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2. September 2010 13:28; Akt.: 2.09.2010 13:28

Verkehrsunfälle am Schulweg: Vor Schulbeginn mit Kindern üben

Eltern sollten vor Schulbeginn mit ihren Kindern den Schulweg üben. Eltern sollten vor Schulbeginn mit ihren Kindern den Schulweg üben. - © Bilderbox
Im Jahr 2009 verunglückten in Österreich insgesamt 401 Kinder zwischen sechs und 15 Jahren am Schulweg, in Salzburg waren es 24 Kinder. Eltern sollten daher bereits jetzt gemeinsam mit ihrem Kind den Schulweg trainieren, so das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) in einer Aussendung.

Im Jahr 2009 verunglückten in Österreich 401 Kinder zwischen sechs und 15 Jahren am Schulweg, das sind um 41 weniger als im Jahr 2008. Im Bundesland Salzburg waren es im Jahr 2009 insgesamt 24 Kinder, im Jahr davor 34 Schüler die sich auf dem Weg zur oder von der Schule verletzten. “Damit machen Schulwegunfälle rund zehn Prozent aller Kinderunfälle im Verkehr im Bundesland Salzburg aus”, so Rainer Kolator, Leiter des Kuratoriums für Verkehrssicherheit in Salzburg.

Welcher Schulweg ist der sicherste?

Schulanfänger sind auch Verkehrsanfänger. Daher sollten die Eltern vor dem Schulwegtraining den sichersten Schulweg auswählen, denn nicht immer ist der kürzeste Schulweg der beste. Kriterien für die Wahl des Schulweges sind:

  • Wo muss mein Kind möglichst wenige Straßen überqueren?
  • Wo gibt es Ampeln, Schülerlotsen, Schulwegpolizei oder Zebrastreifen? 
  • Wo ist der Verkehr am ruhigsten?

Je schwieriger der Schulweg ist (viele Straßenquerungen), desto häufiger bzw. länger muss mit dem Kind geübt werden und desto später kann das Kind den Schulweg alleine zurücklegen.

Schulwegtraining: Üben, üben, üben und konkrete Gefahrenstellen besprechen

“Zeigen Sie Ihrem Kind die möglichen Gefahrenstellen und besprechen Sie diese konkret vor Ort. Bitte verunsichern Sie Ihr Kind nicht, denn Angst ist ein schlechter Begleiter! Erklären Sie Ihrem Kind, warum eine Situation gefährlich ist und worauf genau es hier achten sollte”, so Rainer Kolator.

KfV-Tipps zum Schulwegüben:

  • Das größte Gefahrenpotenzial birgt das Überqueren der Fahrbahn, deswegen sollte ein möglichst sicherer Übergang gesucht werden, auch wenn es ein Umweg ist.
  • Der Zebrastreifen wird in seiner Schutzwirkung häufig überschätzt, da viele Fahrzeuglenker nicht anhalten. Wichtig ist mit dem Kind zu üben, erst dann loszugehen, wenn die Fahrbahn frei ist bzw. alle Fahrzeuge angehalten haben.
  • Bei Fußgängerampeln: Grün alleine reicht nicht. Immer nach beiden Seiten schauen und auf Abbieger achten.
  • Der einmal festgelegte Weg sollte für das Kind verbindlich sein.
  • Kurz, aber oft üben.

Hinweise für Kinder:

  • Schulanfänger glauben, wenn sie ein Fahrzeug sehen, dass sie automatisch auch vom Fahrzeuglenker gesehen werden. Machen Sie Ihren Sprössling darauf aufmerksam, dass nur der Fahrzeuglenker reagieren kann, der ein Kind auch gesehen hat.
  • Weisen Sie Ihr Kind auch darauf hin, dass Fahrzeuge nicht sofort stehen bleiben können, besonders dann, wenn sie schnell fahren. Kinder glauben häufig, dass ein Auto sofort anhalten kann. (Der Anhalteweg bei 50 km/h beträgt mindestens 35 Meter!)

Auch die Freizeitwege üben

Die Freizeit, in der Kinder wesentlich ausgelassener und unkonzentrierter unterwegs sind, ist statistisch gesehen weitaus gefährlicher – mehr als 85 Prozent aller Kinderverkehrsunfälle passieren in der Freizeit! Die meisten Unfälle mit Kindern insgesamt ereignen sich zwischen 17 und 18 Uhr. Deswegen sollen nicht nur der Schulweg, sondern auch alle anderen Wege z.B. zum Spielplatz oder zu Freunden konsequent geübt werden.

Zahl der verletzten Schüler (6 - 15 Jahre) 2009 in den Salzburger Bezirken

Stadt Salzburg: 10

Bezirk Hallein: 3

Bezirk Salzburg-Umgebung: 1

Bezirk St. Johann: 5

Bezirk Tamsweg: 0

Bezirk Zell am See: 5



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