Überfälle auf Taxler und Tankstelle in Salzburg: Fünf Schuldsprüche

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Es wurden fünf Schuldsprüche gefällt.
Es wurden fünf Schuldsprüche gefällt. - © APA/Barbara Gindl/Archiv
Am Landesgericht Salzburg sind am Freitagnachmittag fünf Burschen im Alter von 16 bis 19 Jahren wegen eines bewaffneten Tankstellenraubes, zweier Überfälle auf Taxilenker, Freiheitsentziehung und diverser Kleindelikte in unterschiedlicher Zusammensetzung zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Die Urteile sind noch nichts rechtskräftig.


Zwei der Angeklagten hatten einen besonders aufsehenerregenden Überfall verübt. Die beiden hatten zuvor zu zweit eine Kiste Bier getrunken. Danach riefen sie sich ein Taxi, bedrohten den Lenker mit einer Softgun-Pistole, versetzten ihm einen Faustschlag und raubten ihm mehrere 100 Euro. Danach zwangen sie den Mann in den Kofferraum und fuhren trotz der Alkoholisierung bis nach Bischofshofen (Pongau), wo sie ihr Opfer eine Stunde später aus dem Fahrzeug warfen.

Alle Beteiligten legten Geständnisse ab

Der jüngere der beiden Täter – ein zum Tatzeitpunkt 17-jähriger Bosnier – plante mit den drei anderen außerdem einen Tankstellenüberfall, das Quartett setzte aber das Vorhaben wegen der Polizeipräsenz in der Nähe des gewählten Tatortes nicht um. Tags darauf raubten sie dann aber einen Taxilenker aus und in der folgenden Nacht überfielen sie eine Tankstelle in Neumarkt (Flachgau). Alle fünf legten im Verfahren Geständnisse ab. Sie haben den entstandenen Schadens teilweise wieder gut gemacht und ihren Opfern Schmerzensgeld überwiesen.

Bis zu fünf Jahre Haft

Die höchsten Strafen fassten heute die beiden Täter der “Spritztour” mit dem Taxler im Kofferraum aus: Der Ältere wurde zu fünf Jahren Haft unbedingt verurteilt. Er meldete Rechtsmittel dagegen an. Sein bosnischer Komplize erhielt vier Jahre unbedingt. Der Bursch gab keine Erklärung ab. Die drei anderen wurden zu jeweils 30 Monaten teilbedingter Haft verurteilt, wobei der unbedingte Teil der Strafen sechs bis zehn Monate beträgt. Da die Staatsanwaltschaft keine Erklärung abgab, ist keiner der fünf Urteilssprüche rechtskräftig.

(APA)

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