Ukrainischer Separatistenführer Gubarew verletzt

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Gubarew (Mitte) wurde nach Russland gebracht
Gubarew (Mitte) wurde nach Russland gebracht
Der ostukrainische Separatistenführer Pawel Gubarew ist nach Rebellenangaben bei einem Angriff auf sein Auto schwer verletzt worden. Wie ein Vertreter der selbst ernannten “Volksrepublik Donezk” am Montag berichtete, verunglückte Gubarew nach Schüssen auf seinen Wagen. Die ukrainische Regierung hat unterdessen Hinweise für einen Teilabzug russischer Soldaten aus dem Grenzgebiet.


Der Angriff auf Separatistenführer Gubarew geschah offenbar in der Ortschaft Snischne östlich von Donezk. Gubarew habe eine Gehirnerschütterung erlitten und sei bewusstlos in ein Krankenhaus ins russische Rostow am Don gebracht worden, hieß es. Gubarew zählte zu Beginn des Aufstands der Separatisten in der Ostukraine zu den wichtigsten Führungsfiguren. Er bezeichnete sich im Frühjahr als “Gouverneur” der “Volksrepublik Donezk”. Im März wurde er von den ukrainischen Sicherheitskräften festgenommen, im Mai im Zuge eines Gefangenenaustauschs wieder freigelassen. Im Vergleich zu anderen Separatistenführern büßte Gubarew seither an politischem Gewicht ein.

Die ukrainische Regierung hat unterdessen Hinweise für einen Teilabzug russischer Soldaten aus dem Grenzgebiet. Einige Truppenteile befänden sich offenbar auf dem Weg zurück in ihre Kasernen, sagte Andrej Lyssenko vom Sicherheitsrat am Montag in Kiew. Allerdings gebe es auch deutliche Anzeichen dafür, dass über die Grenze weiterhin russische Hilfe für die moskautreuen Separatisten in der Ostukraine durchsickere. “Die Lieferungen sind aber nicht mehr so umfangreich wie früher”, sagte Lyssenko. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte den Abzug von etwa 17.600 russischer Soldaten befohlen.

Nach Moskaus Abzugsbefehl haben auch die Separatisten in der Unruheregion Signale der Entspannung gesendet. Die Aufständischen würden einer möglichen deutsch-französischen Beobachtermission in dem Konfliktgebiet grundsätzlich zustimmen, sagte einer der Anführer, Andrej Purgin, am Montag in Donezk. Die militanten Gruppen erlaubten zudem ukrainischen Helfern den Zugang zum Trümmerfeld des malaysischen Flugzeugs, das im Juli in der Ostukraine abgestürzt war.

Der bisherige Chef der ukrainischen Nationalgarde, Stepan Poltorak, soll derweil neuer Verteidigungsminister des Landes werden. Einen Tag nach der Entlassung des bisherigen Verteidigungsministers Waleri Geletej nominierte Präsident Petro Poroschenko den 49-Jährigen als dessen Nachfolger, wie das Präsidialamt in Kiew am Montag mitteilte. Das Parlament soll am Dienstag über die Personalie abstimmen.

Geletej war schon der dritte Verteidigungsminister in diesem Jahr, der vom Staatschef entlassen wurde. Anfang September war eine Waffenruhe im Osten der Ukraine vereinbart worden, doch gibt es weiterhin praktisch täglich Kämpfe zwischen den Regierungstruppen und prorussischen Separatisten.

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