Verstümmelter Luchskadaver aus dem Pinzgau in Bayern entdeckt

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Der Luchs steht unter Artenschutz. (Symbolbild)
Der Luchs steht unter Artenschutz. (Symbolbild) - © APA/dpa-Zentralbild/Patrick Pleul
Im bayerischen Schneizlreuth (LKR. BGL) ist am Dienstag ein toter Luchs gefunden worden, bei dem der Kopf und die Vorderpfoten abgetrennt waren. Aufgrund des Fleckenmusters konnte festgestellt werden, dass es sich um das Männchen “Alus” handelte, das seit 2015 im Salzburger Pinzgau unterwegs war. 

Wie die Wildkatze ums Leben kam, ist noch nicht geklärt, teilte die bayerische Polizei am Donnerstag mit. Der Kadaver wurde im Saalachsee im sogenannten “Kleinen Deutschen Eck” gefunden. Unklar ist auch noch, ob die Körperteile erst bei der Bergung abgetrennt wurden oder schon davor.

Videomaterial von Wildkameras soll ausgewertet werden

Zur Aufklärung wird die bayerische Polizei mit allen möglichen Stellen zusammenarbeiten. So soll etwa das Videomaterial aller aufgestellten Wildkameras ausgewertet werden. Die Untersuchung am Fundort des Kadavers und Zeugenbefragungen seien bereits angelaufen. Außerdem will sich die Polizei mit den Kollegen in Österreich in Verbindung setzen, weil es auch möglich sei, dass der Luchs auf österreichischem Boden zu Tode kam und von der Saalach erst nach Bayern in den See geschwemmt wurde.

Luchs gehört zu besonders streng geschützten Tieren

Der Luchs gehört gemäß dem Bundesnaturschutzgesetz zu den besonders und streng geschützten Tieren. Nach dem Bundesjagdgesetz ist der Luchs ganzjährig geschont, darf also grundsätzlich nicht gejagt werden. Ausnahmen dürfen nur die zuständigen Sicherheits- oder Naturschutzbehörden unter engen Bedingungen zulassen. Im vorliegenden Fall berücksichtigt die Polizei bei den Überprüfungen, die unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein stattfinden, denkbare Verstöße nach dem Strafgesetzbuch (Jagdwilderei und ggf. auch Gefährdung schutzbedürftiger Gebiete), dem Bundesnaturschutzgesetz (Zugriffsverbote) und dem Tierschutzgesetz (Töten eines Wirbeltiers ohne vernünftigen Grund).

(SALZBURG24/APA)

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