Verunreinigung mit Enterokokken: Trinkwasser-Warnung für St. Georgen

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Im St. Georgener Wasser wurde eine Verunreinigung festgestellte. (Symbolbild)
Im St. Georgener Wasser wurde eine Verunreinigung festgestellte. (Symbolbild) - © Bilderbox
Wegen einer bakteriologischen Verunreinigung ist das Leitungswasser in der Flachgauer Gemeinde St. Georgen bis auf Weiteres nicht als Trinkwasser geeignet. Die knapp 3.000 Einwohner müssen ihr Wasser derzeit abkochen bzw. auf abgefüllte Flaschen umsteigen.

“Bei einer Abnahmestelle sind von Mitarbeitern der Wassergenossenschaft Enterokokken festgestellt worden”, bestätigte der St. Georgener Amtsleiter Kurt Bamberger am Dienstag auf Anfrage von SALZBURG24. Trinkwasser muss regelmäßig auf eine solche Verunreinigung überprüft werden.

Enterokokken verursachen Durchfall

Die kugelförmigen Bakterien sind grundsätzlich Teil der normalen Dickdarmflora des Menschen und zahlreicher Säugetiere sowie von Vögeln. Der Nachweis von Enterokokken zeigt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine fäkale Verunreinigung an. Trinkt man dieses Wasser, kann das zu Durchfallserkrankungen führen.

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In St. Georgen wurden die Bakterien an einer Abnahmestelle nachgewiesen. Es handle sich dabei um die Zuleitung zu einem Haus, erläuterte Bamberger. Ob auch weitere Brunnen betroffen seien, könne man derzeit noch nicht sagen. In etwa zwei Tagen würden die detaillierten Ergebnisse vorliegen. Erst dann wisse man, wie groß das Ausmaß der Verunreinigung sei.

Alle Haushalte in St. Georgen informiert

Gemäß Trinkwasserverordnung wurden aber vorsorglich alle Haushalte in St. Georgen informiert und auf die zu ergreifenden Vorsichtsmaßnahmen hingewiesen.

“Sobald Enterokokken im Trinkwasser nachweisbar sind, sind sofortige Maßnahmen zur Wiederherstellung einer einwandfreien Trinkwasserqualität durch den Wasserversorger zu ergreifen”, informiert die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) auf ihrer Homepage. Konkret bedeutet dies eine Desinfektion des Trinkwassers mit geeigneten und zugelassenen Desinfektionsmitteln (z. B. Chlor, Chlordioxid, Hypochloritlauge).

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