Vermisstensuche in Wildkogelarena: So hat der Lebensretter den Einsatz erlebt

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Der Neuschnee erschwerte die Suche nach dem vermissten Rodler zusätzlich.
Der Neuschnee erschwerte die Suche nach dem vermissten Rodler zusätzlich. - © Bergrettung Mittersill
Eine Vermisstensuche in der Wildkogelarena in Neukirchen/Bramberg (Pinzgau) nahm Mittwochvormittag ein glückliches Ende. Lawinenhund “Djuke” spürten den vermissten Rodler auf, im Interview schildert uns sein Herrchen seine Eindrücke und zeigt die Schwierigkeiten bei der Suchaktion auf.




Eine am Dienstag gestartete Suchaktion musste am Abend ergebnislos abgebrochen werden. Der vermisste 51-Jährige musste eine Nacht lang bei Minusgraden im Bereich der Rodelbahn ausharren. Gleich Mittwochmorgen ging es für die Bergretter weiter: “Für unsere Ortsstelle war es eigentlich eine ganz normale Suchaktion. Mein Gedanke war, sollten wir ihn lebend finden – in der Nacht gab es immerhin 30 Zentimeter Neuschnee – dann haben wir wirklich Riesenglück”, so Hundeführer Erik van Leerdam von der Salzburger Bergrettung im Gespräch mit SALZBURG24.

Bergretter müssen großes Gebiet absuchen

Eine Herausforderung stellte dabei auch die Größe des abzusuchenden Gebietes dar. Während bei einem Lawinenabgang ein eher eingeschränkter Bereich durchforstet werden muss, war hier eine Rodelbahn mit einer Länge von mehreren Kilometern abzusuchen. Die Bergretter müssen dabei auch auf ihre Vierbeiner Rücksicht nehmen, die können einen solchen Einsatz nämlich nur für zwei bis drei Stunden aufrechterhalten. Dass der Rodler letztendlich gefunden wurde, grenzt schon fast an ein Wunder.

Wildkogelarena: Hund “Djuke” wittert vermissten Rodler

Hund “Djuke” hat Mittwochvormittag dann offenbar etwas gehört: “Im ersten Moment dachte ich, dass er wo ein Reh gewittert hat. Ich habe dann aber in etwas Entfernung ein Loch entdeckt. Gerade in dem Moment, als ich einen Kollegen hinzuholte, sah ich, dass sich dort etwas bewegte”, so van Leerdam weiter. In diesem Moment bleibt allerdings keine Zeit für überschwängliche Emotionen: “Da ist man unglaublich aufgeregt. Man steht derart unter Adrenalin, dass man rundherum kaum etwas mitbekommt. Das Wichtigste ist dann, der Person zu helfen und weitere Maßnahmen zu setzen”, schildert der Hundeführer seine Erfahrungen.

Der 51-jährige Rodler aus Deutschland wurde daraufhin geborgen und nach der Erstversorgung durch einen Notarzt dem Roten Kreuz übergeben.

Streicheleinheiten und Leckerlis für Lawinenhund

Nach solch einem erfolgreichen Einsatz gibt es natürlich extra Streicheleinheiten und Leckerlis für den Vierbeiner. “Er ist einfach ein super Tier und ein guter Freund”, lobt van Leerdam seinen Lawinenhund. Seit drei Jahren arbeitet der Bergretter mit dem Hund zusammen, nächste Woche steht für “Djuke” noch eine letzte Überprüfung an. Dann ist er ein komplett ausgebildeter Lawinenhund und kann weiter Vermisste aufspüren, wie am Mittwoch in der Wildkogelarena.

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