Trend zum Haus lässt in Salzburg Preise explodieren

Immer mehr Salzburg ziehen ein Haus einer Wohnung vor.
Immer mehr Salzburg ziehen ein Haus einer Wohnung vor. - © Bilderbox
Die starken Preissteigerungen der letzten Jahre am Immobilienmarkt gehören laut Internetplattform Immobilien.net der Vergangenheit an. Für Salzburg dürfen die Nachrichten aber nicht zu optimistisch interpretiert werden: Die Preisanstiege liegen in der Festspielstadt weiter über dem österreichischen Durchschnitt.

Der Immobilienmarkt ist zur Normalität zurückgekehrt. Die starken Preissteigerungen der letzten Jahre sind – bis auf Weiteres – Vergangenheit. Im 1. Halbjahr 2014 setzt sich die grundsätzliche Entwicklung des zweiten Halbjahres 2013 somit fort. “Während sich der Gesamtmarkt weiterhin stabil zeigt, sehen wir einige spannende Mikro-Trends im Eigentumsbereich, wie etwa der Trend zu Haus statt Wohnung”, so Patrick Schenner, Geschäftsführer von Immobilien.net. Die Trends lassen sich wie folgt zusammenfasse:

Trend 1: Neues Biedermeier, eigenes Haus

Während die Preisentwicklung sich insgesamt und österreichweit relativ stabil zeigte, wies die Preiskurve für Häuser im ersten Halbjahr in allen Bundesländern nach oben. Auch die gestiegene Nachfrage bestätigt diesen Trend zum “Eigenheim mit Eigendach” und zur Bereitschaft, mehr in ein eigenes Haus zu investieren. Spitzenreiter beim Preisanstieg für neuwertige Häuser ist Bundesland Salzburg mit einem durschnittlichen Plus von 11 Prozent vor Kärnten (+10 Prozent), dem Burgenland (+8 Prozent) und Oberösterreich (+6 Prozent). Der Preis für gebrauchte Einfamilienhäuser stieg vor allem in Tirol (+7 Prozent), aber auch in der Steiermark (+5 Prozent), wo allerdings noch ein relativ niedriges Preisniveau vorherrscht.

 

Immobilien.net./ImmoDex, 1. Halbjahr 2014 Immobilien.net./ImmoDex, 1. Halbjahr 2014 ©

Trend 2: Residenz im Alpenland

Der Trend zur Zweitresidenz im schönen Alpenland treibt die Preise in der Stadt Salzburg weiterhin nach oben. Die Preisanstiege liegen in der Festspielstadt weiter über dem österreichischen Durchschnitt. Neue Einfamilienhäuser zeigen ein Plus von 17 Prozent. Grundstücke, die in der Mozartstadt sehr rar gesät sind, brachten es gar auf ein Plus von 19 Prozent. Für den Nobelwintersportort Kitzbühel gilt selbiges. Gebrauchte Häuser verzeichneten dort in diesem Halbjahr einen Preisanstieg von 8 Prozent.

Interessantes Detail am Rande: Die Preise in Salzburg und Innsbruck liegen im Vergleich zu annähernd gleich großen deutschen (Kultur-)Städten wie Heidelberg sowohl bei Miete als auch bei Eigentum weitaus höher. Während Mieten in Heidelberg bei durchschnittlich 9,50 EUR/m2 liegen, bezahlt man in Salzburg 11 EUR/m2 und in Innsbruck sogar 12 EUR/m2. Bei Eigentumspreisen zeigt sich ein ähnliches Bild. Für eine Eigentumswohnung bezahlt man in Heidelberg im Durchschnitt 2.500 Euro je Quadratmeter, wohingegen man in Innsbruck (3.700 EUR/m2) und Salzburg (4.100 EUR/m2) deutlich tiefer in die Tasche greifen muss.

Trend 3: Mieten – Ruhe vor dem Sturm

Bei den Angebotspreisen von Mietwohnungen stagnieren die Mietpreise mehr oder weniger seit längerem, mit wenigen Ausnahmen. Österreichweit stiegen die Angebotspreise von gebrauchten Mietwohnungen im Beobachtungszeitraum um weniger als 2 Prozent, für neue Mietwohnungen um weniger als 1 Prozent – in beiden Fällen weicht die Entwicklung nicht wesentlich von der allgemeinen Inflation ab. Da einerseits die Eigentumspreise österreichweit in den letzten Jahren bis 2013 stark angestiegen sind, die Bautätigkeit andererseits noch immer gering ist und der Zuzug in die Städte weiter stark sein wird, erwartet die Immobilienplattform bei den Mieten einen Aufwärtstrend.

Trend 4: Landflucht geht weiter, Preise fallen

Die Abwanderung aus Grenzregionen und Regionen mit wenig Jobangebot setzt sich weiter fort, die Preisentwicklung spiegelt dies wider.

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