Vom Hintern in den Busen – „Fett-Recycling“

Eigenfett zur Brustvergrößerung.
Eigenfett zur Brustvergrößerung. - © APA/Roland Schlager
Überflüssiges Fett des Pos für die optische Aufbesserung der Brüste verwenden und all das ohne sich unter das Messer legen zu müssen? Mittels Eigenfettmethode kann der Traum vieler Frauen Wirklichkeit werden. Der doppelte Effekt sorgt für eine größere Brust bei gleichzeitig knackigerem Hinterteil. Voraussetzung ist ausreichend vorhandenes Fett, dass abgesaugt und transplantiert werden kann. Der Grund dafür ist, dass erheblich mehr Fett entnommen werden muss, als eingesetzt werden kann.


Die Methode wird aber nicht nur zur Vergrößerung der Brust verwendet. Vielmehr dient sie auch dazu, Konturen oder Unregelmäßigen auszubessern. Besonders eignet sie sich für Frauen mit schlaffer Brust, die aus starker Gewichtsabnahme resultiert. In diesem Fall steht nämlich schon ausreichend überhängendes Gewebe zu Verfügung, das mit dem Fett gefüllt werden kann.

Wie die Eigenfettmethode funktioniert

Zunächst wird Eigenfett an Körperstellen wie Po, Bauch oder Oberschenkel abgesaugt (Liposuktion) und anschließend aufbereitet. In diesem Schritt wird auch eine Reinigung und eine Filtration durchgeführt. Das reine Fett wird danach tröpfchenweise an den Innen- und Außenseiten der Brust mit einer Spritze eingeführt und mittels Massage verteilt. Da es noch vital ist, wachsen dessen Zellen leicht an. Ingesamt können nicht mehr als 200 Milliliter injiziert werden, da ansonsten ein zu großer Druck vorherrschen würde. Die Fettzellen müssen dabei sehr sachte behandelt werden, um dessen Absterben zu verhindern. So dürfen sie beispielweise keinesfalls eingefroren werden. Nach dem Eingriff kann es zu Hautspannungen und Schmerzen an jenene Stellen, an denen die Fettabsaugung durchgeführt wurde, kommen. Innerhalb der nächsten vier Wochen sollte stützende Wäsche verwendet werden, um die Heilung zu beschleunigen.

Wie sich die Brustvergrößerung auswirkt

Nur circa 60 bis 80 Prozent des transplantierten Fetts wächst auch tatsächlich an. Die Eigenfettmethode vergrößert somit die Brust um etwa eine halbe bis eine ganze Körbchengröße. Großartige Veränderungen sind also nicht möglich. Da der Körper das Fett im Laufe des Jahres selbstständig abbaut, sind mehrmalige Auffrischungen notwendig, wenn eine dauerhafte Vergrößerung beabsichtigt wird. Für einen richtig großen Busen muss allerdings weiterhin auf Implantate zurückgegriffen werden.

Was die Methode kostet

Inklusive Nebenkosten müssen Frauen mit etwa 5.000 bis 7.000 Euro pro Eingriff, also Fettabsaugung mit anschließender Injektion, rechnen. Klarerweise variieren die Preise allerdings je nach Qualität und Ruf von Klinik zu Klinik und von Chirurg zu Chirurg.

Welche Risiken mithergehen

Über langen Zeitraum traten immer wieder Probleme mit sogenannten Ölzysten (mit Fett gefüllte Zysten) auf. Diese und andere Nebenwirkungen, wie Entzünden, können mittlerweile durch moderne Technik und fortschrittlicher Chirurgie ausgeschlossen werden. Dennoch bestehen weiterhin einige Risiken, handelt es sich doch schließlich um einen Eingriff unter Vollnarkose. Aufgrund der Absaugung des Fetts kann es zu Hautunregelmäßigkeiten, Infektionen und Narben kommen. Auch das Auftreten einer Thrombose bzw. einer Lungenembolie kann nicht zur Gänze ausgeschlossen werden. Im Zuge der Fettinjektion sind Entzündungen, Schwellungen und Infektionen nicht zu vernachlässigen. Kapselfibrosen können allerdings fast gänzlich ausgeschlossen werden.

Welche Vorteile die Eigenfettmethode hat

Im Gegensatz zu Implantaten greift die Eigenfettmethode auf das körpereigene Fett und damit nicht auf einen Fremdkörper zu. Sie ist schonender, verzichtet auf einen großen chirurgischen Eingriff und sorgt daher nicht für eine Bildung von Narben. Lediglich eine kleine Stelle, an der die Injektion durchgeführt wurde, kann sichtbar bleiben. Schließlich bleibt die Brust weicher und behält ein natürliches Volumen.

Welche Nachteile die Eigenfettmethode hat

Während Implantate für ein starke Vergrößerung der Brust verwendet werden können, ist die Volumszunahme mit der Eigenfettmethode eingeschränkt. Außerdem muss bereits vor dem Eingriff ein ausreichend großes Fettdepot zur Verfügung stehen. Schließlich ist sie mit Kosten bis zu 7.000 Euro recht teuer und verlangt eine regelmäßige Auffrischung.

 

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