Trotz Null-Defizit im Landeshaushalt: Land Salzburg muss am Boden bleiben

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Finanzreferent Christian Stöckl rudert zurück.
Finanzreferent Christian Stöckl rudert zurück. - © APA
Vergangene Woche rühmte sich Finanzreferent Christian Stöckl mit dem ausgeglichenen Budget, dass für 2015 angekündigt wurde. Nun rudert er zurück und mahnt, dass noch ein langer Weg ansteht. Rund zwei Milliarden Schulden sind zu begleichen, alleine die Zinsen kosten jährlich 60 Millionen.

“Trotz des ausgeglichenen Budgets 2015 müssen wir auf dem Boden der Realität bleiben. Zu glauben, dass die finanzielle Lage des Landes Salzburg nicht mehr angespannt ist, ist ein Trugschluss. Es ist eine große Leistung der gesamten Regierung und das Ergebnis intensiver Arbeit, dass für das kommende Jahr ein ausgeglichenes Budget ohne Neuverschuldung vorgelegt werden kann. Das ist aber erst der Beginn eines langen Weges, der mit enormer Ausdauer und eiserner Disziplin fortgesetzt werden muss”, betonte heute, Mittwoch, 22. Oktober, Finanzreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Dr. Christian Stöckl.

Landeshaushalt: 60 Mille für Zinsen

“Es ist das erklärte Ziel, auch in den kommenden Jahren ein Budget auf die Beine zu stellen, das ohne neue Verschuldung auskommt. Parallel dazu müssen die endfälligen Kredite getilgt (allein 600 Millionen Euro in dieser Funktionsperiode bis 2018) und der erdrückende Schuldenberg, der Ende 2013 bei 2,2 Milliarden Euro lag, abgebaut werden. Wie schwer die Last der hohen Verschuldung wiegt, zeigt die Tatsache, dass jährlich mehr als 60 Millionen Euro für Zinszahlungen (ohne Tilgung) aufgebracht werden müssen. Das sind um einige Millionen Euro mehr, als das Land in einem Jahr für die gesamte Kinderbetreuung benötigt”, erläuterte Stöckl.

„Dauert noch Jahre“

“Es wird noch viele Jahre dauern, bis die Landesfinanzen als gesund bezeichnet werden können. Entscheidend war, dass wir den Konsolidierungskurs möglichst rasch eingeschlagen haben, und entscheidend ist, dass wir konsequent bleiben. Um in Zukunft eine freie Budgetspitze zu erwirtschaften und dem Land einen wünschenswerten finanziellen Handlungsspielraum zu ermöglichen, müssen wir noch viele Jahre alles daransetzen, die Ausgaben möglichst zu drosseln und die Schulden zu reduzieren”, so der Finanzreferent abschließend.

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