Viele Tote bei Putschversuch – Erdogan kündigt “Säuberung” an

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Nach dem gescheiterten blutigen Putschversuch türkischer Militäreinheiten geht der Staatsapparat von Präsident Recep Tayyip Erdogan massiv gegen mutmaßliche Unterstützer vor.

Offiziellen Angaben zufolge wurden in einer ersten Aktion mehr als 2800 Putschisten aus den Reihen der Streitkräfte, zehn Mitglieder des türkischen Staatsrats – eines der obersten Gerichte – festgenommen. Ferner wurden fünf Mitglieder des Hohen Rats der Richter und Staatsanwälte und mehr als 2700 Richter abgesetzt.

Die türkischen Behörden nahmen einem Bericht der Nachrichtenagentur Anadolu zufolge den Oberbefehlshabenden der Zweiten Armee, General Adem Huduti, fest. Die Zweite Armee hat ihr Hauptquartier in Malatya und ist für das Grenzgebiet zu Syrien, dem Irak und dem Iran verantwortlich. Amtlichen Angaben zufolge befindet sich auch der Kommandant der Dritten Armee, Erdal Öztürk, in Polizeigewahrsam.

Zudem nahm die Polizei am Samstag Alparslan Altan, ein Mitglied des Verfassungsgerichts fest. Es handelt sich um den höchsten Justizvertreter unter den zahlreichen Verhafteten, wie der Sender CNN Türk berichtete.

Kein Gebiet mehr außerhalb der Kontrolle der Regierung

Nach Einschätzung des türkischen Verteidigungsministers Fikri Isik befindet sich inzwischen kein Gebiet in der Türkei mehr außerhalb der Kontrolle der Regierung. Ein Putsch sei verhindert worden. Dennoch müsse man wachsam bleiben. Es sei zu früh, um zu sagen, dass die mit dem Putschversuch verbundene Gefahr vollständig eliminiert worden sei.

Erdogan kündigt “vollständige Säuberung” an

Erdogan kündigte eine “vollständige Säuberung” des Militärs an. Er bezeichnete den Freitagnacht gestarteten Putschversuch dafür als einen “Segen Gottes”. Bei dem versuchten Umsturz wurden offiziellen Angaben zufolge in der Nacht mindestens 265 Menschen getötet und mehr als 1000 verletzt. Das Ziel der Putschisten nach eigenen Angaben war, unter anderem die verfassungsmäßige Ordnung, die Demokratie und die Menschenrechte wiederherzustellen.

Ministerpräsident Binali Yildirim sagte am Samstag, die Lage sei weitgehend unter Kontrolle. Der Chef des Geheimdienstes MIT, Hakan Fidan, teilte mit, der Einsatz gegen die Putschisten sei weitgehend abgeschlossen. In der letzten Bastion, dem Armeehauptquartier in Ankara ergaben sich Putschisten.

Acht türkische Soldaten setzten sich mit einem Militärhubschrauber nach Griechenland ab und beantragten dort politisches Asyl. Sie sollten möglicherweise ausgeliefert werden.

Liveticker-Nachlese der Ereignisse in der Türkei

Ausnahmezustand in der Türkei

Die acht türkischen Soldaten, die sich per Hubschrauber nach Griechenland abgesetzt und dort politisches Asyl beantragt haben, sollen nach türkischer Darstellung bald wieder zurückgeschickt werden.

Der griechische Außenminister Nikos Kotzias habe ihm am Telefon die Auslieferung "der acht Verräter" in kürzester Zeit zugesagt, teilte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Samstag auf Twitter mit. Athen bestätigte das Telefonat, äußerte sich aber zurückhaltender.




Italiens Premier Matteo Renzi hat sich nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei "erleichtert" gezeigt. "Die Sorge wegen einer außer Kontrolle geratenen Lage in einem Nato-Partnerland wie der Türkei weicht dem Sieg der Stabilität und der demokratischen Institutionen", betonte Renzi in einer Presseaussendung am Samstag.

Die türkischen Behörden haben einem Bericht der Nachrichtenagentur Anadolu zufolge den Oberbefehlshabenden der Zweiten Armee. General Adem Huduti verhaftet. Er ist der bisher höchstrangige Soldat, der nach dem Putschversuch festgenommen wurde. Die Zweite Armee hat ihr Hauptquartier in Malatya und ist für das Grenzgebiet zu Syrien, dem Irak und dem Iran verantwortlich.

Zudem nahm die Polizei am Samstag Alparslan Altan, ein Mitglied des Verfassungsgerichts fest. Es handelt sich um den höchsten Justizvertreter unter den zahlreichen Verhafteten, wie der Sender CNN Türk berichtete.

Yildirim sagte am Samstag in Ankara: "Ich bedanke mich einmal mehr bei den Führern unserer Parteien, den Fraktionschefs und allen Abgeordneten." Er betonte zudem: "Ich danke jedem türkischen Bürger, der auf die Straße gegangen ist, um die Demokratie zu verteidigen. Ich bin so stolz, Teil dieser Nation zu sein."

Bei der Sondersitzung des Parlaments nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei hat Ministerpräsident Binali Yildirim der Opposition und türkischen Bürgern für ihre Unterstützung gedankt. Er erklärte den 15. Juli - den Tag des gescheiterten Putsches - zum künftigen "Demokratie-Festtag".

Die dem Militär nahestehende Zeitung "Sözcü" berichtete am Samstag, ein aufgebrachter Mob habe einem Soldaten in Istanbul die Kehle durchgeschnitten. Regierungskreise bestätigten den Bericht zunächst nicht.

