US-Team empfängt Mexiko im Schatten der US-Wahl

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US-Cheftrainer Jürgen Klinsmann
US-Cheftrainer Jürgen Klinsmann - © APA (AFP/Getty)
Zum Auftakt der Finalrunde in der Fußball-WM-Qualifikation empfängt die US-Mannschaft am Freitag (Ortszeit) in Columbus ausgerechnet Mexiko. Die ohnehin aufgeladene Atmosphäre wurde durch den Wahlsieg von Donald Trump zum künftigen US-Präsidenten noch weiter angeheizt. Für US-Trainer Jürgen Klinsmann und seinen Assistenten Andreas Herzog geht es im Duell mit Mexiko “um mehr als nur ein Ergebnis”.

Selten zuvor besaß das Duell der besten CONCACAF-Teams so viel Zündstoff. Nach der Wahl von Trump und dessen Ankündigung, die Mexikaner in Massen aus dem Land zu deportieren und eine Mauer an der Grenze errichten zu lassen, versuchte US-Nationalspieler Michael Bradley, mit einem Appell die Wogen etwas zu glätten. “Ich hoffe, dass unsere Fans das tun, was sie immer tun: uns mit Leidenschaft zu unterstützen”, erklärte der 29-jährige Mittelfeldspieler. “Ich hoffe, dass sie jedem im Stadion den Respekt geben, den er verdient. Egal ob Amerikaner, Mexikaner, Neutrale, Männer, Frauen oder Kinder.”

Auseinandersetzungen hat es in dieser Partie immer schon gegeben – ob auf dem Spielfeld oder abseits davon. Der US-Verband hat daher nicht ohne Grund das Mapfre Stadium in Columbus ausgesucht. Die Arena fasst 20.000 Zuschauer, dazu herrscht dort, im Gegensatz zu Spielen in Los Angeles, in denen die mexikanischen Fans deutlich in der Überzahl waren, eine richtige Heimspielatmosphäre. Die Grenze zum Nachbarland ist etwa 1.900 Kilometer weit entfernt, Einwanderer gibt es im Bundesstaat Ohio kaum. 

Christian Pulisic macht sich weniger Gedanken um die Wahlen. Der US-Jungstar von Borussia Dortmund ist eher genervt von dem Thema. “Warum sollte ich wählen? Ich war weder für den einen, noch für den anderen Kandidaten”, sagte der 18-Jährige. Er will lieber auf dem Feld für Furore sorgen. “Ein Spiel kann kaum größer sein als USA gegen Mexiko in Columbus. Allein beim Training kannst du die Energie in der Stadt fühlen”, schwärmte Pulisic.

Die Mexikaner wissen um die Schwere des Spiels. Sie haben zuletzt vier Qualifikationsspiele en suite in Columbus verloren. “Wir sind bereit”, kündigte Offensiv-Star Giovani dos Santos an. “Am 11. November können wir Mexikaner Geschichte schreiben”, erklärte der Profi von Los Angeles Galaxy.

(APA/dpa)

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