Trickbetrüger machen OÖ und Salzburg unsicher

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Die Polizei ist den Trickdiebinnen offenbar auf der Spur.
Die Polizei ist den Trickdiebinnen offenbar auf der Spur. - © APA/Gindl/Archiv
Die Masche ist immer gleich: Frauen bitten Passanten um Spenden und bedan­k­­en sich mit Umarmungen oder Küssen. Dabei ziehen sie ihren Opfern Geld oder Wertgegenstände aus der Tasche. Die Polizei ist nach Fällen in Oberösterreich und Salzburg dran.

Getarnt als Spendensammlerin für Taubstumme hat eine Trickbetrügerin am Mittwoch auf einem Parkplatz in Altmünster (Bez. Gmunden) zugeschlagen und einen 66-Jährigen um 250 Euro erleichtert. Ganz ähnlich erging es einem 76-Jährigen am Dienstag in Wels. Auch in mehreren Flachgauer Gemeinden gab es zuletzt ähnliche Vorfälle.
Eine junge Frau zeigte einem 66-Jährigen am Mittwoch gegen 11.30 Uhr auf dem Parkplatz hinter einer Bank in Altmünster eine Sammelliste von einem “Taubstummenverein”. Der Mann gab ihr einen Fünf-Euro-Schein. Die Sammlerin fordert ihn auf, sich in die Spendenliste einzutragen. Danach verstaute er seine Geldbörse wieder in der Jackentasche.

Frau zieht 66-Jährigen 250 Euro aus Tasche

Die Frau wollte sich bedanken und den Mann umarmen und küssen, dann verschwand sie schnell. Nach dem Mittagessen bemerkte das Opfer, dass ihm 250 Euro aus dem Portemonnaie fehlten und erstattete Anzeige.

Die Betrügerin sei laut Beschreibung etwa 20 Jahre alt, ca. 1,65 Meter groß mit kinnlangen, glatten schwarzen Haare und heller Hautfarbe. Sie wirkte gepflegt und sprach nicht, war dunkel und unauffällig gekleidet und trug die Sammelliste mit einem Karton bei sich. Die Polizei bat um Hinweise unter 059133 4101.

Wels: Nach Spende war die Brieftasche weg

Ähnlich ein Fall am Dienstag in Wels: Eine junge Frau ging gegen 12.45 Uhr auf dem Parkplatz eines Baumarkts auf einen 76-Jährigen zu und gab sich als taubstumm zu erkennen. Sie zeigte dem Pensionisten einen Zettel, “Bitte um Spende für den Taubstummenverein”. Er gab ihr einen Zehn-Euro-Schein, wollte aber nur fünf Euro spenden und erhielt Wechselgeld. Dann füllte er einen Zettel aus, dabei dürfte ihm die Frau die Geldbörse gestohlen haben. Sie wollte ihn zum Abschied auf den Mund küssen und ging weg. Als der Mann nach seinem Einkauf zahlen wollte, merkte er an der Kassa, dass die Brieftasche weg war. Die Frau beschrieb er als etwa 25 Jahre alte Ausländerin, ca. 1,60 Meter groß, bekleidet mit Jeans und schwarzer Winterjacke.

Trickdiebinnen in Salzburg aktiv

Mit ähnlichen Maschen gingen Frauen am Mittwoch in Henndorf und eine Woche zuvor in Elsbethen und Neumarkt (jeweils Flachgau) vor. Bei den Täterinnen handelte es sich jeweils um Frauen, die zunächst um eine Spende fragten. Nachdem sie diese erhalten hatten, bedankten sie sich mit Küssen oder Umarmungen. Dabei versuchten die Frauen Geldtaschen oder andere Wertgegenstände an sich zu nehmen. Die Täterbeschreibungen der Frauen, die im Flachgau zugeschlagen haben, ist ähnlich wie derjenigen aus Oberösterreich: Zwischen 20 und 25 Jahren alt, 1,60 bis 1,65 Meter groß, schwarze Haare.

Derzeit sei eine Gruppe von mehreren Personen verstärkt mit dieser Masche unterwegs, sagte Polizeisprecherin Eva Wenzl im Gespräch mit S24. “Wir sind dran”, meint Wenzl weiter, es gebe zahlreiche gute Hinweise. Ihr Tipp: “Vorsichtig sein, wenn sich nach einer Spende jemand überschwänglich bedankt.”

(APA/S24)

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