Unternehmen bremsen bei F&E-Ausgaben

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Volkswagen mit den höchsten Forschungsausgaben
Volkswagen mit den höchsten Forschungsausgaben
Die Innovationsbudgets der 1.000 forschungsstärksten Unternehmen sind heuer gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent auf 647 Mrd. Dollar (511 Mrd. Euro) gewachsen. Das ist der zweitniedrigste Zuwachs der vergangenen zehn Jahre, zeigt eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Beratungsunternehmens strategy&. Die höchsten Forschungsausgaben weist wie 2013 Volkswagen auf, Samsung ist aber nähergerückt.


In den vergangenen zehn Jahren sind die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) der 1.000 Unternehmen im Schnitt um 5,5 Prozent pro Jahr gestiegen. Nur von 2009 auf 2010 gab es einen Rückgang, anschließend betrug der Zuwachs zwei Jahre lang jeweils rund zehn Prozent, bevor das Plus 2013 auf 3,8 und heuer auf 1,4 Prozent zurückging.

Nach Regionen betrachtet erweist sich China erneut als Zugpferd: Die F&E-Ausgaben der dort beheimateten “Global 1.000”-Firmen legten mit plus 45,9 Prozent am meisten gegenüber dem Vorjahr zu, in Nordamerika wuchsen die Ausgaben um 3,4 Prozent, in Europa um 2,5 Prozent, in Japan gingen sie um 14 Prozent zurück. In den restlichen Regionen zusammengerechnet ergab sich ein Wachstum von knapp 13 Prozent.

In den vergangenen zehn Jahren hat sich der F&E-Einsatz der in den “Global 1.000” vertretenen chinesischen Unternehmen von 1,2 auf 30 Mrd. Dollar verfünfundzwanzigfacht, die Zahl der im Ranking vertretenen Firmen wuchs von acht im Jahr 2005 auf 114 im Jahr 2014. Einschränkung: Der Zuwachs in China sieht zwar beeindruckend aus, fußt aber auf einer noch recht geringen Basis: Der Anteil der chinesischen Unternehmen an den gesamten F&E-Ausgaben der “Global 1.000” liegt erst bei knapp fünf Prozent (Nordamerika: 40 Prozent, Europa: 30 Prozent).

Die forschungsstärksten deutschen und österreichischen Unternehmen koppelten sich übrigens vom globalen Trend ab: Die F&E-Aufwendungen der deutschen “Global 1.000”-Firmen stiegen um 11,3 Prozent auf 55,1 Mrd. Dollar, jene der österreichischen um 13,6 Prozent auf vergleichsweise bescheidene rund 500 Mio. Euro. Die voestalpine kommt mit Forschungsausgaben von 170 Mio. Dollar auf Platz 560, Andritz auf Platz 747 (120 Mio. Dollar), Zumtobel auf Platz 900 (100 Mio. Dollar) und der Halbleiterhersteller ams auf Platz 933 (90 Mio. Dollar).

An der Spitze kommt VW auf Forschungsausgaben von 13,5 Mrd. Dollar (plus 18,9 Prozent), gefolgt von Samsung (13,4 Mrd. Dollar, plus 28 Prozent) und Intel (10,6 Mrd. Dollar, plus vier Prozent). Auf den Plätzen folgen Microsoft, Roche, Novartis, Toyota, Johnson & Johnson, Google sowie Merck & Co.

Mit dem entsprechenden Forschungsbudget lässt sich allerdings eines nicht kaufen – nämlich das Image eines Forschungsunternehmens. Bei einer Umfrage unter internationalen Führungskräften wurden Apple, Google und Amazon als “Forschungs-Weltmeister” genannt. Von diesen schaffte es real aber nur Google mit Platz neun in die Top-10.

Nach Branchen betrachtet stammten in den vergangenen zehn Jahren 28 Prozent der F&E-Ausgaben aus dem Bereich IT & Elektronik. 22 Prozent entfielen auf den Gesundheits- und Pharmasektor, 16 Prozent auf die Autoindustrie, zehn Prozent auf den Bereich Industriegüter und je sieben Prozent auf Software & Internet bzw. Chemie & Energie. Den höchsten Zuwächse gegenüber dem Vorjahr verzeichnete Software & Internet (plus 16,5 Prozent), den höchsten Verlust die Telekommunikation.

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