Auf weiteren Aufnahmen ist zu sehen, wie Putschgegner einen Panzer umzingeln. Ein Demonstrant steigt auf das Dach und tritt auf den Soldaten in der Luke ein. Stimmen sind zu hören, die auf Türkisch rufen: "Schlag ihn! Schlag ihn!" Andere flehen: "Das ist ein Soldat! Hört auf!" Ein Polizist eilt dem Soldaten schließlich zur Hilfe.

Derjenige, der das Video aufnimmt, sagt auf Türkisch: "Vier haben wir umgebracht, jetzt sind wir beim fünften. Hund!" Schüsse sind zu hören. Andere rufen "Gott ist groß", "Ungläubiger!" und "Krepier!". Mehrere treten auf den leblos wirkenden Körper ein. Das Video wurde via Twitter verbreitet.

Während des Putschversuchs in der Nacht zu Samstag sollen nach unbestätigten Berichten womöglich Soldaten misshandelt oder sogar gelyncht worden sein. Auf einem Video, das offenbar auf einer der Bosporus-Brücken in Istanbul aufgenommen wurde, ist ein Soldat zu sehen, der blutüberströmt auf dem Boden liegt.

Bulgarien hat wegen des Putschversuchs im Nachbarland Türkei vorsorglich 230 Soldaten an die türkische Grenze geschickt. Der Schutz der bulgarischen EU-Außengrenze zur Türkei sei verstärkt worden, obwohl es keine Anzeichen für einen möglichen Flüchtlingszustrom gegeben habe.

Nach dem Putschversuch ist die türkische Nationalversammlung im beschädigten Parlamentsgebäude in der Hauptstadt Ankara zu einer Sondersitzung zusammengekommen. Die Abgeordneten verharrten in einem Moment der Stille, bevor die Nationalhymne abgespielt wurde, wie auf Fernsehbildern zu sehen war.

Der französische Präsident Francois Hollande erwartet nach dem Putschversuch in der Türkei ein hartes Vorgehen der Regierung gegen die verantwortlichen Militärvertreter. Es werde "zweifellos zu Repressionen" kommen, sagte er am Samstag in Paris. Wenn sich die Situation wieder beruhigt habe, werde der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen.

Die Berichte über Misshandlungen an Putschisten häufen sich. Merkels Verweis dürfte wohl ihrem Schicksal gegolten haben.


Merkel unterstrich, eine Regierung, die die Rechte aller achte und die Minderheiten schütze, sei die beste Grundlage für die Rückkehr zum inneren Frieden in der Türkei. "Die Türkei ist ein Land, mit dem wir eng verbunden sind", sagte die Kanzlerin.

Man stehe in engem Kontakt mit den deutschen Soldaten auf dem türkischen Militärstützpunkt Incirlik, um jederzeit deren Sicherheit zu gewährleisten.

"Uns leitet die Solidarität mit allen politischen Kräften in Regierung und Opposition, die sich genau diesen Werten verpflichtet fühlen", sagte Merkel am Samstag in Berlin. "Gerade im Umgang mit den Verantwortlichen für die tragischen Ereignisse der letzten Nacht sollte sich der Rechtsstaat beweisen."

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Putschversuch in der Türkei scharf verurteilt und ein Ende des Blutvergießens gefordert. Zugleich rief sie die türkische Regierung zu einem rechtsstaatlichen Umgang mit den Putschisten auf.

Bei einem klassischen Putsch hätten wohl Regierungsgebäude besetzt und der Präsident verhaftet werden müssen. Bei einem Terrorangriff würden hingegen an mehreren Orten Zivilisten getötet. In diese Kategorie falle, dass in Ankara aus einem Militärhubschrauber das Feuer auf gewaltfrei demonstrierende Arbeiter, Angestellte und Studenten eröffnet wurde. "Das war Terror. In der türkischen Tradition gehört das nicht zu einem Putsch".

"Das war etwas zwischen einem Putsch und einem Terroranschlag an mehreren Orten gleichzeitig", kommentierte ein Beobachter in der Türkei die Ereignisse der abgelaufenen Nacht. Für jemanden, der wie er schon den Putsch von 1980 miterlebt hat, war es nicht so aufregend, wohl aber für seine Kinder. "Das war ja wirklich dilettantisch", so ein anderer. Namentlich in Medien vorkommen will keiner.

Die Türkei hat den NATO-Luftwaffenstützpunkt Incirlik in der südlichen Provinz Adana abgeriegelt. Wie das US-Konsulat am Samstag mitteilte, wurde die Energieversorgung unterbrochen, der Zugang zur Basis und auch das Verlassen des Stützpunktes wurden aus Sicherheitsgründen untersagt.

Auf der Basis haben vor allem die USA, aber auch mehrere andere Länder, darunter Deutschland, Verbände stationiert, die sich am Kampf gegen die Jihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) in Syrien beteiligen

+++Türkei riegelte NATO-Luftwaffenstützpunkt Incirlik ab+++

"Ich kenne kein Land, das hinter diesem Mann, diesem Führer einer Terroristenbande, stehen würde, besonders seit letzter Nacht. Ein Land, das hinter diesem Mann steht kann kein Freund der Türkei sein. Es wäre vielmehr ein feindlicher Akt gegen die Türkei", erklärte Yildirim.

Der Premier kritisierte indirekt die USA, weil sie die von der Türkei wegen Gülen geäußerten Besorgnisse nicht verstehen würden. "Wir mussten daher einen hohen Preis zahlen", klagte Yildirim. Die Türkei habe bereits ein Auslieferungsbegehren für Gülen an die USA gerichtet.

