Treibstoffpreise dürften heuer zu Ferienstart nicht anziehen

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Der Spritpreistrend für den Sommer: Billiger statt teurer
Der Spritpreistrend für den Sommer: Billiger statt teurer - © APA (dpa)
Die Sommerferien stehen vor der Tür. Der gelernte Autofahrer ist sich dann üblicherweise steigender Benzin- und Dieselpreise sicher. Doch die übliche Verteuerung des Sprits fällt heuer vielerorts aus. “An der Tankstelle sollte es zumindest nicht teurer werden, wenn nicht sogar billiger”, sagte Alexander Pögl von der internationalen Energieagentur am Wochenende im ORF-Radio Ö1.

Verbraucher in Österreich und weiteren Ländern Westeuropas profitieren derzeit von Preisrückgängen bei Benzin und anderen Ölprodukten. Im Mai wurden Super-Kraftstoff, Diesel und Heizöl laut Zahlen der Internationalen Energie-Agentur (IEA) wieder billiger. Zuvor waren sie seit Jahresbeginn im europäischen Schnitt etwas teurer geworden.

Schieferölförderung durchkreuzt Plan

“Wir sehen einfach mehr und mehr Angebot auf dem Markt. Das nicht nur für 2017, sondern auch für 2018 und der Markt fokussiert sich auch mehr und mehr für das Jahr 2018 und das, was OPEC getan hat vor gut einem Monat sieht man im Markt als nicht ausreichend an zurzeit”, so Pögl.

Die OPEC versucht mit einer geringeren Förderung die Preise in die Höhe zu treiben. Doch die intensive Schieferölförderung in den USA durchkreuzt diesen Plan. “Dadurch, dass sich die Preise in den letzten Jahren erholt haben auf 40, 50, 60 Dollar war das Grund genug quasi diesen wieder einen Kickstart zu geben für die Fracking-Industrie in den USA und wieder mehr zu produzieren und das ist auch das, womit sich die OPEC beschäftigen muss – alles das, was sie reduziert, wird sozusagen mit einem gewissen Zeitfenster von den USA wieder aufgefangen”, so Pögl. In den USA gebe es ein Konglomerat von vielen einzelnen Produzenten, die sich rein am Preis orientierten; etwa im Gegensatz zur OPEC auch ohne Länderinteressen agieren.

Schadensbegrenzung vorrangig

Für die OPEC gehe es derzeit vor allem um Schadensbegrenzung: “Es geht im Wesentlichen darum, den Markt nach unten zu stützen. Es geht nicht darum jetzt Ölpreise auf 60, 70 Dollar wieder zu bringen”, so der Fachmann.

Auch in europäischen Sommerferiendestinationen fielen zuletzt die Treibstoffpreise. So sank der Literpreis für Benzin im liebsten Urlaubsland der Österreicher, in Italien, in Italien um 0,5 Prozent. In Frankreich ging der Preis von April auf Mai um 1,5 und in Spanien um 1,7 Prozent zurück, berichtete die IEA. Diesel ließ sich ebenso preiswerter tanken: In Frankreich und Spanien nahmen die Kosten um 1,9 und in Italien um 0,9 Prozent ab.

(APA/dpa)

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