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Unruhe in Afghanistan nach Koran-Verbrennung

Die afghanischen Taliban nutzen die Empörung über die Verbrennung von Koran-Schriften, um die Afghanen zu Gewaltakten gegen die ausländischen Truppen aufzustacheln. Am Donnerstag erschoss ein afghanischer Soldat zwei NATO-Soldaten auf einem US-Stützpunkt in der östlichen Provinz Nangarhar. Die internationalen Truppen rechnen nun mit einer weiteren Eskalation der Proteste.

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US-Präsident Obama bat seinen afghanischen Kollegen Präsident Karzai um Entschuldigung. Der Zwischenfall sei ein unabsichtliches Fehlverhalten gewesen. Karzai sagte dazu, aus seiner Sicht habe der verantwortliche Offizier ignorant und mit wenig Verständnis für die Bedeutung des Korans gehandelt.

Die radikal-islamischen Taliban riefen ihre Landsleute und besonders Soldaten und Polizisten auf, sich gegen die NATO-Truppen und alle westlichen Ausländer zu erheben. Die Afghanen sollten die Ausländer töten, schlagen oder gefangen nehmen, um ihnen eine Lektion zu erteilen, damit sie nie wieder den Koran schändeten, heißt es in einer im Internet verbreiteten Erklärung der Taliban.

Die Protestaktionen hielten auch am Donnerstag an. In Kabul warf eine kleine Gruppe von etwa 500 Demonstranten dabei mit Steinen und Stöcken. Polizisten und in Zivil gekleidete Sicherheitskräfte trieben sie auseinander, indem sie dicht über ihre Köpfe hinwegschossen. In der Provinz Farjab an der Grenze zu Turkmenistan demonstrierten rund 400 Menschen vor einem von Norwegen geführten Militärstützpunkt. Sie warfen mit Steinen und setzten Autos in Brand. In der östlichen Provinz Kapisa richteten sich die Proteste gegen eine französische Militärbasis.

Die ISAF-Truppen rechnen allerdings mit einer weiteren Eskalation der Proteste. "Wir bereiten uns auf einen heißen Freitag vor", sagte nach Angaben von "Spiegel Online" am Donnerstag ein Offizier in Kabul. Internationale Diplomaten befürchten inzwischen einen regelrechten Flächenbrand.



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