Vorarbeiten am Semmering-Basistunnel in NÖ beendet

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Die im April 2012 in Gloggnitz in Niederösterreich begonnenen Vorarbeiten für den Semmering-Basistunnel neu (SBT) sind abgeschlossen, teilten die ÖBB am Freitag mit. Damit seien eine sichere und umweltverträgliche Tunnel-Baustelle gewährleistet und die Voraussetzungen für den Bau geschaffen.


Laut Aussendung prägen nun zwei Eisenbahn- und eine Straßenbrücke über die Schwarza ebenso wie der Portalvoreinschnitt und die künftige Baustelleneinrichtungsfläche das Ortsbild. Die Unterführung (“Wanne”) der Reichenauer Bundesstraße B 27 ist bereits seit Juni fertiggestellt und befahrbar, Radfahrern und Fußgängern stehe auch ein durchgängiger Rad- und Gehweg in Richtung Payerbach neben der Schwarza zur Verfügung, während die Baustelle ungehindert in Betrieb gehen könne.

Verwiesen wurde darauf, dass im Rahmen der Bauarbeiten auch der Bahnhof Gloggnitz modernisiert wurde und seit Februar 2014 barrierefrei ist. Weiters wurden drei neue Liftanlagen eingebaut. Für die Anbindung der Tunnel-Baustelle sowie der zukünftigen Strecke an die Semmeringbahn wurden im Bahnhofsbereich neue Schienen und Weichen verlegt. Damit sei die Baustellenversorgung und die Entsorgung von dort per Eisenbahn sichergestellt.

Im Auftrag der Stadtgemeinde wurden zudem Hochwasserschutzmaßnahmen gesetzt: Bestehende Ufermauern wurden erhöht und neue gebaut.

Die bisherigen Arbeiten lagen im Zeit- und Kostenplan. Zu den nächsten Schritten erläuterten die ÖBB, dass von den drei Tunnel-Baulosen das mittlere – Fröschnitzgraben – voll in Bau sei. Der niederösterreichische Abschnitt des SBT, der Tunnel Gloggnitz, werde von der Portalbaustelle in Gloggnitz und einem sogenannten Zwischenangriff in der Göstritz (Gemeinde Schottwien) gebaut. Voraussichtlich im Frühjahr 2015 soll von Gloggnitz aus der Tunnelvortrieb beginnen – “sofern alle dafür notwendigen Bescheide rechtskräftig vorliegen”, hieß es in der Aussendung.

Der zweiröhrig geplante, 27,3 Kilometer lange Semmering-Basistunnel, dem als Teil des Baltisch-Adriatischen Korridors eine Schlüsselfunktion im europäischen Schienennetz zukomme, werde für den Güterverkehr eine Effizienzsteigerung bringen. Die Fahrzeit zwischen Wien und Graz werde sich um eine halbe Stunde verkürzen.

Zudem bedeute der Bau eine Verkehrsentlastung und Ergänzung der Unesco-Weltkulturerbe-Bergstrecke über den Semmering. Betont wurde, dass die Errichtung der Brücken und Straßen von einem international und interdisziplinär besetzten Gestaltungsbeirat begleitet wurde, um die Verträglichkeit der Bauwerke mit dem Weltkulturerbe sicherzustellen. Genau das sieht allerdings “Alliance for Natur” bedroht: Die Landschaftsschutzorganisation – erklärte Tunnelgegner – hielt in einer Aussendung am Freitag unter Hinweis auf eine parlamentarische Anfragebeantwortung fest, dass es keine Garantie für die Erhaltung der alten Ghega-Bahn gebe.

Zur Baltisch-Adriatischen-Achse gehört auch der in Bau befindliche Koralmbahntunnel zwischen der Steiermark und Kärnten.

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