Vogelgrippe breitet sich immer weiter aus

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Die Vogelgrippe breitet sich in Europa immer weiter aus. Mittlerweile sind schon sechs Länder betroffen.
Die Vogelgrippe breitet sich in Europa immer weiter aus. Mittlerweile sind schon sechs Länder betroffen. - © APA/dpa/Felix Kästle
Die Vogelgrippe breitet sich in Europa immer weiter aus. Mittlerweile sind schon sechs Länder betroffen, neben Österreich sind das Deutschland, die Schweiz, Dänemark, Ungarn und Polen. In Vorarlberg wurde nach dem Nachweis der Vogelgrippe bei toten Wildvögeln am Bodensee ein Verdachtsfall bei Hausgeflügel gemeldet.


Die Ergebnisse der Proben zu diesem Fall sollen am Freitag vorliegen, sagte Ulrich Herzog vom Gesundheitsministerium am Donnerstag zur APA. Um den Bodensee gilt ab Mitternacht eine etwa einen Kilometer breite Schutzzone, in diesem Gebiet muss Hausgeflügel im Stall gehalten werden.

Betrieb in Vorarlberg gesperrt

Der Verdachtsfall war am Mittwoch gemeldet worden. Proben von mehreren toten Tieren aus dem Betrieb werden von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) auf Vogelgrippe getestet. Außerdem wurden laut Herzog weitere in so einem Fall übliche Maßnahmen ergriffen. “Der Betrieb wurde unter Sperre gestellt, um keine weiteren Krankheiten zu ermöglichen”, betonte der Bereichsleiter für Veterinärwesen im Gesundheitsministerium. Sollte sich der Verdacht bestätigen, sei der betroffene Bestand zu keulen und der Standort zu desinfizieren. Es gebe jedoch “aktuell keinen Hinweis darauf, dass betroffenes Geflügel in den Verkauf gekommen ist”.

Virus erreicht auch Bayern

Die Vogelgrippe hat nun auch Bayern erreicht. Nach dem Nachweis der Vogelgrippe in anderen Teilen Deutschlands seien am Donnerstag bei zwei toten Reiherenten im Landkreis Lindau der Virus vom Subtyp H5 festgestellt worden, sagte ein Sprecher des Bayerischen Landesamts für Gesundheit in Erlangen. Die Proben seien an das Friedrich-Loeffler-Institut weitergeleitet worden, um den Fund zu bestätigen.

Maßnahmen getroffen

Die Bodensee-Anrainer Österreich, Schweiz, Baden-Württemberg und Bayern hätten die Lage besprochen und ein gemeinsames Vorgehen beschlossen, sagte der Sprecher. In den anderen Ländern war bereits zuvor die Krankheit nachgewiesen worden.

Nach dem Kenntnisstand des Landesgesundheitsamtes beabsichtigt das Landratsamt Lindau eine Stallpflicht in einem Radius von einem Kilometer um das Ufer des Bodensees. Um eine Ausbreitung der Vogelgrippe zu verhindern, habe Bayern die Beobachtung von Hausgeflügel und Wildvögel verstärkt.

Vogelgrippe in Mecklenburg-Vorpommern

In Deutschland wurde das hochansteckende Virus erstmals in Mecklenburg-Vorpommern bei 13 Vögeln nachgewiesen. Zuvor waren bereits in Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg Vögel entdeckt worden, die an einer aggressiven Variante des Subtyps H5N8 verendet waren. In Teilen Deutschlands gilt nun eine Stallpflicht für Geflügel, damit sich die Tiere nicht über Wildvögel infizieren. Der wirtschaftliche Schaden bei einem Befall wäre enorm. Es gab bereits einen Verdacht auf Vogelgrippe bei Puten in einem Betrieb in Schleswig-Holstein.

Subtyp H5N8 erstmals in Dänemark nachgewiesen

Der Subtyp H5N8 wurde zudem erstmals in Dänemark in toten Wildvögeln gefunden – auf der Insel Mön südlich von Seeland und in Kopenhagen. Auch in Ungarn gab es einen neuen Alarm. In einer Geflügelfarm erkrankte eine nicht näher genannte Zahl von Enten an dem Erreger des Subtyps H5N8, wie das Agrar-Portal agroinform.com berichtete. Bereits zuvor hatte eine Farm einen solchen Ausbruch gemeldet.

(APA)

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