Die türkische Regierung hat die USA kritisiert, weil sie dem islamischen Prediger Fethullah Gülen Exil gewähren. Ankara beschuldigt Gülen, hinter dem gescheiterten Putschversuch in der Nacht auf Samstag zu stehen.

Ein Land, dass den "Führer des Parallelstaates" beherberge, könne nicht als Freund der Türkei betrachtet werden, sagte Ministerpräsident Binali Yildirim bei einer Pressekonferenz am Samstag, wie "Hürriyet Daily News" berichtete.

Die acht türkischen Soldaten, die mit einem Militärhubschrauber nach Griechenland geflüchtet sind und dort politisches Asyl beantragt haben, stellen Athen vor ein diplomatisches Dilemma.

Ihre Anträge müssten nach den Regeln des internationalen Rechts bearbeitet werden, sagte die griechische Regierungssprecherin Olga Gerovasili am Samstag dem staatlichen Fernsehsender ERT. Anderseits hätten die Männer, die offenbar am Putschversuch beteiligt waren, gegen die türkische Verfassung verstoßen.

In einem ersten Schritt solle der Hubschrauber, mit dem die Soldaten Samstagmittag in der nordgriechischen Stadt Alexandroupolis notgelandet waren, in die Türkei zurücktransportiert werden, so Gerovasili weiter. Was die Insassen beträfe, würden alle diplomatischen Wege genutzt, um sich mit der Türkei auszutauschen.




Die französische Regierung hat den Putschversuch in der Türkei verurteilt. "Die Türkei wurde Ziel eines versuchten Gewaltstreichs gegen ihre verfassungsmäßige Ordnung, was Frankreich aufs heftigste verurteilt", sagte Außenminister Jean-Marc Ayrault am Samstag. "Die türkische Bevölkerung hat ihre große Reife und ihren Mut bewiesen, indem sie sich für den Respekt der Institutionen einsetzte", fügte er hinzu. Sie habe dafür den Preis bezahlt mit zahlreichen Opfern. Frankreich hoffe, dass die türkische Demokratie gestärkt aus dieser Prüfung hervorgehen werde.

Die französische Regierung hat den Putschversuch in der Türkei verurteilt. "Die Türkei wurde Ziel eines versuchten Gewaltstreichs gegen ihre verfassungsmäßige Ordnung, was Frankreich aufs heftigste verurteilt", sagte Außenminister Jean-Marc Ayrault am Samstag. "Die türkische Bevölkerung hat ihre große Reife und ihren Mut bewiesen, indem sie sich für den Respekt der Institutionen einsetzte", fügte er hinzu. Sie habe dafür den Preis bezahlt mit zahlreichen Opfern. Frankreich hoffe, dass die türkische Demokratie gestärkt aus dieser Prüfung hervorgehen werde.

Die USA haben ihrem NATO-Partner Türkei Hilfe bei der Aufklärung der Hintergründe des Putschversuchs gegen die Regierung von Staatschef Recep Tayyip Erdogan zugesichert. US-Außenminister John Kerry forderte am Samstag in Luxemburg zugleich die türkische Seite auf, Erkenntnisse über den in den USA ansässigen islamischen Prediger Fethullah Gülen mit den US-Diensten zu teilen.

Politiker aus aller Welt riefen zur Zurückhaltung auf

EU-Ratspräsident Donald Tusk sagte, die Türkei sei ein Schlüsselpartner für die EU. "Die EU unterstützt voll und ganz die demokratisch gewählte Regierung, die Institutionen des Landes und die Herrschaft des Rechts."

US-Präsident Barack Obama appellierte an alle Parteien, die demokratisch gewählte Regierung zu unterstützen. Die Türkei müsse so schnell wie möglich wieder den Weg der Stabilität und Ordnung einschlagen, sagte ein Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Yildirim sprach von einer "Parallelstruktur" in den Streitkräften, aus der heraus der Putschversuch unternommen worden sei. Die Angehörigen dieser Gruppe seien mittlerweile in den Händen der Justiz. Yildirim brachte die Todesstrafe ins Gespräch. Die sei zwar in der Verfassung nicht vorgesehen, man werde aber Gesetzesänderungen prüfen, um zu verhindern, dass sich ein Putschversuch wiederhole.

Nach Regierungsangaben wurden 104 Putschisten und 161 weitere Menschen getötet und nahezu 1.500 verletzt. Fast 3.000 Armeeangehörige seien bisher festgenommen worden, sagte Ministerpräsident Binali Yildirim.

Nach dem Putschversuch in der Türkei sind laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu 2.745 Richter abgesetzt worden. Zudem seien fünf Mitglieder des Hohen Rats der Richter und Staatsanwälte in Ankara vom Dienst entbunden, meldete Anadolu am Samstag. Gegen sie liefen Ermittlungen, hieß es zur Begründung.



Kurz wandte sich auch direkt an Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan: "Dieser Militärputsch ist kein Freibrief, um nicht-rechtsstaatlich oder sogar willkürlich zu agieren", warnte er. "Wir brauchen gerade in der Türkei eine Regierung des Rechts." Zugleich verurteilte Kurz die Putschisten; ihr Vorgehen und vor allem die Tötung von Menschen dabei sei "definitiv nicht zu rechtfertigen".

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) hat "alle Kräfte in der Türkei" nach dem versuchten Militärputsch zur Besonnenheit aufgerufen. Menschenleben seien zu schützen, Rechtsstaat und Demokratie seien zu achten, sagte Kurz, der sich derzeit in Erbil im Nordirak aufhält, vor österreichischen Journalisten.

