Trainer Zidane versuchte Ronaldo zu Real-Verbleib zu bewegen

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Zidane will nicht auf seinen Superstar verzichten
Zidane will nicht auf seinen Superstar verzichten - © APA (AFP)
Real-Madrid-Trainer Zinedine Zidane hat aufgrund der offenen Zukunft seines Superstars Cristiano Ronaldo zum Hörer gegriffen. Der Franzose soll den Portugiesen per Telefon davon zu überzeugen versucht haben, trotz seiner Steueraffäre beim Club zu bleiben, berichtete die spanische Sportzeitung “Marca” am Sonntag.

Laut Angaben des Blattes unterbrach Zidane den Urlaub mit seiner Familie in Spanien, um Ronaldo, der mit Portugal am Sonntag sein erstes Spiel beim Confederations Cup in Russland gegen Mexiko absolvierte, zu erreichen. Die Botschaft, die er dem 32-Jährigen übermittelt haben soll: “Cris, wir brauchen dich.”

Zidane soll Ronaldo klargemacht haben, dass er sowohl mit seinem Kampfgeist als auch mit seinen Toren für Real unverzichtbar sei, und dass das Team noch viel erreichen könne. Die Madrilenen haben in der abgelaufenen Saison den spanischen Meistertitel sowie zum zweiten Mal in Folge die Champions League gewonnen.

Wegen der Ermittlung der spanischen Steuerbehörden, die ihm die Hinterziehung von rund 14,7 Millionen Euro vorwerfen, ist Ronaldo allerdings empört. Der Weltfußballer wolle Spanien trotz seines bis 2021 laufenden Vertrages bei Real, der ihm jährlich rund 50 Millionen Euro brutto einbringen soll, verlassen, berichtete die portugiesische Zeitung “A Bola” zuletzt.

Dafür gibt es zwei Lesarten: Entweder ist Ronaldo ernsthaft erzürnt und denkt tatsächlich über einen Wechsel zu Paris St. Germain oder Manchester United nach – von der italienischen “Gazzetta dello Sport” wurde wegen Ronaldos guten Kontakten zu Trainer Carlo Ancelotti sogar Bayern München ins Spiel gebracht. Oder er versucht mit seinem einflussreichen Berater Jorge Mendes den Druck auf Real zu erhöhen, ihn in der Steueraffäre noch mehr zu unterstützen.

Bei den “Königlichen” läuten jedenfalls schon die Alarmglocken. Neben Zidane soll auch Real-Kapitän Sergio Ramos bereits bei Ronaldo angerufen haben, um ihn zum Bleiben zu bewegen.

(APA/dpa/ag.)

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