stadler abschließend.

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