In der westtürkischen Millionenstadt Bursa haben die Menschen den Putschversuch einer Militärgruppe in erster Linie über die Nachrichten miterlebt. Vor allem junge Leute seien verwirrt gewesen und hätten nicht gewusst, wie sie die Lage einschätzen sollten, sagte eine 21-jährige Österreicherin, die sich seit dreieinhalb Monaten in Bursa aufhält, am Samstag zur APA.

Erdogan sieht Putschversuch als "Segen Gottes"

"Im Sinne von 'alles hat auch etwas Gutes' ist dieser Aufstand, diese Bewegung letztendlich ein Segen Gottes. Warum ein Segen Gottes? Diese Bewegung ist eine, die als Anlass dazu dienen wird, dass unsere Streitkräfte, die vollkommen rein sein müssen, gesäubert werden."

(Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am Samstagmorgen auf dem Atatürk-Flughafen in Istanbul zum Putschversuch)

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu fordert die Auslieferung jener Soldaten, die offenbar am Putschversuch beteiligt waren und sich mit einem Hubschrauber nach Griechenland abgesetzt haben. "Wir haben die Auslieferung der acht verräterischen, per Hubschrauber nach Griechenland geflüchteten Soldaten verlangt", schrieb er auf Twitter.


Die Soldaten waren Samstagmittag mit einem Militärhubschrauber in der griechischen Hafenstadt Alexandroupolis nahe der türkischen Grenze gelandet. Nach einem Bericht des griechischen Fernsehsenders ERT hatte der Pilot die Erlaubnis für eine Notlandung erbeten und wurde von zwei griechischen Kampffliegern bis zum Flughafen der Stadt begleitet.





Mit diesem Massen-SMS mobilisierte Erdogan seine Anhänger:




+++Putschisten kapern Kriegsschiff+++

Nach Angaben griechischer Militärs haben regierungsfeindliche Kräfte im türkischen Marinestützpunkt Gölcük eine Fregatte gekapert. Der türkische Flottenchef sei als Geisel genommen worden.

Der türkische Präsident Erdogan rief die Bevölkerung in einer SMS auf, für Demokratie und Frieden einzustehen. Die Menschen sollten sich auf den Straßen einem kleinen Kader entgegenstellen.

In Nordgriechenland sind acht Insassen eines dort gelandeten türkischen Militär-Hubschraubers festgenommen worden, wie die griechische Polizeibehörde mitteilte. Sie haben laut den Behörden um politisches Asyl angesucht.

+++Türkische Regierung: Lage wieder vollständig unter Kontrolle+++

Die türkische Regierung hat die Lage nach dem Putschversuch nach eigenen Angaben wieder vollständig unter Kontrolle. Das sagte Ministerpräsident Binali Yildirim am Samstagmittag in Ankara.

Insgesamt sind laut Yildirim neben den Putschisten 161 Menschen getötet worden. Zuvor hatte die Armee die Tötung von 104 Putschisten mitgeteilt. Yildirim sagte auch, die Todesstrafe sei in der Verfassung nicht vorgesehen, die Türkei werde aber Gesetzesänderungen erwägen, um sicherzustellen, dass sich ein Putschversuch nicht wiederholen könne.

Es gibt erste Berichte von Übergriffen auf Soldaten, die sich am Putsch beteiligten.








Die allermeisten Reiseveranstalter buchen Türkeireisen, die heute oder morgen starten, kostenfrei um oder stornieren diese gratis. Das sagte eine Sprecherin des Verkehrsbüros am Samstagvormittag auf APA-Anfrage. Grund ist der Putschversuch in der Türkei. Wie es ab Montag mit kostenfreien Umbuchungs- oder Stornomöglichkeiten aussieht, bleibt vorerst noch abzuwarten.

An Ort und Stelle können sich verunsicherte Türkeireisende bei den Ruefa-Filialen erkundigen, auch ein Callcenter steht für telefonische Anfragen bereit.

Der neue Militärchef kündigte an, Anhänger des im US-Exil lebenden Predigers Fethullah Gülen aus den Reihen der Armee zu entfernen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte Anhänger der Gülen-Bewegung für den Putsch verantwortlich gemacht. Die türkische Regierung wirft ihnen vor, im Land parallele Strukturen errichtet zu haben. Gülen selbst hat den Umsturzversuch allerdings bereits verurteilt und die Anschuldigungen zurückgewiesen.

Bei dem Putschversuch in der Türkei sind nach Angaben des Militärs 194 Menschen ums Leben gekommen. Darunter seien 47 Zivilisten und 104 Putschisten, sagte der kommissarisch zum Militärchef ernannte General Ümit Dündar am Samstag.

Bei den anderen Todesopfern handelt es demnach sich um 41 Polizisten und zwei Soldaten, die nicht am Putsch beteiligt waren. 1.563 Soldaten seien festgenommen worden.







Österreichs Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) hat am Samstag angesichts der Situation in der Türkei gefordert, dass "unverzüglich der Weg zurück zum Dialog und zur Rechtsstaatlichkeit beschritten" wird. In einem Statement auf seiner Facebookseite erklärte Kern weiter: "Meine Anteilnahme gilt den Familien der Toten".




Der islamische Prediger Fethullah Gülen hat den Umsturzversuch von Teilen des türkischen Militärs verurteilt und die Anschuldigungen des mit ihm verfeindeten Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zurückgewiesen. Er habe in den vergangenen Jahrzehnten selbst mehrere Militärputsche in seinem Heimatland miterleben müssen, daher sei die Behauptung, er sei in den Staatsstreich verwickelt, "besonders beleidigend", erklärte der in den USA lebende Geistliche in der Nacht zum Samstag.

