Vermisster mexikanischer Priester tot aufgefunden

Im Norden Mexikos ist ein seit zehn Tagen verschwundener Priester tot aufgefunden worden. Das teilte die Diözese Saltillo am Donnerstag (Ortszeit) laut örtlichen Medienberichten mit, wie Kathpress am Freitag berichtete. Joaquin Hernandez Sifuentes war Diözesanpriester in Saltillo im nördlichen Teilstaat Coahuila, der von Drogenkartellen und Gewalt geplagt ist.

Der Bischof von Saltillo, Jose Raul Vera Lopez, hatte die Ermittlungen der Sicherheitskräfte kritisiert und fehlende Disziplin, Ethik und Professionalität attestiert. Über die Medien würden gezielt Nachrichten lanciert, um das Opfer zu kriminalisieren. Auch seien Familienangehörige und Zeugen eingeschüchtert worden.

In Mexiko sind allein in den vergangenen Monaten mehrere katholische Priester Opfer von Gewalt geworden. Drei Priester wurden Ende 2016 im Golfküstenstaat Veracruz entführt; einer wurde lebend aufgefunden, zwei wurden erschossen. Ein weiterer Priester wurde im westlichen Michoacan im September getötet. Mindestens 31 Priester wurden in Mexiko seit 2006 getötet.

(APA)

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