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Uni-Protest: Rund 1.000 Studierende protestierten in Salzburg

Uni-Protest: Rund 1.000 Studierende protestierten in Salzburg
So volle Hörsäle hat die Universität Salzburg selten gesehen: Am Dienstagabend nahmen mehr als 1.000 Studierende an der Vollversammlung der Universität im Audi Max der Naturwissenschaftlichen Fakultät teil.

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Wegen Platzmangels wurde die Veranstaltung in zwei weitere Hörsäle übertragen. Rektorat und Studierende forderten die Lösung der finanziellen Probleme der Universitäten, eine Rücknahme der angekündigten Sparmaßnahmen sowie Investitionen in die Bildungslandschaft.

Zuvor waren nach einer gemeinsamen Demonstration mit der Universität Mozarteum Protestzüge von Studierenden und Lehrenden durch die Innenstadt zu den jeweiligen Vollversammlungen ihrer Universitäten marschiert, um gegen die angekündigten Budgetkürzungen aufzutreten. Laut Polizei haben mehr als 1.000 Menschen an den Protestmärschen teilgenommen, nach Angaben der Studierendenvertreter waren allein bei der Vollversammlung der Universität Salzburg 1.400 Personen. "Bildung kostet Geld, aber Dummheit kostet die Zukunft", "Geld für Bildung statt für Banken" oder "Bildungspolitischer Karlschlag" war auf den Transparenten der Demonstranten zu lesen.

Rektoren protestierten gemeinsam mit Studierenden

"Ohne Bildung hat ein Land keine Zukunft", warnte der Rektor der Universität Salzburg, Heinrich Schmidinger, in seiner Ansprache. Man trete gegen die Untätigkeit der Bundesregierung auf, die derzeit nicht fähig zu sein scheine, die Probleme der Universitäten zu erkennen. Es gehe nicht mehr nur um periphere Sparmaßnahmen, sondern um die Existenz der Universitäten, sagte Schmidinger, der sofortige Gespräche mit der Bundesregierung forderte.

Auch der Rektor der Universität Mozarteum, Reinhart von Gutzeit, schloss sich den Protesten an. Zehn Prozent weniger Budget würden auch an der Universität Mozarteum einen empfindlichen Abbau von Angeboten bedeuten. Es sei "purer Zynismus", dass die Regierung den Universitäten erst Ende November einen Gesprächstermin angeboten habe. "Wir erwarten uns Gespräche über die Bildungspolitik jetzt und nicht später", sagte Gutzeit.

Die Vollversammlungen seien ein Schritt in die Redemokratisierung der Universitäten, meinte Tatjana Markl vom Vorsitzendenteam der Salzburger Hochschülerschaft. "Die Universitäten dürfen nicht kaputt gespart werden", forderte auch die Vertreterin der Studierenden mehr Mittel für die Universitäten.



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