8. Februar 2012 10:53; Akt.: 8.02.2012 11:09

Umweltschutz wird Vorrang eingeräumt

Klimaschutzpreis 2012 - Kategorie "Gemeinden" Klimaschutzpreis 2012 - Kategorie "Gemeinden" - © bilderbox.at-Symbolbild
Klimaschutzpreis 2012 – Kategorie “Gemeinden”: Vorarlbergs Gemeinden geben die Richtung vor: Klimafreundliche Mobilität hat Vorrang.

Startschuss für den VN-Klimaschutzpreis 2012: Bereits zum dritten Mal rücken die VN Projekte engagierter Leser vor den Vorhang. In fünf Kategorien werden Klimaschutz-Ideen mit Vorbildwirkung gesucht. Bewerben können Sie sich bereits heute für den VN-Klimaschutzpreis 2012.

Nachhaltigkeit, Ökologie und heimische Wertschöpfung: Unter anderem die 96 Vorarlberger Gemeinden sind Träger des per einstimmigem Landtagsbeschluss festgelegten Ziels der Energieautonomie 2050. Dass zahlreiche Kommunen diesen Auftrag ernst nehmen, beweisen die Sieger des VN-Klimaschutzpreises 2008 und 2010.

So rückte etwa die kleine Walser Gemeinde St. Gerold in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Mit dem ersten viergeschossigen Solitär in Holzelementbauweise im Land wurde in der traditionsgeprägten Landschaft des Biosphärenparks Großes Walsertal ein mutiger Kontrapunkt gesetzt. Das zwei Millionen Euro teure Gemeindezentrum, in dem neben der Gemeindeverwaltung auch der Kindergarten, eine Kinderspielgruppe, der Dorfladen und ein Mehrzweckraum Platz gefunden haben, vereinigt auf prägnante Art Funktionalität, moderne architektonische Gestaltung und innovatives Energiekonzept. Für Bürgermeister Bruno Summer ist der Bau, mit dem „neue ökologische und energieeffiziente Maßstäbe gesetzt wurden“, eine nachhaltige Investition in die Zukunft der Gemeinde. Die Jury des Klimaschutzpreis 2008 wurde jedenfalls überzeugt: „Ein Projekt, das alle Aspekte des ökologischen Baus umfasst“, hieß es in der Begründung.

Mobilität ohne Emissionen

Klimafreundliche Mobilität hat man sich indes am Bahnhof Dornbirn auf die Fahnen geheftet. Neben den Verbesserungen im Bereich der öffentlichen Verkehrsmittel war die fahrradfreundliche Gestaltung des Bahnhofsareals ein zentrales Element des Projekts „Mobilitätsdrehscheibe“. In Zusammenarbeit mit der Stadt, den ÖBB und dem Land wurde ein fahrradfreundliches Gelände realisiert.

Für die Verknüpfung der öffentlichen Verkehrsmittel mit dem Fahrrad war es notwendig, die Abstellplätze für die Zweiräder am Bahnhof attraktiver zu gestalten. Zum einen wurde die Zahl der Abstellmöglichkeiten deutlich erhöht und zum anderen bleiben die Räder unter dem Dach des Fahrradparkhauses trocken. Auf zwei Ebenen ist Platz für insgesamt 450 Fahrräder. Die obere Ebene ist frei zugänglich. Um die abgestellten Räder vor Vandalenakten und Diebstählen zu schützen, wird das „Fahrradparkhaus“ darüber hinaus Tag und Nacht videoüberwacht. Die untere Ebene bietet einen höheren Sicherheitsstandard – kostet jedoch Geld. Die Boxen sind für ein Jahr oder monatsweise zu mieten.

Für Jury-Mitglied Christian Rankl ist der Weg der Verkehrskonzeption der Stadt Dornbirn beginnend mit der Einrichtung des Stadtbussystems in den 1990er-Jahren richtungsweisend. Es sei naheliegend, aber nicht selbstverständlich, bei der Neugestaltung des Bahnhofs dem Fahrradverkehr und den Füßgängern besonderes Augenmerk zu schenken.

Ihr Beitrag ist gefragt

Mit dem e5-Programm für energieeffiziente Gemeinden leisten Vorarlbergs Kommunen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Zukunftsstrategien werden erarbeitet, konkrete Aktivitäten geplant. Wenn auch Sie mit Ihrer Gemeinde richtungsweisende Projekte zur Reduzierung von CO2-Emissionen bzw. zur Effizienzsteigerung unternommen haben: Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.

Preis:

Die Sieger-Gemeinde erhält für ihr Engagement in Sachen Klimaschutz eine Auszeichnung.

 

VN


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