Urlaubsverhalten der Salzburger ändert sich 2018

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Die Urlaubswelten sind im Umbruch – auch wenn die Lust auf Urlaub weiterhin ungebrochen ist. Wie und warum sich das Reiseverhalten der Österreicher ändert, was die Lieblingsdestinationen 2018 der Salzburger sind und wie viel Geld sie dafür ausgeben, erfahrt ihr hier.

Die Urlaubslust der Salzburger ist ungebrochen: 86,7 Prozent planen heuer zu verreisen, mehr als jeder Dritte (rund 35 Prozent) öfter als im Vorjahr. Der Großteil der Befragten fährt dabei gleich zwei Mal auf Urlaub (41 Prozent), immerhin 22,4 Prozent machen drei Mal und 16,6 Prozent sogar vier Mal im Jahr Urlaub. Rund die Hälfte der Urlauber verwenden dafür zwischen einer und drei Wochen. Das zeigen die Daten des Ruefa Reisekompass 2018.

Nur 29 Prozent der Salzburger planen Reise außerhalb Europas

Eine Änderung des Reiseverhaltens habe sich durch die weltpolitische Lage schon in den letzten zwei Jahren schrittweise abgezeichnet, teilt Ruefa mit. Die Mehrheit der Befragten, nämlich rund 80 Prozent meidet bestimmte Auslandsdestinationen – im Vorjahr waren es noch 55 Prozent. Nur rund 29 Prozent der befragten Salzburger planen heuer eine Reise außerhalb Europas, 87 Prozent bleiben lieber in Europa oder dem näheren Ausland. Die momentane weltpolitische Lage (Unsicherheit, Terror-Anschläge) hat für rund 53 Prozent der Salzburger Einfluss auf ihr Reiseverhalten.

Salzburger sind Frühbucher

Der Großteil der Salzburg, nämlich 46 Prozent, bucht seinen Urlaub ein bis drei Monate vor Reiseantritt, 35,7 Prozent sind Frühbucher und rund 18 Prozent entscheiden sich in letzter Minute. „Der Trend geht auch 2018 mehr in Richtung Frühbucher. Einerseits wegen der besseren Verfügbarkeit von Destinationen und Terminen und andererseits, um Frühbucher-Rabatte zu nutzen“, sagt Helga Freund. Vor allem 52 Prozent der Familien planen gerne im Voraus.

Für Last Minute-Urlauber ist die Spontanität (53 Prozent) der wichtigste Faktor, während sie Last-Minute-Preise nicht unbedingt als günstiger ansehen. Weniger als vier Wochen vorher buchen vor allem Singles und Senioren (je 25 Prozent). „Auch heuer raten wir unseren Kunden möglichst früh zu buchen, wenn sie eine breite Angebotspalette vorfinden wollen“, so Ruefa-Geschäftsführerin Helga Freund.

Salzburger sind Indiviudualisten

Die Salzburger sind aber klare Individualisten: Pauschalurlauber (25 Prozent) befinden sich in der Minderheit. Über Drittel, also rund 75 Prozent, urlauben lieber individuell.

Urlaub wird immer wichtiger – vor allem als Anti-Stress-Mittel

„Für 26 Prozent hat die Bedeutung des Urlaubs zugenommen, speziell in seiner Funktion als Auszeit vom Alltagsstress“, sagt Freund. Das zeigt sich vor allem daran, dass für mehr als die Hälfte der Befragten (51 Prozent) eines immer wichtiger wird: Die Ruhe. An Wertigkeit im Urlaub verloren haben dafür Shoppen (22 Prozent geben dem eine geringere Bedeutung), Partys feiern oder das Nachtleben genießen (28 Prozent). Für 43 Prozent gewinnt die Zeit, die sie mit Familie und Freunden verbringen, an Bedeutung. Und satte 42 Prozent wollen verstärkt den Job vergessen und einfach mal nichts tun. Für entspannte Urlaubstage wird auch gerne mehr Geld als bisher ausgegeben.

Mehr Geld im Börserl – mehr Urlaubslust

Rund 29 Prozent der Salzburger haben 2018 mehr Geld für Urlaube zur Verfügung als noch ein Jahr davor. 62 Prozent haben gleich viel Geld im Urlaubsbörserl wie 2017, 9 Prozent weniger. Die Mehrheit, nämlich rund 35 Prozent, gibt im Schnitt zwischen 500 und 1.000 Euro für einen Urlaub aus, 18 Prozent bis zu 1.500 und immerhin noch 11 Prozent bis zu 3.000 Euro.

Das sind die Lieblings-Reiseziele

Destinationen in Europa und dem näheren Ausland sind mit 83 Prozent der Nennungen nach wie vor am beliebtesten. 25 Prozent verreisen heuer in die Ferne und im eigenen Land urlauben 76 Prozent der Österreicher – im Vorjahr waren es 68 Prozent.

Kroatien und Italien (33 Prozent) teilen sich heuer den ersten Platz der beliebtesten Europa-Destinationen. Deutschland (23 Prozent) klettert von Platz drei auf Platz zwei. Absoluter Gewinner ist Griechenland (16 Prozent), das drei Plätze gut macht und nun unter den Top Drei ist. Danach folgen Spanien und die Kanarischen Inseln (in Summe 15 Prozent) sowie Großbritannien, Irland, Schottland (in Summe 7 Prozent) und Ungarn, Tschechien, Slowakei (in Summe 7 Prozent).

Die Top-Fernreiseziele bleiben auch 2018 die USA (21 Prozent) und Thailand (18 Prozent), gefolgt von Kuba (9 Prozent), der Dominikanische Republik (7 Prozent) sowie Australien, V.A.E., Malediven und Seychellen (je 5 Prozent). Vor allem Thailand hat damit deutlich zugelegt: Im Vorjahr planten nur 11 Prozent dorthin eine Fernreise.

Städtereisen immer bliebter

Besonders gewonnen haben heuer Städtereisen. Wollten 2017 noch 49 Prozent eine Stadt besuchen, sind es heuer 55 Prozent der befragten Salzburger. Vor allem Familien (51 Prozent) schätzen urbane Destinationen. Im Ranking der europäischen Lieblingsstädte holt sich Amsterdam mit 18 Prozent Platz eins und gewinnt dabei neun Plätze. Deutsche Städte boomen weiterhin, mit drei Plätzen in den Top 3: Berlin (16 Prozent) auf Platz zwei, München und Hamburg (je 13 Prozent) auf Platz drei – gemeinsam mit London und Venedig. Gefolgt von Barcelona und Prag (je 12 Prozent) und Rom (10 Prozent). Paris schafft es wieder in die Top 10 mit 8 Prozent. Attraktive Bahnverbindungen nach und in Deutschland, Italien und Tschechien geben dem Städtetourismus hierbei zusätzlichen Aufschwung.

Außerhalb Europas liegen nicht nur die Top 3 heuer alle in Amerika, die USA punktet gleich mit vier Städten unter den Top 5. Dauerbrenner New York City ist als Lieblingsziel (21 Prozent) beliebter denn je. Gefolgt von Los Angeles (16 Prozent) und Miami (13 Prozent). Asiatische Städte sind immer mehr im Kommen: Hongkong liegt auf Platz vier der Beliebtheitsskala (12 Prozent), Bangkok gemeinsam mit Chicago und Dubai auf Platz fünf (je 10 Prozent).

Urlaub in Österreich bei Salzburgern beliebt

Aber auch der Urlaub in Österreich ist für die Salzburger nicht mehr wegzudenken. Denn mehr als Zweidrittel planen auch heuer wieder Urlaub im eigenen Land zu machen. Dabei zählen Thermenregionen (55 Prozent), Seen (47 Prozent), Berge (36 Prozent) und Städte (34 Prozent) zu den beliebtesten Regionen Österreichs.

Warum ist der Urlaub so wichtig?

Eine Urlaubsplanung ist für die Salzburger eine wohlüberlegte Sache: Durchschnittlich brauchen sie 16 Stunden von der Ideenfindung bis zur Buchung.

  • Auslöser für die Reiseplanung sind meist Freunde und Familie. 66 Prozent lassen sich erst durch sie zur Destinationswahl inspirieren, 60 Prozent kommen durch Online-Recherchen auf Ideen.
  • Bei der Buchungsentscheidung sind praktische Gründe wichtiger als die persönlichen Bedürfnisse (35 Prozent): nämlich der Preis und das Wetter (55 Prozent bzw. 41 Prozent).
  • Auch im dritten Schritt, dem Informationsprozess, sind Freunde mit genau einem Drittel der Nennungen eine wichtige Informationsquelle. Gefolgt von Reisekatalogen (19 Prozent) und der Beratung im Reisebüro (14 Prozent). Die Online-Recherche liegt mit 87 Prozent ungeschlagen auf Platz 1.
  • Die Buchung selbst dauert durchschnittlich zwei Stunden. Aber wo buchen schließlich die Österreicher? Die Reisebüros halten ihre Stellung: 21 Prozent haben ihren Urlaub dort gebucht, 35 Prozent auf Onlineplattformen.

Das Reisebüro in der digitalen Gegenwart

Jeder Fünfte hat seinen Urlaub im Reisebüro gebucht, vor allem die Frühbucher. Helga Freund bekräftigt: „Die Zukunft ist ein Mix aus digital und analog. Kunden werden weiter online recherchieren, neue Technologien, wie etwa Virtual Reality sorgen für Vorab-Erlebnisse und die Experten im Reisebüro werden Knowhow zu Destinationen, Reisemanagement und die Buchung dann selbst beisteuern. Damit wird vor allem dem Trend zu mehr Individualität Rechnung getragen – und dem Wunsch nach Sicherheit.“

Das Reisebüro und die digitale Welt sind zudem durchaus keine Gegenpole mehr. Mehr als jeder Dritte fände es attraktiv, im Reisebüro das Hotel mit der Virtual Reality Brille vorab zu erkunden, 12 Prozent wollen mögliche Urlaubsdestinationen erleben.

23 Prozent würden eine Beratung via Chat und Messenger Dienste nutzen. Dennoch sind analoge Services wie Unterlagen und Katalog zu Destinationen (62 Prozent) und Expertenwissen aus erster Hand (61 Prozent) die wichtigsten Leistungen, die sich Kunden erwarten.

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