Verkehrschaos in Salzburg: Stadt und Land fixieren erste Maßnahmen

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- Stadt und Land Salzburg wollen das Verkehrschaos gemeinsam bekämpfen.
- Stadt und Land Salzburg wollen das Verkehrschaos gemeinsam bekämpfen. - © FMT-Pictures/MW/Archiv
Stadt und Land Salzburg wollen nun bei der Lösung der Verkehrsmisere im Ballungsraum enger zusammenarbeiten. Das bekundeten Vertreter beider Seiten am Freitag nach einem “Gipfelgespräch”. Bei diesem wurden mehrere kurz- oder mittelfristige Maßnahmen beschlossen, die bei vollständiger Umsetzung rund 8,6 Millionen Euro kosten sollen, wie aus einer Aussendung hervorgeht.

Konkret wurde heute die Anschaffung von vier Niederflurmittelteilen für die Salzburger Lokalbahn um insgesamt vier Millionen Euro beschlossen. Damit kann die Fahrgast-Kapazität um 30 Prozent gesteigert werden, womit zusätzliche Pendler auf den Zug umsteigen können. Ebenfalls geeinigt hat man sich heute auf die Finanzierung eines 365-Euro-Jahrestickets für die Stadt, das ein Anreiz zum Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel sein soll. Stadt und Land müssen dazu rund 1,4 Millionen Euro in die Hand nehmen.

Mehr Park-and-Ride-Plätze

Und ebenfalls sofort angegangen werden soll die Errichtung von 800 zusätzlichen Park-and-Ride-Plätzen entlang der Pendlerrouten. Bei durchschnittlichen Kosten von rund 4.000 Euro pro Stellplatz ergibt das Gesamtkosten von etwa 3,2 Mio. Euro. Weiters wurde beschlossen, dass der Parkplatz beim Messezentrum an den rund 300 messefreien Tagen im Jahr als Park-and-Ride-Platz verwendet werden kann. Darüber hinaus soll eine gemeinsame digitale Lösung für die Baustellenkoordination genutzt werden. Und eine Expertengruppe wird die Anbindung der Umlandgemeinden prüfen.

Salzburger Verkehrschaos: “Knoten gelöst”

“Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass wir hier gut zusammenarbeiten müssen, ansonsten führt der Weg in die Sackgasse. Uns war es wichtig, dass wir mit diesem Gespräch einen zukunftsorientierten Weg starten. Ein Treffen löst noch nicht alle Probleme, aber es ist eine wichtige Grundlage, um Projekte gemeinsam angehen zu können. Durch die konkreten Ergebnisse heute zeigen wir, dass der Knoten gelöst ist und wir gemeinsam weitere Ergebnisse erzielen werden”, sagten Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) und Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) nach dem Gespräch.

(APA)

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