Trockenheit: “Sonnwendfeuern steht nichts im Wege”

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Die Sonnwendfeuer gehören in Salzburg zum Sommerbeginn dazu. (Archivbild)
Die Sonnwendfeuer gehören in Salzburg zum Sommerbeginn dazu. (Archivbild) - © Neumayr/MMV
Wenig Niederschlag, große Hitze: Im Mai und Juni hat die Trockenheit für erhöhte Waldbrandgefahr und Sorge bei den Landwirten gesorgt. Der Regen der letzten Tage hat dem Boden gut getan. Komplette Entwarnung kann nicht gegeben werden, doch den Sonnwendfeuern stehe nichts im Wege, heißt es auf S24-Anfrage aus dem Büro von Agrarlandesrat Josef Schwaiger (ÖVP).

Der 21. Juni ist nicht nur der längste Tag des Jahres, er markiert auch den Sommerbeginn. In Salzburg wird der Sommerbeginn traditionell mit zahlreichen Sonnwendfeiern begrüßt. Doch der fehlende Regen und die dadurch entstehende Trockenheit sorgen weiterhin für erhöhte Waldbrandgefahr.

Lage außerhalb der Wälder entschärft

Die Lage sei zwar außerhalb der Wälder entschärft, vor allem im Flachgau und in der Stadt sei die Gefahr aber weiterhin hoch. Hier gelte auch immer noch die Waldbrandverordnung, die das Land Anfang Juni ausgegeben hat, erklärt ein Mitarbeiter gegenüber SALZBURG24. Dasselbe gilt für die Stadt Salzburg.

Den Veranstaltern rät er, sich unbedingt mit den zuständigen Behörden, also der Bezirkshauptmannschaft oder dem Magistrat, abzusprechen sowie mit den örtlichen Feuerwehren. Erfahrungsgemäß seien Salzburgs Veranstalter aber sehr gut informiert und organisiert. Einen Strich durch die Rechnung könnte den Sonnwendfeier-Begeisterten also nur das Wetter machen.

Sonnwendfeuer in Salzburg

Sonnwendfeuer finden rund um den 21. Juni in ganz Salzburg statt. Am Wochenende zum Beispiel in Bergheim, Obertrum und Bischofshofen:

  • Sonnwendfeuer Bergheim, 22. Juni
  • Sonnwendfeuer Obertrum, 22. Juni
  • Sonnwendfeuer St. Wolfgang, 22. Juni
  • Sonnwendfeuer Anthering, 23. Juni
  • Sonnwend-Hoagascht in Eben, 23. Juni
  • Sommerfest mit Sonnwendschwimmen in Bischofshofen, 23. Juni
  • Sonnwendfest am Ritzensee in Saalfelden, 23. Juni

Mythos Sommersonnenwende

Die Zeit der Sommersonnenwende ist mit zahlreichen Bräuchen und Aberglauben verbunden. So sollen Johannisfeuer Unwetter vertreiben. Allen in dieser Zeit geernteten Pflanzen wird besondere Heilkraft zugesprochen, wie etwa dem Johanniskraut für Tee, Tinktur und Öl oder den grünen Walnüssen für den Magenschnaps. Außerdem sollen Johannis- oder Glühwürmchen den Verliebten Glück bringen.

Auch die Meteorologen beobachten diesen Zeitraum genau, denn zwischen Johannistag (24. Juni.), Siebenschläfer (27. Juni) und den “Wetterherren” Peter und Paul (29. Juni) soll sich das Azorenhoch deutlich aufbauen, damit in den folgenden sieben Wochen Europa einen stabilen heißen Sommer erlebt.

Sonnwendfeuer bereits im hohen Mittelalter

“Sonnwendfeuer” oder “Johannisfeuer” sind seit dem hohen Mittelalter nachzuweisen. Von 1456 stammt der älteste österreichische Beleg, der auch von einem Tanz um das Sonnwendfeuer und festlichem Umtrunk berichtet. In Salzburg hören wir erstmals 1534 von einem Johannisfeuer bei der späteren Kapitelschwemme. Herrscherhaus, Adel, Bürger und Bauern feierten damit ausgelassen den Beginn von Landleben und Erntezeit.

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