US-Präsident Obama traf Chinas Staatschef Xi

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Bilaterales Treffen am Rande des APEC-Gipfels
Bilaterales Treffen am Rande des APEC-Gipfels - © AFP
Der im Jänner aus dem Amt scheidende US-Präsident Barack Obama ist auf seiner Abschiedstour in Peru mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping zusammengekommen. Die beiden Präsidenten trafen sich am Samstag am Rande des Gipfeltreffens des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums (APEC) in Lima.

Xi sagte, nach der Wahl der Republikaners Donald Trump zum neuen US-Präsidenten stünden die Beziehungen beider Länder vor einem “entscheidenden Moment”. Washington und Peking müssten sich nun auf ihre Zusammenarbeit konzentrieren, ihre “Differenzen beilegen” und einen “reibungslosen Übergang” in ihren Beziehungen sicherstellen, sagte Xi. Er hoffe darauf, dass das Verhältnis beider Länder “weiter wachsen” werde.

Nach Angaben aus Washington wollte Obama bei dem Treffen unter anderem darauf dringen, dass Peking eine schärfere Gangart gegenüber seinem Verbündeten Nordkorea einlegt. Obamas Nationale Sicherheitsberaterin Susan Rice hatte vor kurzem erklärt, die USA wollten in der UNO darauf hinwirken, die Strafmaßnahmen gegen Nordkorea wegen dessen Atomwaffentests auszuweiten und “maximalen Druck” auf Pjöngjang auszuüben. Washington schließt auch Sanktionen gegen chinesische Finanzinstitute nicht aus, die am Handel mit Nordkorea beteiligt sind.

Ebenfalls am Rande des APEC-Gipfeltreffens traf der philippinische Präsident Rodrigo Duterte mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin zusammen. Dabei feuerte der oft derb fluchende Duterte eine neue Breitseite gegen die USA und den Westen ab, Putin machte er dagegen Komplimente, wie aus dem Protokoll der Begegnung hervorgeht. Das Präsidentenbüro in Manila veröffentlichte das Dokument am Sonntag.

Putin zeige großartige Führungsstärke, meinte Duterte. Duterte habe die Freundschaft mit Russland in den wenigen Monaten seiner Amtszeit schon schön vorangebracht, lobte Putin.

“Ich bin mit der westlichen Welt identifiziert worden”, sagte Duterte nach diesen Angaben. “Das mag schön gewesen sein, solange es hielt. Ich sehe aber immer öfter, wie die westlichen Länder die kleinen Nationen schikanieren – und sie sind furchtbar scheinheilig.” Die USA zettelten zwar gerne Kriege an, kämpften aber nicht gern.

Duterte hatte bei einem Besuch in China vor Kurzem die “Trennung” von den USA angekündigt, bisher der engste Verbündete der Philippinen mit Stützpunkten und Truppen im Land. Vor der Abreise nach Peru deutete er an, dass sich die Philippinen wie einige afrikanische Länder womöglich auch aus dem Weltstrafgericht zurückziehen, weil vor allem Leute aus kleinen Ländern dort angeklagt würden.

(APA/dpa/ag.)

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