Vertiefte EU könnte 1 Billion Euro im Jahr bringen

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EU setzt auf stärkere Integration
EU setzt auf stärkere Integration
Eine knappe Billion Euro – in dieser Größenordnung würde der wirtschaftliche Nutzen liegen, wenn die Integration der EU vertieft würde. Zu diesem Schluss kommt der wissenschaftliche Dienst des Europaparlaments bei einer Zusammenstellung seiner Analysen der vergangenen zwei Jahre. Allein 340 Mrd. Euro jährlich könnte demnach der einheitliche digitale Binnenmarkt bringen.


In diesem Ausmaß könnte die Produktivität gesteigert und der Strukturwandel beschleunigt werden, heißt es in dem am Freitag präsentierten Bericht. Der zweite große Brocken wären jene 300 Mrd. Euro, die durch den vertieften Binnenmarkt für Konsumenten und Bürger zu lukrieren wären. Vor allem bestehende Richtlinien müssten entsprechend umgesetzt werden. Der grenzüberschreitende Dienstleistungsverkehr müsse dabei ebenso gestärkt werden wie der europaweite Konsumentenschutz.

60 Mrd. Euro jährlich wären im Finanzsektor durch höheren Konsumentenschutz und bessere Regulierung zu lukrieren, was ebenso für eine Umsetzung des umstrittenen TTIP-Handelsabkommens mit den USA gelte. Und auch wenn kleinere Maßnahmen wie die Harmonisierung der bürgerlichen Gesetzbücher oder die Vereinfachung öffentlicher Formulare nicht ähnlich hohe Summen erbrächten, seien sie doch für den Einzelnen kostensparend, wird unterstrichen.

Nach jetzigem Stand könnten alles in allem 990 Mrd. Euro oder zusätzlich 7,5 Prozent des europäischen Bruttoinlandsprodukts die Europäische Wirtschaft ankurbeln, wenn die verschiedenen Parlamentsinitiativen in den einzelnen Sektoren aufgegriffen würden, zeigten sich die Verfasser des Langzeitberichts im Auftrag der Volksvertretung überzeugt. Es gehe natürlich nicht um exakte Voraussagen, betont Joseph Dunne vom wissenschaftlichen Dienst in seinem Vorwort. Aber man könne die Größenordnungen darstellen.

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