USA treten erneut aus der UNESCO aus

Akt.:
2Kommentare
Die USA treten erneut aus der UNESCO aus.
Die USA treten erneut aus der UNESCO aus. - © AP Photo/Francois Mori
Die US-Regierung von Präsident Donald Trump tritt aus der UN-Kulturorganisation UNESCO aus. Das gab das Außenministerium am Donnerstag in Washington bekannt. Der Schritt sei der Regierung nicht leicht gefallen, erklärte Sprecherin Heather Nauert. Man störe sich aber an der israelfeindlichen Haltung der UNESCO und an Zahlungsrückständen innerhalb der Organisation.

Der Austritt soll nach ihren Angaben am 31. Dezember 2018 wirksam werden. UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokowa bedauerte die Entscheidung Washingtons zutiefst. Der Entschluss sei ihr offiziell von US-Außenminister Rex Tillerson mitgeteilt worden, erklärte sie in Paris. Der Austritt sei für “die Familie der Vereinten Nationen” und für den Multilateralismus ein Verlust, so Bokowa.

USA stoppten Zahlungen an UNESCO 2011

Die Arbeit der UNESCO stand in den vergangenen Jahren immer wieder im Schatten von Streit vor dem Hintergrund des Nahostkonflikts. Nach der Aufnahme Palästinas in die Organisation hatten die USA 2011 ihre Zahlungen an die UNESCO gestoppt – dabei wären sie eigentlich der größte Beitragszahler. Im Sommer sorgte die Entscheidung, die Altstadt von Hebron zum palästinensischen Weltkulturerbe zu erklären, für Empörung in Israel.

UNESCO soll Verständnis zwischen Nationen fördern

Die UNESCO ist vor allem für die Listen des Weltkulturerbes bekannt. Doch die Organisation mit 2100 Mitarbeitern und einem dreistelligen Millionen-Etat ist in vielen weiteren Feldern aktiv – von Bildung über Biosphärenreservate bis Gleichberechtigung. Ihr Auftrag ist es, das wechselseitige Verständnis zwischen den Nationen zu fördern.

1984 waren die USA schon einmal aus der Organisation ausgetreten. Als Gründe gaben sie damals die anti-westliche Politisierung und ein ineffizientes Management an. Erst 2003 kehrten die USA zurück.

UNESCO stimmt über neuen Chef ab

Der UNESCO-Exekutivrat stimmt in dieser Woche in Paris über die Nachfolge von UNESCO-Chefin Bokowa ab. Dabei gibt es ein heftiges Tauziehen. Im Exekutivrat der UN-Kulturorganisation hatten am Mittwoch der katarische Kandidat Hamad bin Abdulasis al-Kawari und die französische Ex-Ministerin Audrey Azoulay gleichauf gelegen. Beide erhielten 18 der 58 Stimmen – nötig ist eine absolute Mehrheit von 30 Stimmen. Auf Platz drei lag die ägyptische Bewerberin Moushira Khattab mit 13 Stimmen. Daneben waren noch die Kandidaten Chinas und des Libanons im Rennen.

(APA/ag.)

Leserreporter
Feedback


Aktuelle News

- EU-Kommissar Johannes Hahn mit... +++ - Fahrräder gestohlen und online... +++ - Salzburger Jugendmonitor: Weni... +++ - In Apotheke in Henndorf Pistol... +++ - Maishofen: Brand in Holzwerkst... +++ - Fliegerbombe: Bahnverkehr von ... +++ - Salzburger ist bester Maurer d... +++ - St. Johann im Pongau: 29-Jähri... +++ - Nach Wahldebakel der Grünen: A... +++ - Feuerwehren bei Chemieunfall i... +++ - Bundesheer-Rekrut alkoholisier... +++ - Folgenschwerer Unfall mit Klei... +++ - Auch Zahnhaftcreme-Nutzer müss... +++ - Pkw contra Transporter beim Eu... +++ - Dachstuhl brennt in Bürmoos +++
2Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel