Vier Millionen Euro Frostschäden auf Oberösterreichs Straßen

Millionen von Euros für öberösterreichische Strassen ausgegeben. Millionen von Euros für öberösterreichische Strassen ausgegeben. - © Bilderbox
Rund vier Millionen Euro an Frostschäden dürfte diese Wintersaison an den oberösterreichischen Straßen verursacht haben, zuletzt waren es 6,5 Millionen. Diese erste Schätzung gab der zuständige LH-Stv. Franz Hiesl  am Donnerstag in einer Pressekonferenz bekannt.

Knapp 40.000 Tonnen Streusalz und 5,8 Millionen Liter Sole haben die Straßenmeistereien des Landes bisher auf den Fahrbahnen ausgebracht. Die Kosten für den Winterdienst liegen bei rund 30 Millionen Euro pro Jahr.Engpässe seien nicht aufgetreten, betonte Hiesl. “Es hat sich gelohnt, dass wir in Richtung Eigenvorsorge gegangen sind.” Bis 2005 habe es immer nur Lieferverträge mit den Salinen gegeben, “dann sind wir aber eines Besseren belehrt worden”. Damals habe das Land wegen eines Versorgungsengpasses zwar viel Geld als Pönale bekommen, “aber das nützt auch nichts, wenn die Autofahrer unzufrieden sind”. Das Land habe daher vor Winterbeginn in eigenen Silos und einem Sperrlager beim Lieferanten insgesamt 44.000 Tonnen Salzvorräte gebunkert. Weil diese laufend nachgefüllt werden, sind derzeit noch 38.000 vorhanden.

Über 12.000 Tonnen verbraucht

High Time war zwischen 7. und 17. Februar, in dieser Zeit wurden allein über 12.000 Tonnen verbraucht. Die Winterdienst-Mitarbeiter – 650 sind bei den Straßenmeistereien beschäftigt, 120 externe Kräfte – haben seit Saisonbeginn 113.000 Einsatzstunden geleistet. Alles in allem beschreibt Hiesl den Winter 2011/12 als “durchschnittlich”. Vorwürfen, die Straßenräumung habe an manchen Tagen nicht gut funktioniert, hält er entgegen, dass die Schneepflüge notfalls rund um die Uhr im Einsatz seien. Aber sie bräuchten eine gewisse Geschwindigkeit, um den Schnee beseitigen zu können. Im morgendlichen Stau könnten sie nichts ausrichten. Zudem sei bei extrem tiefen Temperaturen auch mit Salz nicht mehr viel zu erreichen.

Man müsse flexibler werden

Um diesem Problem entgegenzuwirken, müsse man flexibler werden, so Hiesl. “Wo steht geschrieben, dass alle Schulen um acht Uhr beginnen müssen?”, fragte er. Weiters verwies er auf Modelle in Deutschland, wo kurz bevor der Verkehr zum Erliegen kommt, der Pannenstreifen vorübergehend geöffnet wird. Ein weiterer Schritt könne auch sein, dass für den Schwerverkehr zu Stoßzeiten höhere Mauten anfallen als außerhalb. “Mit neuen Straßen – außer dem Westring – wird man in Linz nichts mehr erreichen. Außer wird bauen sie wie in China, nämlich übereinander”, ist Hiesl überzeugt. (APA)



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