Vokuhila-Fans in Australien feiern ihre Haarpracht

Mehr als 150 Vokuhila-Träger kamen am Samstag in der Kleinstadt Kurri Kurri zum ersten Vokuhila-Festival zusammen.
Mehr als 150 Vokuhila-Träger kamen am Samstag in der Kleinstadt Kurri Kurri zum ersten Vokuhila-Festival zusammen. - © AFP/Peter Parks
In der westlichen Welt ist der Vokuhila-Schnitt weithin als grobe stilistische Entgleisung der Achtzigerjahre verpönt. Im australischen Hinterland hat sich die Frisur aber gehalten – und die Australier feiern sie nun als Teil ihres kulturellen Erbes.

Mehr als 150 Vokuhila-Träger kamen am Samstag in der Kleinstadt Kurri Kurri zum ersten Vokuhila-Festival zusammen. Nirgendwo sonst habe sich der Vokuhila so lange gehalten wie in Kurri Kurri, sagte Festivalorganisatorin Laura Johnson. “Wir haben hier Leute, die ihren Vokuhila seit 60 Jahren tragen.”

Australier bezeichnen Vokuhila als “Mullet”

Die deutsche Bezeichnung Vokuhila steht für “Vorne kurz, hinten lang” – und beschreibt damit ziemlich genau, worum es bei dieser als etwas prollig geltenden Frisur geht. Die Australier bezeichnen den Schnitt mit dem englischen Ausdruck “Mullet”.

“Eine der ur-australischsten Frisuren, die man haben kann”

Vokuhila-Träger Lloyd Martin kam eigens nach Kurri Kurri, um am Wettbewerb um den schönsten Schnitt teilzunehmen. “Das ist eine der ur-australischsten Frisuren, die man haben kann”, sagte Martin. “Mindestens einmal im Leben muss man sich einen Vokuhila wachsen lassen. Es ist kein Haarschnitt, sondern ein Lebensstil.” Zahlreiche Schaulustige bejubelten die Vokuhila-Träger.

Laurie Manurele berichtete am Rande des Wettbewerbs, dass er seinen Vokuhila seit 46 Jahren trägt. “Die Qualität der Vokuhilas hier ist wirklich unglaublich”, staunte er. “Australien ist die Welthauptstadt der Vokuhilas.”

Zwölfjähriger gewinnt Vokuhila-Wettbewerb

Sieger des Wettbewerbs wurde der gerade mal zwölf Jahre alte Alex Keavy. “Es ist ein bisschen altmodisch, aber ich mag es trotzdem so”, sagte er. “Meine Freunde sagen, dass sie auch so einen Schnitt wollen. Aber ich glaube nicht, dass viele Leute ihn richtig tragen können.”

(APA)

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