"Ich weise solche Anschuldigungen kategorisch zurück", betonte Gülen. Er verurteile den Putschversuch "auf das Schärfste". Er bete dafür, dass sich die Lage in der Türkei schnell und friedlich kläre, fügte Gülen hinzu.

Die meisten der in der Putschnacht getöteten Menschen seien Zivilisten, berichtete der TV-Sender NTV unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft im Distrikt Gobasi. Nach Angaben von Ministerpräsident Binali Yildirim wurde auch ein General, der zu den Putschisten gehörte, getötet.

Bei einer Operation gegen Umstürzler am Hauptquartier der Gendarmerie in Ankara sind nach Angaben aus türkischen Regierungskreisen 16 Putschisten getötet worden. Fast 250 Putschisten seien festgenommen worden, hieß es am Samstagmorgen aus Regierungskreisen. Das Hauptquartier der Gendarmerie sei "von Putschisten befreit" worden.

Der Chef des Geheimdienstes MIT, Hakan Fidan, sei wohlauf und an einem sicheren Ort, hieß es weiter. Fidan habe beim Angriff von Putschisten auf das Geheimdienst-Hauptquartier in Ankara den Befehl ausgegeben, "bis zum Ende zu kämpfen". Auch dort sei die Lage inzwischen deeskaliert.

Türkische Sicherheitskräfte haben laut einem Fernsehbericht den von Putschisten festgehaltenen Armeechef Hulusi Akar befreit.

General Akar sei an einen sicheren Ort gebracht worden, berichtete der private Fernsehsender CNN-Türk am Samstagmorgen. Demnach fand die Befreiung nach dem Putschversuch von Teilen der Armee während eines Einsatzes am Luftwaffenstützpunkt Akinci nordwestlich der Hauptstadt Ankara statt.

Ministerpräsident Binali Yildirim hat für Samstagnachmittag eine Dringlichkeitssitzung des Parlaments einberufen. Neben der regierenden AKP hatten auch alle drei im Parlament vertretenen Oppositionsparteien den Putschversuch verurteilt.

Bei Luftangriffen der Putschisten auf das Parlament in Ankara ist das Gebäude der türkischen Nationalversammlung stark beschädigt worden. Auf Fernsehbildern waren am Samstagmorgen Trümmer, zerborstene Scheiben und gravierende Schäden am Mauerwerk zu sehen.




Während des Putschversuchs sind mindestens 90 Menschen getötet worden. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, wurden zudem 1.154 Menschen verletzt. Zuvor war von mindestens 60 Toten die Rede gewesen.

Inzwischen sind fast 1.600 mutmaßliche Beteiligte aus den Reihen der Streitkräfte festgenommen worden. Die Zahl liege mittlerweile bei 1.563, verlautete am Samstagmorgen. Fünf Generäle und 29 Oberste seien ihrer Posten enthoben worden.

Das Hauptquartier des türkischen Militärs ist nach Angaben eines hochrangigen Regierungsvertreters unter der Kontrolle von Regierungstruppen. Eine kleine Gruppe leiste aber noch Widerstand. Die Putschisten hätten noch einige Hubschrauber unter ihrer Kontrolle, aber keine Kampfjets. Fünf Generäle seien ihrer Posten enthoben.

Die Angriffe auf das türkische Parlament und den Präsidentenpalast hätten weitgehend aufgehört. Anhänger von Präsident Erdogan haben in den frühen Morgenstunden einem Augenzeugen zufolge Soldaten angegriffen, die sich auf einer Brücke in Istanbul ergeben hatten. Die Polizei kam ihnen zu Hilfe.





Erdogan kündigte an, er wolle die Armee "säubern". Erneut machte er die Bewegung seines Intimfeindes Fethullah Gülen für den Putsch verantwortlich, die sich jedoch umgehend vom Aufstand distanzierte.

Auf dem berühmten Taksim-Platz in Istanbul liefen Dutzende Leute in Panik davon, als Kampfjets im Tiefflug über den Platz jagten. Einige warfen sich sofort auf den Boden, andere suchten hinter Autos und Lastwagen Schutz. Der Platz ist ein Verkehrsknotenpunkt und bei Protesten immer wieder ein wichtiger Versammlungsplatz.

An mehreren Orten strömten aufgebrachte Menschen zusammen, kletterten auf die Panzer und konfrontierten Soldaten, wie Bilder von Fernsehsendern zeigten. An der Bosporus-Brücke ergaben sich mehrere Soldaten. Nahe dem Taksim-Platz führten Polizisten Soldaten in Handschellen ab.

Auch dies war zu sehen: Menschen, die vor verlassenen Panzern Selfies schossen.





Nach dem Putschversuch in der Türkei haben sich in den Straßen der Hauptstadt Ankara und in Istanbul dramatische Szenen abgespielt. In beiden Städten waren in der Nacht Panzer aufgefahren, unter anderem an der berühmten Bosporus-Brücke, die in Istanbul Asien und Europa verbindet. In beiden Städten waren auch Schüsse zu hören


Fernsehsender und Fotografen zeigten in Ankara zahlreiche Menschen, die sich auf den Straßen um Verletzte kümmerten, die am Boden lagen. Viele wurden auf türkische Flaggen gebettet oder damit zugedeckt. In der Nähe des Armeehauptquartiers fuhren zahlreiche Krankenwagen mit Blaulicht auf, wie auf Fotos zu sehen war.





Nachdem NTV über einen Luftangriff nahe des Präsidentenpalastes in Ankara berichtete, meldete der Fernsehsender CNN Türk den Abschuss eines Militärhubschraubers.

