US-Luftangriffe auf IS-Stellungen zeigen Wirkung

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Türkische Beobachter an der Grenze zu Syrien
Türkische Beobachter an der Grenze zu Syrien
Die Luftangriffe auf Stellungen der Jihadistengruppe “Islamischer Staat” (IS) in Syrien zeigen offenbar Wirkung. Die IS-Offensive auf Kobane an der Grenze zu Syrien wurde am Mittwoch spürbar gebremst, die Kurden konnten zwei Stellungen im Norden Kobanes zurückerobern. Das Pentagon bezeichnet den Einsatz fortan als “Operation Inherent Resolve” (Operation natürliche Entschlossenheit).


In Kobane konzentrierten sich die Kämpfe am Mittwoch auf den Osten der Stadt. Ein AFP-Reporter auf der türkischen Seite der Grenze berichtete von mindestens vier neuen US-Luftangriffen. Nach Angaben des US-Militärs flogen Kampfflugzeuge der USA und ihrer Verbündeten am Dienstag und Mittwoch 18 Luftangriffe vor allem nahe Kobane. Mit der Angriffswelle sei der IS-Vormarsch offenbar verlangsamt worden, teilte das US-Militärkommando Centcom mit.

Die Bezeichnung “Operation Inherent Resolve” gab das Pentagon am Mittwoch bekannt, die Entscheidung über den Namen sei aber bereits “vor einigen Tagen” getroffen worden, hieß es. Die USA hatten am 8. August mit den Luftangriffen im Irak begonnen, am 23. September wurde der Einsatz auf Syrien ausgeweitet. Bei den jüngsten Angriffen seien zahlreiche IS-Stellungen sowie 16 von den Jihadisten besetzte Gebäude getroffen worden, teilte das für Einsätze im Nahen Osten zuständige US-Militärkommando Centcom mit.

Laut Centcom griffen US-Kampfflugzeuge am Mittwoch außerdem fünf Ziele im Irak an, wo die Jihadisten auf die Hauptstadt Bagdad vorzurücken drohen. In der Nähe des Haditha-Staudamms im Westen des Landes seien ein Fahrzeug und ein Kontrollpunkt zerstört worden. Vier weitere Luftangriffe hätten Stellungen der IS-Miliz nahe der Stadt Baidshi nördlich von Bagdad gegolten.

Auch mit Russland wollen die USA im Kampf gegen den IS künftig enger zusammenarbeiten. Beide Seiten hätten vereinbart, ihre Geheimdienst-Kooperation zu verstärken, sagte US-Außenminister John Kerry nach einem Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow am Dienstag in Paris. Kerry betonte, es werde geprüft, ob Russland mehr im Kampf gegen den IS tun könne. Lawrow habe seine Bereitschaft erkennen lassen, mit Waffen oder möglicherweise bei der Ausbildung zu helfen.

US-Präsident Barack Obama sagte den Kurden in Syrien weitere Luftunterstützung zu. Die USA seien “zutiefst besorgt” angesichts der Lage in Kobane, sagte Obama nach einem Treffen mit ranghohen Militärvertretern der internationalen Allianz gegen die Jihadisten. Die Militärvertreter seien sich einig gewesen, “dass das ein langfristiger Einsatz sein wird”, sagte Obama. Das internationale Bündnis sei aber “vereint” in dem Ziel, die IS-Miliz zu zerstören. Insgesamt würden 60 Länder die Bemühungen unterstützen.

Noch am Mittwoch wollte Obama in einer Videokonferenz mit europäischen Staats- und Regierungschefs, darunter die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Frankreichs Präsident Francois Hollande und der britische Premierminister David Cameron, über den Kampf gegen den IS beraten.

Auf das Konto des IS gehen zahlreiche Selbstmordanschläge. Wie der “Tagesspiegel” am Mittwoch unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtete, waren unter den Selbstmordattentätern in Syrien und im Irak bereits mindestens acht Deutsche, die sich für den IS in die Luft gesprengt hätten.

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