US-Justiz einigte sich mit Takata auf Milliardenvergleich

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Defekte Airbags bei Takata
Defekte Airbags bei Takata - © APA (AFP)
Nach Volkswagen hat sich das US-Justizministerium auch mit dem japanischen Autozulieferer Takata auf einen milliardenschweren Vergleich geeinigt. Wie das Ministerium am Freitag in Washington mitteilte, willigte das Unternehmen wegen seiner defekten Airbags in eine Strafzahlung von einer Milliarde Dollar (936,42 Mio. Euro) ein. Außerdem wird die japanische Firma ein Schuldeingeständnis ablegen.

Durch die Vereinbarung werden strafrechtliche Ermittlungen beendet. Parallel zu dieser gütlichen Einigung erhob die US-Justiz die ersten strafrechtlichen Anklagen gegen einzelne Takata-Mitarbeiter. Drei frühere Beschäftigte der Firma werden laut Gerichtsdokumenten beschuldigt, die Fehler in den Airbags kaschiert zu haben. Weltweit werden mit den Airbag-Problemen mindestens 15 Todesfälle in Verbindung gebracht.

Defekte Airbags des japanischen Zulieferers machen der Autoindustrie schon seit Jahren zu schaffen. Die Mängel haben in den USA zum Rückruf von fast 70 Millionen Airbags geführt. 42 Millionen Fahrzeuge diverser Hersteller sind betroffen.

Auch mit Volkswagen hatte das US-Justizministerium in dieser Woche eine Vergleichsvereinbarung zur Einstellung strafrechtlicher Ermittlungen geschlossen. Die Wolfsburger sicherten darin wegen der Manipulation von Abgaswerten bei rund 580.000 Dieselfahrzeugen in den USA Strafzahlungen in Gesamthöhe von 4,3 Milliarden Dollar und ebenfalls ein formelles Schuldeingeständnis zu.

Insgesamt summieren sich die bisher von Volkswagen in den USA zugesagten Strafen und Entschädigungen damit auf rund 22 Milliarden Dollar. Auch im VW-Skandal hat die US-Justiz zudem Anklagen gegen einzelne Mitarbeiter erhoben.

(APA/ag.)

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