Dieser soll dem Bericht zufolge auf die ebenfalls in der Hauptstadt befindlichen Büros staatlichen Satellitenbetreibers Türksat gefeuert haben. Die Räumlichkeiten befinden sich nur wenige Kilometer entfernt vom Präsidentenpalast.

Parlamentspräsident Ismail Kahraman sagte, dass alle Abgeordneten wohlauf seien. Kein der der Parlamentarier, die sich während des Bombardements im Gebäude befunden hätten, sei zu Schaden gekommen. Auf TV-Bildern war zu sehen, dass das Dach des Gebäudes beschädigt, aber nicht zerstört wurde.

Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim hat das Militär nach Angaben aus dem Präsidialamt angewiesen, von den Putschisten gekaperte Flugzeuge abzuschießen. Kampfflugzeuge mit einem entsprechenden Auftrag seien von der Luftwaffenbasis Eskisehir abgehoben, hieß es aus dem Präsidialamt.

Bilder und Videos sich ergebender beziehungsweise in Gefangeschaft geratender Soldaten machen derzeit im Internet die Runde.




Wie es gegenwärtig scheint, brach der Putschversuch gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan schon nach wenigen Stunden zusammen.

Erdogan wurde bei seiner Landung in Istanbul von hunderten jubelnden Unterstützern begrüßt. Davor hatten sich bereits Dutzende Soldaten den Polizeikräften ergeben.




Lange war unklar, wo sich der türkische Präsident befindet. Es kursierten in der Nacht sogar Gerüchte, er habe um Asyl in Deutschland angesucht.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat nach seiner Ankunft in Istanbul ein hartes Vorgehen gegen die Aufständischen angekündigt. ES habe den Versuch eines Aufstandes gegeben gegen die Solidarität und die Einheit des Landes, sagte Erdogan dem Sender Fox TV zufolge. Der Sender NTV zeigt Bilder des Präsidenten außerhalb des Flughafens, umgeben von Anhängern.

Erdogan versicherte, dass die an dem Aufstand beteiligten die nötige Antwort erhalten werden, unabhängig davon, aus welchen Institutionen sie stammten.

In der Nähe des Präsidentenpalastes in Ankara ist einem Medienbericht zufolge eine Bombe eingeschlagen. Das Geschoß sei von einem Kampfflugzeug über der türkischen Hauptstadt abgeworfen worden, berichtete der Fernsehsender NTV am Samstag.




In Istanbul waren unterdessen auch im Morgengrauen noch Schüsse und Explosionen zu hören. Der türkische Präsidenten Recep Tayyip Erdogan war noch in der Nacht in der Millionenmetropole gelandet.

Dabei sagte er, sei vor seinem Flug nach Istanbul in Marmaris an der türkischen Ägäis-Küste gewesen. Unmittelbar nach seiner Abreise von dort hätten die Putschisten "diesen Ort leider genauso bombardiert".


Er hat Dutzende Tote gefordert - darunter auch mehrere Zivilisten.

Der Putschersuch ist offenbar zusammengebrochen.

Fast 3.000 Richter nach Putschversuch abgesetzt

Nach dem Putschversuch in der Türkei sind laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu 2.745 Richter abgesetzt worden. Zudem seien fünf Mitglieder des Hohen Rats der Richter und Staatsanwälte in Ankara vom Dienst entbunden, meldete Anadolu am Samstag. Gegen sie liefen Ermittlungen, hieß es zur Begründung.

03:37 | VOL Redaktion

Hier unterbrechen wir vorerst unsere Liveberichterstattung. Danke für Ihr Interesse. Bis bald!
03:26 | VOL Redaktion


03:19 | VOL Redaktion

Der Sender NTV zeigt Bilder des Präsidenten außerhalb des Flughafens, umgeben von Anhängern.
Erdogan versicherte, dass die an dem Aufstand beteiligten die nötige Antwort erhalten werden, unabhängig davon, aus welchen Institutionen sie stammten.
03:18 | VOL Redaktion

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ist nach seiner Ankunft in Istanbul von zahlreichen Anhängern am Atatürk-Flughafen empfangen worden. Das berichtete der türkische Sender NTV.
03:17 | VOL Redaktion

Mindestens 17 Tote und mehrere Verletzte forderte der Putschversuch bis dato.
03:16 | VOL Redaktion

Soldaten legen Waffen nieder

In der Türkei verdichten sich die Anzeichen für einen Zusammenbruch des Putschversuchs gegen die Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan. Rund30 Soldaten übergaben am Taksim-Platz ihre Waffen an bewaffnete Polizisten, berichteten Augenzeugen. Der Sender NTV berichtete 50 Soldaten seien festgenommen worden. Auf Fernsehbildern waren Polizisten zu sehen, die Soldaten abführten.
03:15 | VOL Redaktion

Nach dem Putschversuch in der Türkei haben mehrere Fluggesellschaften ihre Türkei-Flüge gestrichen. "Wir werden bis morgen Mittag 12 Uhr alle Verbindungen von und in die Türkei streichen", sagte ein Sprecher der AUA-Mutter Lufthansa. Niki (Air Berlin) strich einen Flug nach Antalya, der um 4.35 Uhr in Wien abheben sollte, die AUA einen für 5.15 Uhr geplanten Flug nach Dalaman.
02:57 | VOL Redaktion

Putsch gescheitert?

