Treffen von Trump mit Romney bei Suche nach US-Außenminister

Akt.:
Romney im Vorraum der Macht
Romney im Vorraum der Macht - © APA (AFP)
Bei der Suche nach seinem zukünftigen Außenminister hat der designierte US-Präsident Donald Trump sich erneut mit dem früheren republikanischen Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney getroffen. Trump und Romney kamen am Dienstag zu einem Dinner im New Yorker Nobel-Restaurant Jean-Georges zusammen, an dem auch der von Trump als Stabschef ausgewählte Reince Priebus teilnahm.

Das Abendessen wurde als bisher deutlichstes Zeichen gewertet, dass Romney in Trumps Regierung das Außenamt übernehmen könnte.

Romney sprach nach dem Treffen von einem “wunderbaren Abend”. “Ich glaube, Sie werden sehen, dass Amerika die Welt auch in diesem Jahrhundert führen wird”, sagte Romney zu Reportern. Er habe “zunehmende Hoffnung”, dass Trump “genau der Mann ist, der uns in eine bessere Zukunft führen kann”.

Romney, ein Präsidentschaftskandidat des Jahres 2012, hatte im Wahlkampf die innerparteiliche Opposition gegen Trump organisiert und diesen als “Blender” und “Betrüger” bezeichnet. Er steht für das republikanische Parteiestablishment, gegen das viele Trump-Anhänger Vorbehalte haben.

Das Treffen in dem New Yorker Restaurant war die zweite Begegnung zwischen Trump und dem früheren Gouverneur von Massachusetts in zehn Tagen. Im Rennen für das Amt des Außenministers sind auch der frühere General und CIA-Chef David Petraeus, der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Senat, Bob Corker, und der frühere New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani.

Inzwischen hat der scheidende US-Präsident Barack Obama eine Bewerbung seiner Frau Michelle für das höchste Staatsamt ausgeschlossen. “Michelle wird sich niemals für das Amt bewerben”, sagte Barack Obama dem Magazin “Rolling Stone” für seine jüngste Ausgabe in einem Interview, das am Tag nach dem Bekanntwerden des Sieges des Republikaners Donald Trump bei der Präsidentenwahl vom 8. November geführt wurde.

Barack Obama lobte seine Frau in den höchsten Tönen. “Sie ist die begabteste Person, die ich kenne.” Michelle Obama löse bei der amerikanischen Bevölkerung eine “unglaubliche Resonanz” aus. Aber er müsse doch “im Scherz” hinzufügen, dass “sie zu sensibel ist, um in der Politik zu sein”.

Michelle Obama wird beim Verlassen des Weißen Hauses im Jänner 53 Jahre alt sein. Sie verzeichnet traumhafte Beliebtheitswerte, die weit über denen ihres Mannes liegen. In einer kürzlich veröffentlichten Gallup-Umfrage kam sie auf eine Zustimmungsrate von 79 Prozent.

(APA/ag.)

Leserreporter
Feedback


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen