Unterkofler wechselt zur ÖVP: So reagieren NEOS und FPÖ

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Aus Postenfrust soll Unterkofler zur ÖVP gewechselt sein, sind sich die NEOS sicher.
Aus Postenfrust soll Unterkofler zur ÖVP gewechselt sein, sind sich die NEOS sicher. - © Neumayr/Archiv
„Postenfrust“ soll der Grund des Wechsels von Barbara Unterkofler von den NEOS zur ÖVP sein. Das zumindest sagen die Pinken in einer ersten Stellungnahme. Was sagen die anderen Parteien? Die ersten Reaktionen.

NEOS glauben, dass ihre ehemalige Salzburger Stadträtin Barbara Unterkofler aus Postenfrust zur ÖVP wechselt: “Dass sich jemand aus Enttäuschung, in der Landesregierung kein Amt erhalten zu haben, umgehend von einem anderen Posten bei der ÖVP locken lässt, ist schon sehr bemerkenswert”, erklärte Generalsekretär Nick Donig in einer Aussendung.

Dass es unter der neuen Vorsitzenden Beate Meinl-Reisinger einen Kurswechsel gegeben hat, bestritt Donig. Konsequente Kontrolle und konstruktive Arbeit für vernünftige Sachlösungen sei unverändert die Linie der NEOS. Der Generalsekretär vermutet, dass der fliegende Wechsel zur ÖVP bereits seit Wochen hinter den Kulissen vorbereitet worden sei. Solche Aktionen würden die Glaubwürdigkeit der Politik untergraben.

Der Salzburger Nationalratsabgeordnete Sepp Schellhorn (NEOS) kommentierte den Abgang seiner Parteikollegin auf Twitter.

Unterkofler ist bisher der prominenteste Abgang der NEOS. Ebenfalls den Weg zur ÖVP angetreten hatte in der vergangenen Legislaturperiode der Nationalratsabgeordnete Christoph Vavrik, der bei den NEOS nach homophoben Aussagen unerwünscht war.

SPÖ: Auswirkungen auf Koalition im Land?

Salzburgs SPÖ-Obmann Walter Steidl bezeichnet den Wechsel als unerfreulichen Akt: “Wenn Wilfried Haslauer dem zugestimmt hat, dann zeigt sich einmal mehr der Machtrausch der ÖVP. Haslauer riskiert damit eine Koalitionskrise auf Landesebene, nur um den eigenen Machtbereich in der Stadt Salzburg auszubauen. Diese Koalition der Mitte, wie sie von der ÖVP genannt wurde, ist bereits nach weniger als drei Monaten in einer schweren Vertrauenskrise.”

Das sagt die FPÖ zu Unterkofler

Verwundert zeigte sich auch die Salzburger FPÖ zum Wechsel Unterkoflers: “Es ist offensichtlich Transferzeit im Salzburger Gemeinderat. Die ÖVP dürfte eine dünne Personaldecke haben. Die Schwarzen werfen ihre letzten politischen Grundsätze damit über Bord. Bei der ehemaligen Wirtschaftspartei spielen politische Werte längst keine Rolle mehr. Da fischt man auch schon gerne in linken und liberalen Gewässern. Inhalte und Weltanschauung werden dabei zur Nebensache. Die ÖVP verkommt zunehmend zu einer liberalen Beliebigkeitspartei“, kritisiert Klubobmann Reindl.

“Zuerst verlässt Strolz das sinkende pinke Boot in der Bundeshauptstadt, dann setzt sich Scheinkapitän Schellhorn im Rettungsboot von Salzburg in Richtung Wien ab und nun heuert Unterkofler am schwarzen Piratenschiff an. Die NEOS sind im Begriff unterzugehen. Der Wechsel ist schwer nachvollziehbar, da gerade der ÖVP-Klub mehrmals untergriffig gegen die Baustadträtin agierte. Interessant wäre zu wissen, was die Volkspartei ihrem neuen Mitglied Unterkofler alles versprochen oder angeboten hat.”

Auch Marlene Svazek kommentierte auf Facebook:

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