Verwirrung um AFP-Treffen: Veranstaltung zweifach angemeldet

Die Veranstaltung wurde für zwei unterschiedliche Orte angemeldet.
Die Veranstaltung wurde für zwei unterschiedliche Orte angemeldet. - © APA/Symbolbild
Die von Verfassungsexperten als rechtsextrem eingestufte Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik (AFP) hat ein dreitägiges Treffen für kommendes Wochenende im Raum Wels-Land in Oberösterreich angemeldet. Dieselbe Veranstaltung wurde aber auch für Salzburg angekündigt (Wir haben berichtet). Soll hier bewusst für Verwirrung gesorgt werden?

Die zuständigen Behörden in Oberösterreich prüfen derzeit die Veranstaltung, ob sie untersagt werden müsse. Ebenso will der Verfassungsschutz in Salzburg ein Auge auf das geplante Treffen haben, hieß es Anfang Oktober auf Anfrage von SALZBURG24 von Seiten der Polizei.

Die AFP sei eine nicht verbotene Partei, so die Polizei. Überprüft würden aber die Themen beziehungsweise die Teilnehmer der Veranstaltung.

Rechtes Treffen doch in Salzburg?

Auf einer Seite im Internet wird die 49. Politische Akademie der AFP noch für Salzburg angekündigt. Auch dort wurde sie angemeldet.

Laut Programm werden unter dem Leitsatz “Europa: Wiedergeburt oder Untergang” Spitzen-Referenten aus ganz Europa für Freiheit und Souveränität eintreten.

Europäisches Rechtslager tritt gegen EU auf

Die Vortragenden wollen ein “klares Gegenmodell zur kapitalistischen EU der Konzerne präsentieren und die nationalen Erhebungen in ihren Heimatländern dokumentieren”. Die Rede ist von offiziellen Vertretern der nationalen Bewegungen “Goldene Morgenröte” aus Griechenland, der “Jobbik” aus Ungarn, und einem Vertreter der nationalistischen Bewegung Irlands sowie den rechten Publizisten Pierre Krebs und Richard Melisch. “Die Abende werden durch gemeinsames Singen von Volks- und Freiheitsliedern abgerundet”, heißt es weiter in der Einladung.

Verwirrung um AFP-Veranstaltung

Die Polizei geht aber auch davon aus, dass die Veranstalter das Treffen gar nicht in Oberösterreich durchführen, sondern kurzfristig doch in Salzburg, Süddeutschland oder in einem anderen Land. (SALZBURG24/APA)

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