Die türkische Regierung sieht den versuchten Militärputsch offenbar als gescheitert an. Alle Mitglieder der Regierung hätten die Kontrolle über ihre Büros, teilte ein ranghoher Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AP mit.
02:55 | VOL Redaktion

50 Soldaten seien festgenommen worden. Auf Fernsehbildern waren Polizisten zu sehen, die Soldaten abführten.
02:55 | VOL Redaktion

Der Sender NTV berichtete, 13 Soldaten seien bei dem Versuch festgenommen worden, ins Präsidialbüro in Ankara einzudringen.
02:54 | VOL Redaktion

Die Istanbuler Innenstadt ist innerhalb von Minuten von mehreren heftigen Knallen erschüttert worden. Sie waren so schwer, dass an mehreren Autos in der Umgebung der Alarm ausgelöst wurden, Scheiben bebten. Zeitgleich flogen Kampfjets im Tiefflug über die Stadt. Möglicherweise waren die Knalle darauf zurückzuführen, dass die Jets die Schallmauer durchbrachen. Eventuell eskortierten sie das Flugzeug von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, der kurz zuvor am Atatürk-Flughafen in Istanbul gelandet sein soll.
02:54 | VOL Redaktion

Der Sender CNN Türk wurde geräumt, die Sendung eingestellt. Zuvor waren Soldaten in das Redaktiongsgebäude in Istanbul eingedrungen.
02:52 | VOL Redaktion

Soldaten besetzen offensichtlich das Studio des staatsnahen Senders CNN Turk.
02:42 | VOL Redaktion

Erdogan ist angeblich in Istanbul gelandet.
02:31 | VOL Redaktion

Erdogan Statement erwartet

Erdogans Sprecher Ibrahim Kalin sagte nach Angaben seines Büros: "Der Präsident wird in den nächsten Stunden ein Statement zu dem Putschversuch abgeben. Er beaufsichtigt die anhaltenden Bemühungen direkt."
02:18 | VOL Redaktion

Yildirim machte Anhänger der Bewegung des im US-Exil lebenden Predigers Fethullah Gülen für den Putschversuch verantwortlich.
02:15 | VOL Redaktion

Geheimdienst: "Putsch abgewendet"

Der Aufstand von Militärs gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan ist möglicherweise zusammengebrochen. Ein Sprecher des türkischen Geheimdienstes MIT sagte dem Sender CNN Türk in der Nacht auf Samstag, der Putschversuch sei "abgewendet". Ministerpräsident Binali Yildirim sagte, die Situation im Land sei weitgehend unter Kontrolle.
02:14 | VOL Redaktion

US-Präsident Barack Obama hat zur Unterstützung der demokratisch gewählten Regierung in der Türkei aufgerufen. Der Präsident rief alle Parteien auf, sich hinter die Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan zu stellen, wie das Weiße Haus am Freitag (Ortszeit) erklärte.
02:14 | VOL Redaktion

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat nach Angaben aus dem Präsidialamt nicht das Land verlassen. "Der Präsident ist an einem sicheren Ort", hieß es aus dem Präsidialamt. "Er ist in der Türkei."
02:01 | VOL Redaktion

"Pro Erdogan": Demo gegen den Putschversuch in der Türkei.
01:48 | VOL Redaktion

HC Strache auf Facebook.
01:46 | VOL Redaktion

Dieter Egger auf Facebook.
01:46 | VOL Redaktion

AFP berichtet: Türkisches Parlament in Ankara bombardiert!
01:27 | VOL Redaktion

Derzeit in Wolfurt!

Kampfflugzeuge schossen Putschisten-Helikopter in Ankara ab

Ein Kampfjet hat einem TV-Bericht zufolge über Ankara einen Militärhubschrauber abgeschossen, der sich in der Hand der Putschisten befand. Das meldet der Sender NTV.

Premier Yildirim: "Einige Rädelsführer festgenommen"

Nach Angaben von Ministerpräsident Binali Yildirim sind einige Anführer des Putschversuchs festgenommen worden. "Einige Rädelsführer des Putsches sind festgenommen worden. Die Demokratie wird gewinnen", sagte Yildirim nach Angaben aus dem Präsidentenpalast. Die Verantwortlichen würden bestraft werden.

Yildirim sagte nach Angaben aus dem Präsidentenpalast weiter, er habe mit Oppositionsführern telefoniert, die ihm versichert hätten, dass sie auf der Seite des Volkes stünden. "Heute Nacht ist die Türkei wach und auf ihren Beinen. Das Volk hat uns an die Macht gebracht, und nur das Volk wird uns davon abbringen."

Pro-Erdogan-Demo vor dem türkischen Konsulat in Wolfurt:

00:47 | VOL Redaktion

Die Meldungen überschlagen sich

Noch ist nicht abzusehen, wie der Putsch ausgeht. Die Meldungen überschlagen sich. Auch die staatlich unterstützten Moscheen haben die Menschen aufgerufen gegen das Militär auf die Straße zu gehen. Panzer fahren zu Teil angeblich parkende Autos hinweg. Die Situation ist mehr als unübersichtlich.
00:34 | VOL Redaktion

Gefechte zwischen Militär und Polizei

In Ankara soll es laut einem türkischen Sender zu Gefechten zwischen der Polizei und dem Militär gekommen sein.
00:18 | VOL Redaktion

Das Außenministerium hat die Österreicher in der Türkei aufgerufen, angesichts des Militärputsches "an einem sicheren Ort" zu bleiben. Im Notfall und bei Fragen solle das Außenministerium unter der Telefonnummer 0043-1-90115-4411 kontaktiert werden
00:14 | VOL Redaktion

Ein Militärhubschrauber hat in der Nacht auf Samstag Reuters-Reportern zufolge das Feuer über Ankara eröffnet. Im Gebäude des staatlichen Senders TRT gab es laut CNN Türk eine Explosion. Der Sender stellte seinen Betrieb ein.

