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Vanek und Hosp Sportler des Jahres

Vanek und Hosp Sportler des Jahres
Bei der Wahl zum "Sportler des Jahres 2007" gingen die Siege an die Favoritin Nicole Hosp und den Außenseiter Thomas Vanek. Er gewann als erster Eishockeyspieler. Das U20-Fußball-Team holte den Mannschaftstitel. 

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Mit zwei Premieren und einem Favoritensieg bei den Damen endete die Wahl der österreichischen „Sportler des Jahres 2007“. Thomas Vanek wurde bei der seit 1949 durchgeführten Ehrung als erster Eishockey-Spieler zum „Sportler des Jahres“ gewählt, bei den Damen setzte sich Skiweltcup-Gesamtsiegerin Nicole Hosp souverän durch, und mit dem U20-Fußball-Nationalteam gewann erstmals ein Nachwuchsteam die Mannschaftswertung. Der mittlerweile zurückgetretene Felix Gottwald (Nordischen Kombination) erhielt den Special-Award.

Die Wahl wurde von Sports Media Austria (SMA), der Vereinigung der österreichischen Sportjournalisten, in Kooperation mit der Sporthilfe durchgeführt. Fast 300 Journalisten gaben ihre Stimme ab, 1.400 geladene Gäste und viel Prominenz aus Sport, Politik, Wirtschaft und Society gaben der Sportlerehrung im Rahmen der 11. Lotterien-Gala „Nacht des Sports“ am Mittwoch in der Event-Pyramide in Vösendorf einen würdigen Rahmen.

Im Vorjahr hatten die ÖSV-Skisportler nach den so erfolgreichen Olympischen Winterspielen in Turin alle großen Auszeichnungen abgeräumt. Bei den Herren mussten sich die ÖSV-Stars diesmal mit Rang zwei durch Slalom-Weltmeister Mario Matt (1.796 Punkte) und Rang drei durch Vorjahressieger Benjamin Raich (1.653) begnügen. Die acht Kilogramm schwere Trophäe, die vom Salzburger Stephan Gahr gefertigt worden ist, ging erstmals ins Eishockey-Lager. Vanek gewann mit 2.247 Punkten und deutlichem Vorsprung.

Vanek ist der erste rot-weiß-rote Sportler seit Footballer Toni Fritsch, der sich in einer der großen US-Profiligen zum Star entwickelt hat. Der 23-jährige Stürmer der Buffalo Sabres war in der Vorsaison fünftbester Torschütze der National Hockey League (NHL) und gewann als erster Österreicher eine wichtige Wertung, die Plus/Minus-Statistik (bei Treffern der eigenen Mannschaft auf dem Eis/plus bzw. bei Gegentoren auf dem Eis/minus). Im Juli unterschrieb der Steirer in Buffalo einen Siebenjahresvertrag über 50 Millionen Dollar, der ihn nicht nur zum Topverdiener im heimischen Sport macht, sondern in der laufenden Saison mit 10 Mio. Dollar auch zum bestbezahlten Eishockeyspieler weltweit.

Vanek, der am Abend in Carolina spielen musste, bedankte sich per Videobotschaft. „Das ist eine sehr große Ehre, ich bin sehr stolz. Ich habe nicht gedacht, dass sich ein österreichischer Eishockeyspieler gegen die vielen Ski-Asse durchsetzen könnte. Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet“, erklärte der Steirer. Die Trophäe nahmen seine Eltern Jarmilla und Zdenek, sein erster Eishockey-Trainer, entgegen.

In der Damen-Wertung entschied Hosp das Duell Ski alpin-Tennis klar für sich. Die 23-jährige Tirolerin setzte damit die lange Tradition der erfolgreichen Skirennläuferinnen fort und folgte Renate Götschl (2005) und Michaela Dorfmeister (2006) nach. Die Gesamtweltcupsiegerin gewann mit 2.500 Punkten vor Tennisspielerin Sybille Bammer (1.741) und Marlies Schild (1.730), die die Bronze-Trohäe von ihrem Freund Benjamin Raich bekam. „Das hat einen sehr hohen Stellenwert, wenn man schaut, wer die fünf Finalistinnen waren. Es waren sehr gute Sportlerinnen mit mir nominiert“, sagte die Tirolerin Hosp.

Das U20-Fußball-Nationalteam wurde nach Platz vier bei der WM in Kanada als erstes Nachwuchsteam geehrt. Im kommenden Jahr, so die Hoffnung von Nachwuchs-Teamchef Paul Gludovatz, sollte das A-Team nach einer guten Heim-EM an der Reihe sein. Die Nachwuchskicker gewannen vor den Skisprung-Weltmeistern Andreas Kofler, Wolfgang Loitzl, Thomas Morgenstern, Gregor Schlierenzauer und den Beach-Volleyball-Europameistern Clemens Doppler/Peter Gartmayer. „Unglaublich, das ist eine tolle Bestätigung für die Leistung“, freute sich U20-Kapitän Sebastian Prödl.

Schlierenzauer erhielt dafür die neu eingeführte Auszeichnung „Aufsteiger des Jahres“, der mittlerweile zurückgetretene nordische Kombinierer Felix Gottwald erhielt einen Special-Award. Die Leichtathleten Andrea Scherney und Bil Marinkovic wurden als Behindertensportlerin und Behindertensportler des Jahres gewählt. Radsportler Alois Walter gewann als mehrfacher Medaillen-Gewinner der Sommer-Specials-Olympics in Shanghai die Trophäe in der Kategorie Special Olympics.



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