Akt.:

US-Forscher machten Hirnströme “hörbar”

Tests mit 15 Probanden - Hoffnung auf Hilfe für Schlaganfall-Patienten Tests mit 15 Probanden - Hoffnung auf Hilfe für Schlaganfall-Patienten - © PLoS Biology
US-Forscher haben Hirnströme von Patienten “hörbar” gemacht.

Korrektur melden

Sie analysierten die Aktivität des Gehirns in einer bestimmten Region, während die Studienteilnehmer Stimmen lauschten. Die Daten wurden in ein Computermodell eingespeist. Fütterten die Wissenschafter den Rechner anschließend mit neuen Hirnstrom-Daten, so konnten sie ansatzweise Wörter rekonstruieren, die die Probanden gehört hatten.

Hoffnung auf Analyse gedachter Wörter

Das Team aus Hirnchirurgen und Neurowissenschaftern um Brian Pasley von der Universität von Kalifornien in Berkeley berichtet über die Tests mit 15 Patienten im Online-Journal “PLoS Biology”. Die Forscher hoffen, dass sie in Zukunft einmal gedachte Wörter oder Sätze analysieren können, und wollen so Patienten helfen, die beispielsweise nach einem Schlaganfall nicht mehr sprechen können.

Für die Studie wurden Patienten untersucht, die sich wegen schwerer Epilepsie oder eines Hirntumors operieren lassen mussten. Vor solchen Operationen wird den Patienten ein Netz von Elektroden direkt auf das Gehirn gesetzt, um herauszufinden, von wo die Krampfanfälle ausgehen, und wo operiert werden muss. Die Elektroden seien den Patienten einige Tage bis etwa eine Woche vor der Operation eingesetzt worden, sagte Studienautor Pasley.

Zu den englischen Begriffen gehörten Wörter wie “Jazz” oder “Deep”, sowie erfundene Pseudowörter. Teils wurden die Wörter von einer Frau auf Band gesprochen, und den Patienten vorgespielt; zehn Patienten hörten isolierte Wörter, fünf Patienten ganze Sätze von Männern oder Frauen. Die Hirnströme wurden über einer Region der Großhirnrinde gemessen, die beim Hören eine wichtige Rolle spielt.

Gedanken werden hörbar

Mit einer Treffsicherheit von durchschnittlich 20 bis 30 Prozent konnten Pasley und Kollegen die gehörten Worte rekonstruieren, etwa auch die Anzahl der Silben. Es konnten “Sounds” erzeugt werden, die den Originalworten so ähnelten, dass die Forscher das Wort häufiger richtig erkennen konnten, als es der Zufall erlaubt hätte. Je mehr Elektroden auf dem Gehirn auflagen, desto besser war das Ergebnis.

(APA/dpa)



Kommentare 0

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

 
noch 1000 Zeichen
 

Mehr auf Salzburg24.at
Niederösterreich: Verträge für Rettung und Krankentransport gekündigt
Überraschend haben das Rote Kreuz und der Samariterbund in Niederösterreich nach Angaben der NÖ Gebietskrankenkasse [...] mehr »
Erster Fall von MERS-Viruserkrankung in Österreich: Details zur Krankheit
Wie am Montagabend bekannt wurde, gibt es einen ersten Fall einer Erkrankung durch das MERS-Virus  in Österreich. Eine [...] mehr »
Ebola: Blut von genesenen Patienten als mögliche Therapie
Die Behandlung von Ebola-Kranken mit Blutprodukten von genesenen Patienten könnte laut Weltgesundheitsorganisation eine [...] mehr »
“Foodwatch” warnt vor Babynahrung
Babynahrungsprodukte gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Doch Vorsicht! So gesund sind die Breie, Trinkmahlzeiten und [...] mehr »
Wiener Augentag am 25. September 2014 im Rathaus: Eintritt frei
Am Donnerstag findet von 10.00 bis 18.00 Uhr der fünfte Wiener Augentag im Festsaal des Rathauses statt. Die Wiener [...] mehr »
Mehr Meldungen »

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmelden

Facebook-Benutzer?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Anmelden - oder ohne Registrierung diskutieren

Als SALZBURG24.AT User anmelden:




Passwort vergessen?

Unregistrierter User:

Bei unregistrierten Benutzern wird der Kommentar erst nach einer Prüfung freigeschaltet. Beleidigende, rassistische, ausfällige oder nicht themenbezogene Kommentare werden nicht veröffentlicht. Kommentare von eingeloggten Usern werden sofort veröffentlicht.

Neu registrieren