Verurteilung von Ex-BayernLB-Chef Schmidt begrüßt

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Deal von Werner Schmidt mit der Staatsanwaltschaft
Deal von Werner Schmidt mit der Staatsanwaltschaft
Das Geständnis und die Verurteilung des ehemaligen BayernLB-Vorstandschefs Werner Schmidt am Montag in München hat zahlreiche Reaktionen ausgelöst. Für ÖVP-Klubchef Reinhold Lopatka ist es Bestätigung, dass es sich bei der Causa Hypo um einen “Kärntner Skandal” gehandelt hat. Die Grünen freuen sich über die Aufklärung, das BZÖ ist empört über “schmutzige Deals” am Rücken des toten Jörg Haider.


Schmidt hatte am Montag am Landesgericht München gestanden, 2,5 Mio. Euro Bestechungsgeld für das Klagenfurter Fußballstadion gezahlt zu haben. Er erhielt eine bedingte Haftstrafe von 18 Monaten und 100.000 Euro Geldstrafe, dafür ließ die Staatsanwaltschaft den Untreue-Vorwurf im Zusammenhang mit dem Kauf der Hypo Alpe-Adria-Bank fallen. Lopatka betonte, das Urteil beweise, dass man es hier mit einem “Kärntner Kriminalfall” zu tun habe, bei dem “von Beginn bis zum Ende Korruption im Spiel war”. Ursache für das Hypo-Desaster sei die “Alles-ist-möglich-Mentalität” der Haider-FPÖ gewesen. Die Republik habe den “Hypo-Rucksack” geerbt.

Die Kärntner Grünen – sie haben sich beim Hypo-U-Ausschuss im Kärntner Landtag um die Aufklärung der Vorgänge verdient gemacht – sehen sich in ihrer Arbeit bestätigt. Nun trage die Arbeit auch konkrete Früchte, vermerkte Grün-Mandatar Reinhard Lebersorger am Dienstag. Die Grünen, damals noch mit Rolf Holub als Ausschussvorsitzendem, hatten penibel Material zusammengetragen und in einem rund 700 Seiten starken Abschlussbericht ein ziemlich genaues Bild über die Vorgänge rund um den Verkauf der Mehrheit der Hypo-Anteile an die Münchner Bank gezeichnet.

Empörung herrscht hingegen beim BZÖ, das ja 2005 von Haider gegründet worden war. BZÖ-Sprecher Rainer Widmann sieht eine “Hetzkampagne gegen LH Jörg Haider”. Dieser könne sich gegen diesen “schmutzigen Justizdeal” in München nicht mehr wehren und werde zum Schmiergeldempfänger gestempelt, so Widmann. Die Orangen sehen gar Kultur- und Sportsponsoring in Österreich gefährdet. Denn es sei “gang und gäbe”, dass Regionalbanken Kultur- und Sportvereine fördern.

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