Viehhaltung: Weniger Schweine und Rinder, mehr Schafe

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Der Trend geht zur Schafzucht
Der Trend geht zur Schafzucht - © APA (dpa)
Bei der Viehhaltung in Österreich gibt es seit vielen Jahren eine deutliche Verschiebung von der Rinder- und Schweinezucht hin zu Schafen und Ziegen. Das geht aus Zahlen der Statistik Austria hervor, die wiederum auf Daten der Agrarmarkt Austria und auf Stichproben-Befragungen beruhen. Der Rinderbestand ist heute niedriger als vor zehn Jahren.

Im zweiten Halbjahr 2016 (Stichtag 1. Dezember) ist der Rinderbestand zwar um 1,1 Prozent auf 1,954 Millionen gestiegen, der langjährige Trend ist aber ein anderer: Trotz steigender Bevölkerung ist er seit 2006 gesunden, damals gab es gut zwei Millionen Rinder. Die Anzahl der Rinderbetriebe hat sich gar um ein Viertel auf derzeit rund 60.560 verringert.

Noch deutlicher ist der Rückgang bei der Schweinezucht: Hier hat sich der Bestand innerhalb von zehn Jahren von 3,14 Millionen auf 2,79 Millionen verringert und die Anzahl der Betriebe von rund 45.000 auf heute 24.200 nahezu halbiert. Im Jahresabstand betrug der Rückgang des Schweinebestandes 1,9 Prozent.

Anders sieht es bei Schafen und Ziegen aus: Der Bestand an Schafen ist innerhalb des letzten Jahres um 7 Prozent auf 378.000 gestiegen. Gegenüber 2006 betrug der Anstieg gut zwei Prozent, die Anzahl der Betriebe ist mit 14.609 zwar etwas niedriger als vor zehn Jahren, allein im letzten Jahr aber um 3 Prozent gestiegen.

Der Ziegenbestand hat im letzten Jahrzehnt um die Hälfte auf 82.735 zugenommen, während die Anzahl der Betriebe mit gut 9.000 ziemlich konstant ist.

Von den 1970er-Jahren bis 1990 hatte es in Österreich mehr als zweieinhalb Millionen Rinder gegeben. Bei den Schweinen wurde die Drei-Millionen-Grenze erstmals von 2011 auf 2012 unterschritten.

(APA)

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