Verkabelung der 380-kv-Leitung im Umweltsenat neu beurteilt

Verkabelung der 380-kv-Leitung im Umweltsenat neu beurteilt
Salzburg – Im Fall der geplanten 380-kV-Leitung wurde am Dienstag bei der mündlichen Verhandlung vor dem Umweltsenat in Wien die Machbarkeit einer Verkabelung auf Basis der KEMA-Studie neu beurteilt. Einen Bescheid des Umweltsenats wird es im April geben.

Als Vertreter des Landes Salzburg nahm Energiereferent Landesrat Sepp Eisl am Dienstag an der mündlichen Verhandlung vor dem Umweltsenat in Wien zum ersten Abschnitt der 380-kV-Salzburgleitung teil. Vier Gemeinden hatten gegen den erstinstanzlichen Bescheid der Umweltverträglichkeitsprüfung durch das Land Salzburg im Sommer 2007 berufen.

In der mündlichen Verhandlung, die von einer dreiköpfigen Kammer geführt wurde, seien laut Landeskorrespondenz sowohl die Vertreter der Gemeinden als auch die Sachverständigen sowie die rechtlichen Vertreter der APG gehört worden. Mit einem Bescheid des Umweltsenats werde im April gerechnet.

“Die KEMA-Machbarkeitsstudie des Landes hat eine zentrale Rolle in der heutigen Verhandlung eingenommen”, sagte Eisl.

“Die Sachverständigen des Landes Salzburg, die bereits im erstinstanzlichen Bescheid zum Einsatz kamen, Pankraz Schönleitner für  Elektrotechnik und Josef Fischer-Colbrie für Naturschutz, beurteilen auf Basis der Erkenntnisse der Studie die Situation neu.” Schönleitner habe in seiner mündlichen Stellungnahme festgehalten, dass eine Verkabelung bis zu einer Länge von 25 Kilometern machbar sei. Fischer-Colbrie habe in der Anhörung gesagt, dass auf Grund dieser neuen Situation auch der Naturschutz neu geprüft werden müsse, da beim erstinstanzlichen Bescheid das Kabel noch nicht als Alternative genannt wurde.

In der Verhandlung wurde auch die Ablehnung von Tahir Kapetanovic, dem Sachverständigen der e-Control, wegen Befangenheit beantragt. “Ich habe vor Beginn der Verhandlung dem Vorsitzenden der Kammer, Matthias Neumayer, den Regierungsbeschluss der Salzburger Landesregierung, dass das Land für eine Teilverkabelung der Salzburgleitung eintritt, überreicht. Unsere Hoffnung ist, dass der Umweltsenat in seinem Bescheid das Verfahren an die erste Instanz, also das Land und damit das Umweltressort von Landesrat Walter Blachfellner zur neuerlichen Entscheidung zurückverweist”, berichtete Eisl über das Vorgehen des Landes. 

Der Wissensstand zur Machbarkeit von Verkabelungen sei heute ein anderer als zum Zeitpunkt des erstinstanzlichen Bescheides. Durch die KEMA-Studie wisse das Land, dass eine Teilverkabelung von 380-kV-Leitungen sehr wohl Stand der Technik sei. “Wir können und wollen dem weisungsfreien und unabhängigen Umweltsenat natürlich keine Empfehlungen abgeben, aber mir ist wichtig, dass der Senat auch die Position der Landesregierung kennt und wir die Möglichkeit nützen, die Situation in Salzburg unmittelbar darzustellen”, so Eisl nach der Verhandlung. Die Präsenz der vielen Vertreter der Bürgerinitiativen aus den Anrainergemeinden zeige die Betroffenheit der Bürger.  

Quelle: Salzburger Landeskorrespondenz

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