Grünes Licht der TUI für Ferienflieger mit Niki

Akt.:
Flugzeuge von Tuifly und Air Berlin in Hannover
Flugzeuge von Tuifly und Air Berlin in Hannover - © APA (dpa)
Die geplante Ferienfluggesellschaft aus TUIfly und Niki hat vom Aufsichtsrat der TUI grünes Licht bekommen. Damit kommt das Gemeinschaftsunternehmen von TUI und Air-Berlin-Großaktionär Etihad einen Schritt weiter. An dem neuen Airline-Verbund mit Sitz in Wien sollen TUI und Etihad jeweils ein Viertel der Anteile und eine österreichische Stiftung die Mehrheit halten.

Etihad wolle dafür Teile der Touristenstrecken von Air Berlin und der österreichischen Fluglinie Niki einbringen. Der Abschluss der Verhandlungen werde in den kommenden Wochen erwartet. Ein großer Stolperstein dabei sind aus Sicht des Managements die TUIfly-Mitarbeiter. Die hatten sich nach Bekanntwerden des Vorhabens im Oktober scharenweise krankgemeldet.

An dem neuen Airline-Verbund sollen TUI und Etihad jeweils ein Viertel der Anteile und eine österreichische Stiftung die Mehrheit halten. Der Sitz wird in Wien sein. Das Konstrukt wird favorisiert, da die neue Firma nach EU-Gesetzen mehrheitlich in europäischer Hand liegen muss. Ansonsten droht der Verlust der Flugrechte. Der neue Verbund soll insgesamt gut 60 Flugzeuge stark werden, 20 von der Air-Berlin-Tochter Niki und 40 von TUIfly.

Air Berlin stellte im Herbst einen radikalen Konzernumbau vor und kündigte an, die Touristiksparte in einen eigenständigen Bereich zu verlagern und “strategische Optionen” dafür auszuloten. Die nach der Lufthansa zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft will mit einer Halbierung der Flotte und dem Abbau von 1.200 der 8.600 Arbeitsplätze mittelfristig wieder Gewinn machen. Etihad hält knapp 30 Prozent an den Berlinern.

(APA/dpa)

Leserreporter
Feedback


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen