Überraschungsteam St. Pölten will Salzburg “Punkt wegnehmen”

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Dietmar Kühbauer tritt am Samstag gegen den Ligakrösus an
Dietmar Kühbauer tritt am Samstag gegen den Ligakrösus an - © APA
Als Tabellenzweiter ist der SKN St. Pölten das Überraschungsteam der bisherigen Fußball-Bundesligasaison. Am Samstag (17.00 Uhr) wird in der 7. Bundesligarunde im Heimspiel gegen Salzburg die Reifeprüfung abgelegt. Außerdem ist Vizemeister Sturm Graz nach bisher vier sieglosen Partien zu Gast bei der Admira. Zwischen den Tabellenletzten Altach und Hartberg kommt es zum “Kellerduell”.

Als Tabellenzweiter ist der SKN St. Pölten das Überraschungsteam der bisherigen Fußball-Bundesligasaison. Erfolgstrainer Dietmar Kühbauer stapelte vor dem Duell mit dem “über allen stehenden” Ligakrösus erwartungsgemäß tief. Die in der Liga noch makellosen Salzburger wollen dem Gegner “das Momentum nehmen”.

Kühbauer will den Zuschauern im Heimspiel auch gegen Salzburg aber keine Abwehrschlacht aufbürden. “Du bist sowieso verloren, wenn du gegen Salzburg nur auf Defensive spielst. Salzburg ist so gut, dass sie immer Chancen vorfinden werden. Entscheidend wird sein, dass wir die Bälle, die wir kriegen, mutig nach vorne spielen.”

Nur vier Punkte trennen die beiden Teams derzeit. Die guten Ergebnisse haben auch bei Salzburg-Trainer Marco Rose Eindruck hinterlassen. “Die derzeitige Tabellensituation hat eindeutig Aussagekraft. Das ist eine Mannschaft, die ihr System gefunden hat, die stabil verteidigt und nach vorne Akzente setzt”, sagte der deutsche Erfolgstrainer. Sein Credo: “Sie haben in den Spielen auch das Momentum auf ihre Seite gebracht. Wir wollen ihnen das Momentum nehmen und unsere Serie ausbauen.”

Bei Sturm Graz ist in der Ligapause einigermaßen Ruhe eingekehrt. Klappt der Kaltstart des Vizemeisters bei der Admira nicht, könnten Unruhe und Unsicherheit aber bald wieder Alltag sein. Nach zuletzt vier sieglosen Ligapartien zählt für den Vizemeister nur ein Sieg. Die Südstädter wähnen sich aber trotz erst vier Punkten im Aufwärtstrend.

In “zwei qualitativ hochwertigen Trainingswochen” will der deutsche Trainer Heiko Vogel nun Automatismen verinnerlicht haben, mit denen es für seine sechstplatzierte Truppe endlich wieder zu einem Sieg reichen soll. Er hat immerhin die jüngere Bilanz auf seiner Seite. Die Grazer haben drei der vier Saisonduelle im Vorjahr gewonnen, das bisher letzte in der Südstadt endete mit einem spektakulären 4:2. Allerdings weilen von den neun Sturm-Torschützen des Vorjahres, die 13 Mal trafen, nur noch Peter Zulj und Fabian Koch beim Club.

Wie Vogel fehlten Admira-Trainer Ernst Baumeister in der Pause zahlreiche Teamspieler. “Taktisch konnten wir nichts machen”, gestand der Admira-Coach. Die 1:3-Niederlage in Salzburg vor der Länderspielpause hat ihm aber Zuversicht gegeben. “Es wird immer besser. Wir haben bereits sehr gute Phasen, nur sind sie sehr kurz. Wir arbeiten daran, konstanter zu werden.”

Gegen die Steirer fordert der 61-Jährige einen selbstbewussten Auftritt ein. “Wir müssen uns noch mehr zutrauen. Ähnlich wie gegen Red Bull, da haben wir eine Stunde lang taktisch sehr gut verteidigt und dann frech nach vorne gespielt. Da haben wir sie in Bedrängnis gemacht. Diesen Mut müssen wir auch gegen Sturm zeigen.”

Wenn im Kellerduell der Runde am Samstag der Tabellenletzte Altach beim Vorletzten in Hartberg gastiert, hilft beiden Teams für den ersehnten Befreiungsschlag nur ein voller Erfolg. Nach sechs Runden haben die Nachzügler gemeinsam erst magere fünf Zähler auf dem Konto.

Hartberg-Trainer Markus Schopp sieht die Altacher vom “Potenzial her” klar besser als es ihr Tabellenrang ausdrückt. “Mit Altach kommt eine Mannschaft, die in Bezug auf Kaderdichte und Stärke kein typischer Letzter ist”, erklärte Schopp. “Wir wissen aber, wo sie ihre Themen haben, werden versuchen ihnen in ihrer Spielidee wehzutun.”

Die noch auf den ersten Saisonsieg wartenden Altacher wollen sich in Hartberg nicht verstecken. So gibt es Trainer Werner Grabherr vor, der Hartberg ebenfalls angriffig erwartet. “Wir werden in der 7. Runde mit Sicherheit kein Schachspiel sehen.” Mit Philipp Netzer, Emanuel Schreiner, Samuel Oum Gouet und dem erkrankten Jan Zwischenbrugger fehlen Grabherr wichtige Defensivstützen. Vorne fällt Joshua Gatt nach einem Trainingszusammenstoß mit dem Torhüter aus. Der gegen Ende der Transferperiode geholte Stürmer Brian Mwila könnte hingegen als Joker zu seinem Bundesliga-Debüt kommen.

(APA)

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