Militärhubschrauber eröffnet das Feuer über Ankara

Ein Militärhubschrauber hat in der Nacht auf Samstag Reuters-Reportern zufolge das Feuer über Ankara eröffnet. Im Gebäude des staatlichen Senders TRT gab es laut CNN Türk eine Explosion. Der Sender stellte seinen Betrieb ein.
00:06 | VOL Redaktion

Die Putschisten begründeten den Militärputsch vom Freitagabend damit, dass die Regierung immer autokratischer herrsche und sich der Terrorismus ausbreite. In einer über die Nachrichtenagentur Dogan verbreiteten Erklärung heißt es, das Militär wolle "die verfassungsmäßige Ordnung, Demokratie, Menschenrechte und Freiheiten wiederherstellen. Im Land solle wieder Rechtsstaatlichkeit und Ordnung gelten.
00:01 | VOL Redaktion

Lage in der Türkei weiterhin unklar.
23:52 | VOL Redaktion

Heftige Explosion in Ankara - Schüsse beim Generalstab
23:48 | VOL Redaktion

Wie Erdogan im TV-Interview angeblich sagte, werde er sich jetzt auch auf den Weg nach Ankara machen. Dort wolle er auch auf die Straße gehen.
23:46 | VOL Redaktion

Der Putsch werde nach den Worten Erdogans binnen kurzer Zeit niedergeschlagen sein. Die Verantwortlichen würden vor Gericht einen hohen Preis dafür zahlen, kündigte er an.
23:42 | VOL Redaktion

Der türkische Präsident Rcep Tayyip Erdogan hat via Mobiltelefon im Sender CNN Türk von einem Putschversuch einer Minderheit innerhalb des Militärs gesprochen. Auf diesen werde die nötige Antwort gegeben. Zugleich rief er die Bevölkerung in der Nacht auf Samstag auf, auf die Straßen zu gehen, um ein Zeichen zu setzen.
23:29 | VOL Redaktion

Türkische Journalistin telefoniert jetzt gerade mit Erdogan!
23:26 | VOL Redaktion

Die türkische Armee sieht sich als Wächterin der weltlichen Verfassung des Landes und hat seit 1960 drei Mal gegen die Zivilregierung geputscht: In den letzten Jahren wurde das Militär aber nach und nach von Erdogan entmachtet.
23:21 | VOL Redaktion

Sender verkündet Ausgangssperre und Kriegsrecht in Türkei
23:19 | VOL Redaktion

Die Menschen stehen bereits vor den Bankomaten Schlange.
23:12 | VOL Redaktion

Facebook, Twitter und Youtube sind derzeit in Türkei nur eingeschränkt benutzbar
23:06 | VOL Redaktion

Der Militär-Stabschef wurde angeblich als Geisel genommen - Präsident Erdogan sei aber in Sicherheit!
23:01 | VOL Redaktion

Angeblich hat das Militär auch den Flughafen in Istanbul unter Kontrolle.
22:57 | VOL Redaktion


22:55 | VOL Redaktion


22:47 | VOL Redaktion

Alle Flüge von Atatürk-Airport gestrichen!
22:46 | VOL Redaktion

Militär am Bosporus. Tentative de coup d'Etat en #Turquie: les militaires bloquent les ponts du Bosphore, des avions survolent #Ankara pic.twitter.com/cUsb5d3bz0
22:45 | VOL Redaktion


22:44 | VOL Redaktion

Türkische Medien berichten, dass es im Hauptquartier des Militärs zu einer Geiselnahme gekommen sei.
22:41 | VOL Redaktion

Yildirim: "Es gibt bestimmte Gruppen, die die Waffen erhoben haben, die ihnen vom Staat anvertraut wurden, und die sie auf Staatsbedienstete zielten. Wir werden bald feststellen, wer sie sind. Unsere Sicherheitskräfte sind gegen diese Gruppen tätig geworden."
22:38 | VOL Redaktion

Die Meldungen überschlagen sich, die Situation ist unklar. Die letzte Meldung: In der Türkei hat das Militär nach eigenen Angaben die Macht übernommen. Das erklärte die Armee am späten Freitagabend. Zuvor hatte die türkische Regierung von einem Putschversuch gesprochen.
22:32 | VOL Redaktion

Medienberichten zufolge überflogen Kampfflugzeuge am Abend die Hauptstadt Ankara. Rettungswagen waren vor der Militärzentrale zu sehen. Zudem blockierten Militärfahrzeuge Brücken in Istanbul, wie es hieß.
22:32 | VOL Redaktion

Nach Angaben von Ministerpräsident Binali Yildirim haben Teile des Militärs am Freitag einen Putsch versucht. Yildirim sagte dem Sender NTV: "Es ist richtig, dass es einen Versuch gab." Der Regierungschef nannte keine Details. Er betonte nur, die Türkei werde niemals erlauben, dass "eine Initiative die Demokratie unterbricht".
22:26 | VOL Redaktion


22:21 | VOL Redaktion

In der Türkei ist es am Freitagabend zu schweren Spannungen mit unbekanntem Hintergrund gekommen. Die Nachrichtenagentur DHA meldete, in der Hauptstadt Ankara habe die Polizei das gesamte Personal zum Dienst gerufen. Im Umfeld des Armee-Hauptquartiers seien erhöhte Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden. Zahlreiche Krankenwägen stünden dort bereit. Jets würden im Tiefflug über die Hauptstadt fliegen.
Augenzeugen in Istanbul berichteten von schwer bewaffneten Sicherheitskräften in den Straßen. Über Istanbul kreisten Hubschrauber. DHA meldete, eine der Bosporus-Brücken sei teilweise gesperrt worden.

(APA)

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