Vier Kinder in OÖ entzogen – Vater bei Rückkehr festgenommen

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Ein 57-jähriger Österreicher, der seit 2010 wegen vierfacher Kindesentziehung gesucht wurde, ist nun bei der Einreise am Flughafen Wien-Schwechat festgenommen worden. Die Kinder, neun, elf, 13 und 14 Jahre alt, sind wieder bei ihrer Mutter im Bezirk Vöcklabruck. Zu den Gründen seiner Flucht wolle der gebürtige Pakistani erst bei Gericht und mit seinem Anwalt Auskunft geben, teilte die Polizei mit.

Der Mann hatte sechs Jahre mit dem Mädchen und den drei Buben in Faisalabad in seinem Heimatland gelebt. Vor einigen Monaten habe er sich zur Rückkehr nach Österreich entschieden, weil einerseits die Gesundheitsversorgung und die Zukunftschancen für die Kinder hier besser seien, er andererseits in Pakistan aufgrund der politischen Situation um ihr aller Leben gefürchtet habe, gab die Polizei an. Er wurde in die Justizanstalt Ried im Innkreis überstellt. Durch Ermittlungen mit der österreichischen Botschaft in Islamabad hatte die Exekutive von der Einreise erfahren. Vergangenen Donnerstag wurde er am Flughafen festgenommen, die Kinder von der Jugendwohlfahrt übernommen, die 45-jährige Mutter verständigt.

Der Mann hatte die Kinder im November 2010 von einem Besuchstermin nicht zu seiner Ex-Frau, die das alleinige Sorgerecht hat, zurückgebracht. Er war international zur Fahndung ausgeschrieben. Er gab bei der Exekutive an, dass er von einem Fluchthelfer aus Wien fünf gefälschte polnische Pässe erhalten habe, im Preis von 10.000 Euro inkludiert gewesen sei die Reise mittels Kontaktpersonen bis an die iranische Grenze. Über Ungarn, Rumänien, die Türkei und den Iran gelangte er mit den Kindern nach Pakistan, wo sie in Faisalabad lebten. Der 57-Jährige arbeitete dort als Automechaniker.

(APA)

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