Über 650 junge Salzburger leisten “72 Stunden ohne Kompromiss”

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Im Flüchtlingshaus Mülln wurde aufgekocht.
Im Flüchtlingshaus Mülln wurde aufgekocht. - © Katholische Jugend der Erzdiözese Salzburg
Vielfalt leben, Ärmel hochkrempeln, sich für andere einsetzen: Über 650 Jugendliche waren vergangene Woche im Bundesland Salzburg bei der Aktion “72 Stunden ohne Kompromiss” Botschafter von Solidarität und Nächstenliebe. Auch in der Stadt Salzburg wurden 13 Projekte verwirklicht.

Mit dem achten Durchgang von Österreichs größter Jugendsozialaktion von 19. Bis 22. Oktober, organisiert von der Katholischen Jugend in Zusammenarbeit mit youngCaritas und Hitradio Ö3, bewiesen junge Menschen einmal mehr, dass soziales Engagement Spaß macht, sie gemeinsam Großartiges bewegen, kompromisslos anpacken und ein Stück Realität verändern können.

Schalt dich ein! – in der Stadt Salzburg

In der Stadt Salzburg folgte man dem Sprichwort „Beim Essen keman‘d Leut‘ zam“. Im Flüchtlingshaus Mülln kochten Jugendliche gemeinsam mit Flüchtlingsfamilien syrische und österreichische Spezialitäten. “Es war faszinierend die Familien und ihre Lebensgeschichten kennenzulernen”, schildert Teilnehmerin Jesika.

Ein paar hundert Meter weiter flochten Schüler des Privatgymnasiums der Herz Jesu Missionare im Jugendzentrum YoCo unter der Anleitung von Armutsmigranten Weidenkörbe, die sie am Samstag am Salzburger Grünmarkt verkauften. “Die Schüler und die Notreisenden schafften es ohne gemeinsamer Sprache zusammenzuarbeiten und etwas zu erschaffen. Das hat mich wirklich erstaunt”, freut sich Raim Schobesberger, Obmann des Verein Phurdo.

Vielfalt leben

Mit dem diesjährigen Aktionsschwerpunkt “Vielfalt leben” setzte “72 Stunden ohne Kompromiss” ein starkes Zeichen für eine Kultur des gemeinsamen Verschiedenseins. So erarbeiteten Jugendliche gemeinsam mit den “Rollatoren”, einem Chor bestehend aus Seniorenheimbewohner/innen, das Musikstück “Der Weg zu meinem Dirndl ist stoanig” und drehten dazu einen Videoclip. In Elixhausen (Flachgau) arbeiteten “72 Stunden ohne Kompromiss”-Teilnehmer und Flüchtlinge, die derzeit im Ort leben, bei einem Fotoprojekt zusammen. Das Ergebnis waren nicht nur tolle Fotos, sondern auch gemeinsame Lernerfahrungen.

Jugendliche am Wort

Nicht nur die Organisatoren zeigten sich von der großartigen Leistung der Jugendlichen begeistert. Die jungen Helfer selbst hatten großen Spaß mit ihren Projekten: “De Leit sand voi dabei!”, freute sich etwa Theresa, die in Saalfelden (Pinzgau) Kleiderspenden sammelte. “Es ist super und es fühlt sich gut an, anderen Menschen zu helfen”, sagte auch Lara von der BAKIP Bischofshofen (Pongau), die bunte Betttaschen für die Stockbetten der Caritas Notschlafstelle Haus Franziskus nähte.

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