Traumfinale Ferrer-Murray in Wien

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Murray macht kurzen Prozess
Murray macht kurzen Prozess
Sie sind erst knapp vor Turnierbeginn dank Wildcards verpflichtet worden, doch die beiden Topstars haben gehalten, was die Organisatoren sich erhofft hatten: Olympiasieger Andy Murray und der topgesetzte David Ferrer überstanden am Samstag in der Wiener Stadthalle auch die jeweils dritten Hürden und bestreiten so das Traum-Finale zum 40-Jahr-Jubiläum des Erste Bank Open.


Für beide geht es am Sonntag (14.00 Uhr) auch um wichtige zusätzliche 100 Punkte im Kampf um einen Startplatz beim ATP-World-Tour Finale in London. Aktuell hat Murray knapp die Nase vor Ferrer, gewinnt der Spanier, ist er wieder im Feld für das Saison-Finale. Die Entscheidung fällt allerdings erst in den nächsten zwei Wochen.

Murray hatte im ersten Spiel des Tages vor rund 7.500 Zuschauern zunächst den serbischen Qualifikanten Viktor Troicki recht sicher mit 6:4,6:3 besiegt. Doch Ferrer hatte gegen den als Nummer vier gesetzten Deutschen Philipp Kohlschreiber weit mehr zu kämpfen: Erst im Tiebreak des dritten Satzes fiel die Entscheidung zugunsten des Weltranglisten-Fünften, der erst nach 2:27 Stunden mit 6:3,2:6,7:6(3) als zweiter Finalist feststand.

“Ich habe sehr oft gegen David gespielt. Er ist ein sehr schwieriger Gegner und er ist seit langer Zeit an der Spitze des Sports. Er kämpft und schenkt dir keinen Punkt”, weiß Murray, der am Sonntag auf seinen insgesamt 30. Titel, den zweiten in diesem Jahr nach Shenzhen in China, hofft. “Es wäre nett, hier den 30. Titel zu holen. Ich weiß, wie hart es ist, Turniere zu gewinnen.”

Die Erleichterung, hier ebenfalls im Endspiel zu stehen, war Ferrer auch eine Stunde nach dem Matchball noch anzusehen. “Die Entscheidung ist vielleicht wirklich erst im Tiebreak gefallen. Er hat mehr Fehler in den wichtigen Momenten gemacht, aber es war sehr eng”, atmete Ferrer durch. Der Sieg war ihm freilich aus mehreren Gründen wichtig. “Ich bin glücklich. Es ist mein erstes Finale hier in Wien und ich kämpfe noch im Race um London. Natürlich möchte ich auch den Titel gewinnen.” Für Ferrer wäre es der 22. Siegerscheck, der zweite 2014 nach Buenos Aires.

Ferrer kennt Murray sehr gut. “Das wird ein sehr schwieriges Match, er ist ein ausgezeichneter Spieler. Ich muss wirklich sehr gut spielen und besser servieren, wenn ich gewinnen will. Wenn ich morgen verliere, dann liegt Andy vor mir”, weiß Ferrer.

Im Kampf um 250 ATP-Punkte und den Siegerscheck in Höhe von 94.500 Euro treffen Ferrer und Murray am Sonntag zum insgesamt 14. Mal aufeinander. Murray führt im Head-to-head knapp mit 7:6. Das bisher letzte Aufeinandertreffen hat Ferrer vor kurzem in Shanghai mit 2:6,6:1,6:2 gewonnen. “Das war im Freien, hier spielen wir in der Halle. Das hat gar nichts zu bedeuten”, erklärte Ferrer.

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